Südafrika, Februar 2025


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Reise 2025: 04.02 bis 26.02 Südafrika

Di 04.02.2025

Ein neues Abenteuer beginnt: Südafrika wartet. Für morgen haben Andreas und ich Flüge von Berlin nach Kapstadt. Es geht um 7:15 Ihr von Berlin nach Zürich und dann weiter bis Kapstadt: Hinflüge mit Swissair und Edelweiß, zurück geht es dann mit Lufthanda über Johannesburg und Frankfurt. Um Morgen stressten zu sein, fahren wir heute schon mit dem Deutschlandticket nach Berlin.

Di 04.02.2025 abends 22:00

Es hat alles prima geklappt. Eingecheckt hatte Andreas für uns schon morgens in Hamburg, wir konnten dann am Flughafen BER auch schon Dietel unsere Koffer aufgeben (der Gepäckautomat hat zwar nicht funktioniert, aber es war am Schalter wenig los und das Personal superfreundlich). Dann sind wir mit unserem leichten Handgepäck zum B&B Hotel mit dem Bus (2 Stationen) gefahren, haben in 100 m Entfernung in einer Pizzeria ein Bier 🍻 und Pizza genossen und liegen nun im Bett. Andreas hat seinen Wecker auf 3:60 gestellt, wir wollen vor dem langen Flug duschen und um viertel vor 5 Stunden je den Bus nehmen. Die Empfehlung am Schalter war 2 Stunden vor dem Abflug dort zu sein.

Mi 05.02.2025

Heute Morgen hat alles bestens geklappt. In dem Hotel konnte man an einem Bildschirm mit der Handy-Reservierung einchecken und hat dann eine Zimmernummer und einen Zugangscode bekommen. Bezahlt hatten wir vorher über Kreditkarte (booking.com). Am Morgen konnten wir ohne Check out wieder los. Der Bus war pünktlich und nach der Sicherheitskontrolle ( wieder super freundliches Personal) haben wir noch viel Zeit für Kaffee ☕️ und Croissant 🥐 gehabt. Ich bin Zürich hatten wir nur 50 Min Transitzeit, aber auch das war problemlos, obwohl wir vom Rollfeld aus erst mit dem Bus ins Flughafengebäude und dann auch noch zum Abflugbereich E mit einem Zug fahren mussten. Das Flugzeug musste in Zürich mit einem Frostschutzmittel enteist werden und diese 1/2 h Verspätung haben wir nicht eingeholt… der Flug war recht kurzweilig: Ich hab Back to Black über Amy Winehouse, Book Club The next Chapter, Emma und Coco Avantgarde Chanel (mit Audrey Tautou) gesehen. Die Bordverpflegung war mittelmäßig. Beim Landeanflug in Kapstadt war es bereits 22:30.

… dann hat es gedauert, (Passkontrolle, Gepäck abholen, SIM Karte…) und schließlich standen Andreas und ich als letzte Reisende ohne „Plan“ rum. Ein einsamer letzter Taxifahrer hat uns dann (zum dreifachen Preis wie im Reiseführer angegeben, er war aber super nett und hat und auch gute Tipps gegeben) zu unserem (vorgebuchten!) Gästehaus direkt am Fluguafen gefahren….die Fußgänger- Tore, werden nämlich von der Security bereits um 22:00 geschlossen! Danach ist zu Fuß gehen nicht möglich.

Mi Abend 05.02.2025

Wir sind ganz schön groggy, haben es trotz tiefster Nacht bis in das Hotel geschafft. Am Flughafen waren wir bringen Abfertigung etwas langsam und als wir unsere Reisetaschen vom Band geholt und die Passkontrolle geschafft hatten, haben wir auch noch eine lokale SIM Karte erstanden und dann…war die Ankunftshalle im Flughafen fast leer, die meisten Gäste waren bereits abgeholt oder wussten wohin und waren weg…ein letzter Taxifahrer hat uns dann zum (teuren) Spezialtarif (15€ statt wie im Reiseführer beschrieben 3 € ) zum gebuchten Gästehaus „Road Lodge“ direkt neben dem Flughafen-Gelände gebracht. Immerhin war er supernett, hat uns noch ein bisschen was erzählte und wir sind heil angekommen. Er hatte uns eindringlich ermahnt, niemals im Dunkeln irgendwohin zu Fuß zu gehen. Die Fußgänger- Tore um das Flughafengelände werden von der Security bereits um 22:00 geschlossen! Danach ist zu Fuß gehen sowieso nicht möglich. In der Lodge gibt es WLAN , die Zimmer sind einfach, es ist aber alles sauber und ruhig! Wir haben uns ziemlich bald hingelegt und sind auch prompt eingeschlafen….

Do 06.02.2025

Heute haben wir dann unser kleines Auto (Renault Kwid) zu Fuß abgeholt (es sind tatsächlich keine 10 Min Wegstrecke zwischen unserer Lodge und dem Flughafen-Gebäuden) und unser Quartier für die nächsten 4 Nächte in Citylage (Stadtteil Seapoint) angesteuert und auch schon einen kleine Rundgang an entlang der Küste gemacht…..es war heutig sonnig, etwas windig und 25 Grad…Die Küste in der Umgebung unseres Quartieres (Sea Point) ist meist felsig, und die Brandung teilweise ganz schön heftig. Am Queens Beach wird vor der Strömung und Brandung gewarnt und man darf nicht baden (dazu hatte ich absolut kein Bedürfnis). Es gibt aber Badeanstalten, die als Überlaufbecken vom Meer abgetrennt sind, das Wasser ist darin wärmer und es gibt da keine Haie… allerdings weiß ich nicht wie groß das Risiko im freien Wasser wirklich ist. Im Reiseführer wird beschrieben, dass an bewachten Stränden bestimmte Warnflaggen wehen, wenn ein Hai in der Bucht gesichtet wurde…. Das soll aber äußerst selten vorkommen….Wir sind etwas am Hang durch Nebenstraßen bergauf gelaufen und haben auf das Wasser geschaut….am Hang sind unglaublich aufwändige und teils spektakuläre Villen gebaut….es gibt wohl ein Gesetz, dass an der Küste maximal drei Geschosse gebaut werden dürfen..!

Dann war es schon Nachmittag und wir haben uns ein Törtchen mit Kaffee gegönnt (bei Spar aus der Backtheke: Streusel-Apfel für Andreas und ich hatte Zitronencreme mit Baiser-Haube…). Für den Abend haben wir uns südafrikanischem Wein ausgesucht (Alkohol gibt es nur in Liquor-Shops, Zigaretten und Alkohol ab 18 Jahre). Für das Abendessen haben wir ein Bistro o.ä. hier in Sea Point gesucht und sind dann letztendlich in so einer Art Markthalle (Mojo Market) mit vielen Thresen gelandet, dort gab es Geriche aus allen möglichen Nationalküchen und natürlich Pizza und Bürger…wir haben uns jeder eine hauchdünne aber lecker belegte „afrikanische“ Pizza (140Rand, 7€) bestellt und direkt vor Ort gegessen. Auf der Dachterrasse in unserem Guesthouse (On Regent 82) gab es dann noch Wein mit Mineralwasser zum Tagesausklang. Schlafen geht hier nur mit Ohrenstöpseln, weil wir direkt in der Ausgehmeile wohnen und im Erdgeschoss eine offene Bar mit Burgerladen ist und nebenan sind mehrere weitere Bars… alle sehr gut besucht und es ist ziemlich laut…. Für mich ist das ja nicht schlimm, da ich eh immer mit Ohrenstöpseln schlafe…!

Fr 07.02.2025

Heute ist sehr warmes und sonniges Wetter angesagt, also werden wir heute die erste Tour machen und zum Cap of Good Hope fahren. Das gebuchte Frühstück erweist sich als etwas speziell: wir haben für jeden Tag den wir hier sind einen Vaucher. Diesen müssen wir in einem Kauai Bistro ca 100 m weiter die Straße runter einlösen und können uns aus dem Angebot ein Frühstück im Wert von 200 Rand (etwa 10€) zusammenstellen. Es gibt Bowls, Wraps, belegt Toasts, Omeletts, Smoothies, Kaffee Milkshakes usw… Man wird aber gut satt…. Meine erste Bestellung war etwas holperig… aber wir haben ja 4 Tage Zeit uns zu optimieren!

Fr 07.02.2025 Abend

Das war ein Tag, ein richtig cooler Tag…. Mit unserem Autochen haben wir eine Rundfahrt gemacht und waren dan ganzen Tag on Tour…. Zuerst nach Muizenburg an den Strand, da gab es historische und bunte Strandhütten zu beschauen, aber viel buntes Treiben der Surfer 🏄‍♂️, die mit und gegen die Wellen gesurft sind. Am Strand waren Colored und Weiß gemischt, ansonsten ist es eher so, dass an den Supermarktkassen, im Restaurant-Service, im Straßenbau und bei der Straßenreinigung eher dunkelhäutige Frauen und Männer arbeiten. Dann ging es zu den Pingunen am Boulders Beach… das war schon irgendwie lustig anzuschauen….der Bereich gehört zu einem Nationalpark und man musste 225 Rand Eintritt (ca 6-7€) bezahlen, aber das war ok. Der Bereich war sehr schön gestaltet, es gab Toiletten und die Wege waren mit Holzkohlen befestigt. Einige Pinguine saßen noch auf Eiern, andere hatten schon ein flauschige Junges zwischen den Beinen… das war sehr süß!🥰 Außerdem gab es Klippschliefer zu sehen, die sich da auch im Sand zwischen Büschen herumgetummelt haben… sie sehen ein bisschen aus wie vergrößerte braune Meerschweinchen oder kleine Murmeltiere ohne Schwanz….

Und dann ging es weiter zum Cap der guten Hoffnung… Cape of good Hope, ca 70 km von Kapstadt entfern und der südwestlichste Punkt Südafrikas…. Wir haben es gerockt…. Irgendwie total toll…. Auch hier muss man Eintritt bezahlen, aber dafür ist es auch belassene Natur (425 Rand, ca 22€), nichts ist verbaut oder kommerziell zerstört…. Grandios! Auf dem Weg haben wir frei lebende Strauße gesehen und sind durch eine einmalig schöne Buschlandschaft gefahren. Für das obligatorische Foto brauchten wir gar nicht lange warten, da es schon Nachmittag war und viele Touristen und die Busse schon wieder abgefahren wären! Wir waren dann noch am Cape Point mit einem alten Leuchtturm.. auch hier war nicht mehr viel los und so konnten wir den Augenblick, die Aussicht und die Nachmittagssonne genießen! Traumhaft!!! Wir haben auf dem Rückweg mit dem Auto noch einen kurzen Abstecher über einen Rundweg gemacht und da ist ein wunderschöner Springbock aufgetaucht und eine Schildkröte direkt vor uns über die Straße gewackelt…Auf der Rückfahrt haben wir eine mautpflichtige Küszenstraße mit spektakulärer Aussicht auf das Meer und die Abendsnne genommen: Chapman’ s Peak…. Das war ein superschöner Abschluss der Tour! Zu Abend haben wir dann wieder in der Markthalle (Mojo Market) gegessen (gebratener Reis mit Röstzwiebeln, Spiegelei, Putenstreifen etwas Gurken-Tomatensalat und frischen Kräutern, alles leicht scharf und dazu gab es ein lokales Bier (Amstel).

Zum Glück bin ich Ohrenstöpsel gewohnt… das Feiern auf der Straße geht bis nach Mitternacht… jedenfalls gestern….aber ich finde es nach wie vor eine super Lage!!!!

Sa 08.02.2025

Heute hat die Auswahl mit dem Frühstück etwas besser geklappt… man kann nur so bestellen, dass alles gleichzeitig kommt, da man die Vauchers abgeben muss, kann man auch nicht mehrmals bestellen oder nachbestellen, das funktionieren oder bei 8 Mitarbwitenden nicht gut…. Als 2 kleine Kaffee nacheinander, das funktioniert nicht, besser einen großen bestellen…. Auch wenn er mit der Zeit kalt wird… ansonsten probieren wir uns so durch die Frühstücks- Karte: Andreashatte heute zum Kaffee ein Omlette mit Gemüse und ein Pilztoast, ich hatte ein Avocado-Toast mit Ei, einen Vitamindrink aus Mango, Ananas-Saft und anderen Früchten und natürlich Kaffee. Der Kaffee ist ok und besser als im Reiseführer angekündigt!

Dann haben wir uns für heute Sightseeing vorgenommen und sind mit den Hop on Hop off Bussen (es gibt 2Touren, heute haben wir die Rote Route genommen ) durch Kapstadt und Umgebung gefahren! zwischendurch sind wir auch einige Kilometer an der Küste entlang spaziert und haben einen schönen Überblick über die Stadt bekommen. Nach den Bustouren war es halb fünf und für uns ms gab es Fish and Ships in einem Kleinen Bistro in der Nähe unseres Quartieres. Man konnte zwischen verschiedenen Fischarten wählen… wir haben einen Fisch aus der Umgebung: Kingklip (Familie der Bartmännchen, lebt am Meeresgrund vor der Küste Südafrikas) gegessen…die Pommes waren leider etwas eingematscht, dazu gab es aber sehr leckere Zitronen Mayonnaise…. Nach einem Bier (Amstel), wird hier gebraut) auf der Terrasse sitzen wir nun zum Ausruhen auf dem Bett…draußen ist es jetzt kühler und windig und schon dunkel….

Für Morgen wünsche ich mir einen Besuch des MOCAA, einem Museum für moderne afrikanische Kunst, das seit 2017 in einem sehr aufwändig umgebauten Getreidesilo untergebracht ist

So 09.02.2025

Die Frühstücksbestellung im Kauai klappt immer besser und es schmeckt alles gut. Ich hab mit wieder Avokadotoast mit Ei, einem Mango-Ananas Saft und einen Kaffee bestellt, Andreas hat zusätzlich ein Omelett mit Spinat gehabt. Dann sind wir in unseren 2.Hop on Hop off Tag gestartet und bis zum Hafen gefahren. Dabei fährt der Bus zuerst entlang der Küste mit Blick auf die ehemalige Gefängnisinsel Robben Island (wo Nelson Mandela lange inhaftiert war), am ältesten Leuchtturm (Mouille Point Lighthouse) Kapstadts und am riesigen, fast direkt an der Waterfront gelegenen Stadion vorbei. Wir sind am Hafen ausgestiegen. Der Hafen ist im Vergleich zu Hamburg überschaubar… auch mit Containerverladung und 3 Kreuzfahrt-Terminals, aber ansonsten nicht so sehr beeindruckend. Zu unserem Bus-Ticket gehörte auch eine Kanalfahrt… das war eine kleine Bootstour durch ein trocken gelegtes Gebiet nahe dem Hafen, das von Meerwasserkanälen durchzogen ist und mit Appartmenthäusern der sehr gehobenen Kategorie bebaut ist. Alle möglichen Berühmtheiten haben hier schon mal Quartier bezogen (Ronaldo, Beckham, Clind Eastwood, Sharon Stone usw). Und direkt an einem Anleger haben sich auf einem Steg viele Robben in der Sonne ausgeruht oder herumgebalgt: das war sehr putzig und kurzweilig! Wir sind ein durch die belebte Gegend geschlendert, haben uns den Oranjezicht City Farm Market mit vielen Lebensmittel- und Imbiss- Ständen (Brotsorten, süße Backwaren, Gemüse, Wurst, Waffeln, Eis, Crêpes, Galettes, Kaffee usw.) und sehr gehobenen kunsthandwerklichen Erzeugnissen (hauptsächlich von Weißen für Weiße) angeschaut und sind dann an etlichen Sehenswürdigkeiten vorbei geschlendert: Viktoria und Alfred Waterfront (mit Shopping Malls der gehobenen Kategorie und vielen europäischen Marken… für uns ja eher nicht interessant), Two Oceans Auqarium, Clock Tower, Schwingbrücke direkt daneben, CTICC Cape Town International Convention Centre, Nelson Mandela Gateway, ( die Bootfahrt zur Robben Island haben wir ausgelassen… war mir zu voll und heute war es auch sehr windig….es soll viel erzählt werden…. Muss man auch in Stimmung sein…). Auch das Cape Town Diamant Museum haben wir nur von außen angeschaut, aber das MOCCA Zeitz Museum of Contemporary Art Africa wollte ich unbedingt besuchen… es wurde 2017 eröffnet und ist aus und auf einem alten Getreidesilo mit mehreren Silo-Zylindern (runde Zylinder- Hohlräume: ehemalige Getreidespeicher) von ca 1920 gebaut und innen oval ausgehöhlt. Eine architektonischer Meisterleistung von dem britischen Architekten Thomas Heatherwick und wirklich spektakulär…. Im oberen Geschoss ist ein Café, da haben wir bei einem Amerikano 35Rand, ca 1,80€) Pause gemacht, in dem höheren benachbarten Gebäudeteil befindet sich ein Hotel mit Dachterrasse, dort waren wir nicht. Dann war es auch schon fast halb vier und wir sind mit der blauen Hop on Hop Off Linie Richtung Botanischer Garten (Kirstenbosch) gefahren… wir haben lange in einem Stau gestanden. Es war unglaublich voll, da sonntags immer open air Konzerte stattfinden, zu denen wohl auch sehr viele Einheimische fahren und dann auf Wiesen beim Musik hören ein Piknik abhalten…wir sind dann weiter gefahren und hatten auf der Weiterfahrt eine Buspasse…. Es roch ein bisschen verkohlt …. Aber der nächste Bus hat uns dann aufgenommen und es war fast 18:00 Uhr, als wir zurück waren…. Es gab dann wieder ein Reisgericht mit Gemüse, Andreas hatte noch Huhn dazu und ein lokales Amatel-Bier vom Fass. Heute hat Andreas Handy seinen Geist aufgegeben, es lässt sich nicht mehr starten…. Wir haben ja noch ein Ersatzhandy von Nokia für die afrikanische SIM Karte mit, das richtet Andreas gerade ein, um ein bisschen „handlungsfähig“ zu bleiben. In Deutschland wird er sich wohl auch mal ein Apple Handy gönnen …

Mo 10.02.2025

Frühstück im Kauai und dann ging es los auf Abenteuertour Richtung Route 62. Aus Kapstadt rausfahren ging besser als gedacht. Nach einer kurzen Strecke auf der N2 ging es von Paarl auf die R 101 durch gebirgige Landschaft und über den Du Toitskloof Pass mit einer schönen Felsendurchfahrt. In Worcester sind wir auf die R60 und über Robertson und bei Ashton auf die berühmte R 62. Es ist eine sehr imposante gebirgige Landschaft, am Anfang noch viel Wein- und Obstanbau, dann zunehmend Büsche. Einmal haben wir Strauße gesehen. Wir sind an Montagu vorbei und haben eine tolle Kaffee-Pause im Camel Horse Café in Barrydale

gehabt. Es gab Kaffee mit grandiosen Erdbeer-Käsekuchen. In Ladysmith haben wir noch eine kleine Trinkpause neben einer alten Kirche eingelegt, die gerade restauriert wird und schon ihren strahlend weißen Anstrich hat. Es gab schöne Grabsteine, bei dreien konnte man die Inschrift noch lesen, die Gräber von drei um 1900 verstorbenen Männern… sie waren nicht einmal 40 Jahre alt geworden….. übernachtet haben wir dann in der Port Wine Lodge in Calitzdorp.

Di 11.02.2025

Die Port Wine Lodge war super! So ein aufmerksames Ehepaar ( Mr and Mrs Bosch)! Ein sehr schöner Garten, ein phantastisch in Stand gesetztes Gästehaus von 1830…. Wir haben gestern noch eine ganze Weile zusammen gesessen und unsere weitere Route geplant. Sie haben uns eher abgeraten von Port Elisabeth weiter bis Durban zu fahren. Durban und die dortige Küsten- Region seien sicher, aber die 500 km dazwischen sollen wir sehr aufmerksam und vorsichtig sein….und möglichst nicht küstenfern übernachten….Die Strecke zwischen beiden Städten beträgt über 500km, das ist eine sehr lange und ambitionierte Tagesetappe auf hiesigen Straßen und wir sollen auf jeden Fall nur im Hellen fahren. Sie warnen davor, in der Dunkelheit (egal wie) unterwegs zu sein…. Gestern Abend haben die beiden uns fürs Diner ein kleines Restaurant genannt. Auch für die 600 m zum Restaurant (Montag hat hat nur diese eine im Ort geöffnet) sollten wir das Auto nehmen und uns beim Aussteigen nicht ansprechen lassen. Ihr Kommentar war: Es wird viel gebettelt und das Geld für Drogen und Alkohol ausgegeben, das sei ein großes Problem, besonders auch für die einheimischen Einwohner, die sich dann zunehmend selbst unsicher fühlen und auch nur alle Wege mit dem Auto machen. Die Grundstücke sind fast alle von Mauern umgeben und mit Draht geschützt. Es kommt wohl immer mal wieder zu Räubereien…. Heute Morgen gab es ein phantastisches Frühstück mit Obst-Joghurt, Sirup-Pancakes, Spiegelei, gebratenem Schinken, Rösti und dann noch Toast, Butter, und Marmelade, dazu Kaffee und Fruchtsaft. Noch ein kleiner „Plausch“, dann ging es los. Wir sind mit einem Abstecher über die Arts Route 62 gestartet… auf Schotter durchs Landesinnere… das Auto hat zum Glück Klimaanlage .. pralle Sonne und über 30 Grad…die Landschaft ist bergig mit Büschen bewachsen und ab und zu gibt es private Wildlife Resorts und Lodges… einige sehr edel und wohl auch teuer…. Es sind riesige eingezäunte Länderein (die Umzäunung ist in Afrika Pflivkt)in denen dann Safaris stattfinden… Wir haben von der Straße aus wunderhübsche Antilopen gesichtet.

Auf der Pass -Straße haben wir sehr laute Paviane gehört und einer ist vor uns über die Straße gelaufen und an einem Rastplatz war eine ganze Truppe an den Abfällen zu Gange.

In der Umgebung von Oudtshoorn gibt es viele Straußenfarmen, teilweise sind die Gehege ganz schön eng und es gibt kaum Deckung oder Schatten. Früher war man auf die Federn aus (Staubwedel und Hutfedern) heute zählen Fleisch und das Leder zu den gefragten Produkten. Es ging weiter Richtung Mossle Bay. Am Robinsonpass zwischen Oudtshoorn und Mossel Bay hatten wir eine weite Sicht über das Meer. Das war echt beeindruckend. Wir hatten bisher nur sonniges und warmes Wetter wie gut das tut…. Wir übernachten im Aviator Paradise Guesthouse in Mossel Bay. Es liegt zwar nahe der Hauptstraße auf einer Anhöhe, hat aber einen herrlichen Blick auf das Meer.

Auf Empfehlung haben wir direkt an der Küste und nahe der Leuchtturmanhöhe super gegessen, Andreas hatte Shake (Seehe hat) mit Käse überbacken und mit Reis und ich hatte eine phantastische Tuna-Bowl, der Thunfisch zerging auf der Zunge, der Reis roch und schmeckte grandios, dazu gab es Edamane, Rotkohl, Möhren, Gurken und eine Worchester-Sauße….alles war einfach lecker…

Mi 12.02.2025

Wir beide haben tief geschlafen und nur knapp die Frühstückszeit (7:00-9:00) geschafft. Das Frühstück war ok und typisch mit gegrillten Würstchen, Rührei, zwei Tomatenscheiben und warmem Paprika-Zwiebelgemüse, dazu gab es vom Büffet Toastbrot, Marmeladen und Cerealien…. Der Kaffee ist hier meist Nescafé, aber für mich ist es ok! Ich glaube das Frühstück in Calitzdorp wird das Beste unserer Reise gewesen sein…😋. Wir sind dann Richtung Knysna ( sprich:Naisna) aufgebrochen. Zum Glück hatten wir im Vorwege nach den Straßenverhältnissen auf den Passstraßen im Internet recherchiert: der Montagu-Pass und die Seven Passes Road (Empfehlungen aus dem Reiseführer) sind seit einem Unwetter wegen Straßenschäden seit 8/2023 gesperrt und sind es wohl immer noch (Andreas hatte einen Zeitungsbericht von Januar 2025 gefunden, danach hat sich auf der letzteren Passstraße ein LKW festgefahren, und da stand dann, dass die Straße weiterhin gesperrt ist…). Also sind wir küstennah auf der N2 gefahren, da auch die 102 wegen Straßenbauarbeiten teilweise gesperrt ist…Wir waren in George, die Stadt hat mit 210 000 Einwohnern logistische und Infrastruktur-Bedeutung, ist aber wirklich hässlich, viele Warenhäuser und Gewerbe-Betriebe…im Zenrum gibt es ein grünes Rondell und einen kleinen Park mit Touristeninformation und einem großen abgestorbenen Baum (als Mahnmal zur Erinnerung an den Sklavenhandel, der hier erfolgt war), zwei gepflegte Kirchen…. Ansonsten….naja. Weiter ging es auf der N2. Bei einem Anbstecher zur Küste sind wir in einer Sackgasse über einer Steilküste gelandet, dort gab es ein ummauertes und bewachtes Luxus -Golf-Estate…. Sonst nichts… Wir sind dann umgekehrt und weiter Richtung Knysna gefahren. Im Selfridge haben wir ein Café mit leckerem Kaffe und Kuchen gefunden: Fijnbosch Koffee Shop (Google hat hat sehr geholfen, zwei andere Cafés waren dauerhaft geschlossen). Dann geb es ein Highlight: Den Strand von Brenton on Sea: kurz vor Knysna geht ein kleiner Weg ab zu einem phantastischen Strand. Super gepflegt, kaum Menschen und der Indische Ozean ist doch deutlich wärmer als der Atlantik bei Kapstadt. Andreas war sogar baden und hat die Brandung genossen, ich hatte die Füße im Wasser und gute Laune.

Wir sind durch die Stadt Knysna gefahren und dann zu unserem nächsten Quartier der Knysna Elephant Lodge. Ein kleines Privates Reservat, in dem einige überschüssige Elefanten aus dem Krügers Nationalpark weiterleben dürfen (statt abgeschossen zu werden). Hier haben sie viel Auslauf, es gibt für Familien Touren und Fütterungen mit den Tieren, ein Restaurant und viele sehr nette Guides und Betreuer. Andreas und ich haben hier sehr schön auf der Terrasse zu Abend gegessen und ein schönes kleines Zimmer für die Nacht ( 2000Rand= 100 Euro). Jetzt sitzen wir noch abends draußen, direkt neben dem Nachtgehege der Elefanten, dazu gibt es Geräusche der Perlhühner, Enten und sonstiger Vögel…. Es gefällt uns richtig gut!

Do 13.02.2025

Gestern haben wir abends noch lange auf der Terrasse gesessen und den wunderschönen Mond und Sternenhimmel auf uns wirken lassen. Mit Na haben noch 2 deutsche Paare übernachtet, eines war mit Kleinkind und aus Berlin… wir hatten ein kurzes Gespräch, aber sie waren doch recht verschlossen und haben sich aber doch auf kurzes Gespräch eingelassen eingelassen und die südafrikanische Kinderfreundlichkeit gelobt, das sei ganz anders als in Deutschland…! Naja…deren Tochter war auch ein bisschen „schwierig“ ich schätze knapp 5 Jahre alt und körperlich sehr unsicher, sie war auf dem Spielplatz neben dem Restaurant, hat sich aber nicht auf die Spielgeräte getraut und oft nach den Eltern in weinerlichem Tonfall gerufen….

Der Morgen hat uns mit Wolken und Regen überrascht…Nach einem heute etwas längerem Frühstück auf der überdachten Terrasse des Restaurants (Buffet mit den üblichen typischen Zutaten) ging es wirr auf Tour. Im Reiseführer gab es den Top für einen sehr schönen Strand bei Noetze, kurz hinter Knysna. Wir sind extra 10 km zurück gefahren, aber die Zufahrtsstraße war eine matschige Sandpiste und führte durch eine ziemlich Müllgebühr Barackensiedlung, so dass wir umgedreht und wieder Richtung Plettenberg gefahren sind. Am Beacon Beach kurz vor Plettenberg haben wir bei leichtem Wind einen sehr schönen einstündigen Strandspaziergang gemacht….auf dem Strand konnte man wunderbar gehen, die Wellen haben sich angenehm am weichten Strand gebrochen… das war toll! Der ganze Hang ist mit luxuriösen Villen (Lt Reiseführer meistens Eigentümer aus der Gegend von Johannesburg). An diesen Stränden tauchen wohl von August bis November Wale auf, es soll auch Robben und Delphine geben… haben wir heute aber nicht gesehen.

Es ging dann weiter auf der N2 und ca 20 km hinter Plettenberg wieder auf die kleinere R 102 durch das Nature Valley. Die Weiterfahrt über den Bloukrans Pass ist leider gesperrt. Wir sind dann weiter und haben einen Abstecher Richtung Mündung des Storms River gemacht…die Region gehört zum Tsitsikamma Nationalpark (Sprache der Khoi-San (Ureinwohner am Kap) übersetzt: wasserreicher Platz, es regnet sich hier vor den Anhöhen hinter der Küste ab und das Wasser des Indischen Ozeans ist warm, deshalb nahezu tropische urwaldähnliche Vegetation) Nationalpark, für 326 R pro Person fährt man mit dem Auto in den Nationalpark (Achtung Affen, überall gibt es Paviane, die alles Essbare lieben! Don’t Feed ) und kann dann zu der Flussmündung über Holzstege gehen (ca 1km), sie ist so spektakulär, weil sie von Felsen umgeben ist und das Flusswasser durch Tannin schwarz gefärbt ist. Über den Fluss sind für Wanderer 2 Hängebrücken gespannt… die wollten wir natürlich auch gehen… hat Spaß gemacht. Wir sind jetzt in der Eastern Kap Region angekommen. Unser Quartier Villa Petit in dem Ort Jeffreys Bay ist relativ neu und hell, aber sehr verschnörkelt eingerichtet. Es gibt 6 Gästezimmer und einen sehr gepflegten Garten, insgesamt ist alles sehr großzügig und viel besser als wir zum Preis von umgerechnet 66€ für das Doppelzimmer erwartet haben.

Abendessen gab es in der Kitchen Windows Jeffrys Bay, das war super und grenzte an Fine Dining, die Vermieterin hat den Tisch für uns reserviert…es gab gegrillte panierte Tintenfische mit Knoblauchsauce und kleine Fischfrikadellen als Vorspeise. Zum Hauptgang hatte ich Seehecht (Hake) gegrillt, Kartoffelstampf und Gemüse, Andreas hatte gegrillte Calamari mit Reis und Gemüse beides war phantastisch zubereitet, richtig frisch und gut gewürzt… dazu gab es eine Flasche lokalen Rosewein und eine große Flasche Wasser… Andreas hat mit mir dann auch noch eine Creme Brulee geteilt und so war der Abend perfekt! Zurück im Quartier haben wir als nächstes Ziel Kenton on Sea gewählt und eine Unterkunft gebucht und dann war ich so müde, dass ich noch vor 22:00 Uhr eingeschlafen bin.

Fr 14.02.2025

Ich hab zwar nicht so super toll geschlafen, aber lange genug geruht. Wir hatten wieder ein sehr gutes Frühstück mit frischem Fruchtsalat, Jaghurt, Pancales und einem warmen Teller mit Spiegelei, Geillgemüse und knusprigem Bacon, dazu konnten wir und Toast rösten und es gab diverse Cerealien und Marmeladen, Säfte und natürlich Kaffee und Tee… also alles prima. Zuerst sind wir noch einmal an den Strand gefahren, wo wir gestern gegessen hatten. Ein sehr, sehr lang gezogener, breiter Strand . Im Sommer soll es brechend voll sein, Heute Vormittag waren wenige Spaziergänger und einige Surfer da. Der Strand 🏖️ st flach abfallend und die Wellen brechen sich in einer Linie, anscheinen ideal um das Wellenreiten zu lernen… wir konnten zwei Gruppen beobachten…. Das war kurzweilig, weil es wirklich nicht so leicht ist, das Gleichgewicht zu halten und den richtigen Moment für das Lospaddeln zu finden und dann muss Mann schnell hoch und in die richtige Stehposition auf dem Bord kommen…. Dann ging es auf der R 102 und N2 Richtung Gqeberha (Port Elizabeth). Wir sind einmal durchgefahren… riesige Industrie-und Gewerbegebiete, sehr viel Müll, es gibt eher wenige Hochhäuser, die Stadt erstreckt sich aber sehr weit ins Hinterland…. Wir haben keinen Stop gemacht und sind weiter und Ncanarha auf die R 72 Richtung Port Albert abgebogen. An der Straße gibt es wenig Orte. Aber an der Straße gibt es einen Farmeröaden mit Verkauf von Brot, Säften, selbst gebackenen Pies, Keksen, Marmeladen und ganz viel Krimskrams. Wir haben einen leckeren Kaffee getrunken und dazu große Müsli-Hafer-Kekse gegessen…. Eine urige und sehr schöne Pause! Unser Übernachtungs-Gästehaus ist in Kenton on Sea (Sky Blue Guesthouse). Kenton on Sea an der südafrikanischen Sunshine Coast. ist ein Urlaubsort für Südafrikaner… Es liegt zwischen zwei sehr flach einmündenden Flüssen und hat tolle Strände, aber das Wasser ist mit 17Grad kühl! Ich war mit den Füßen im Wasser, Andreas etwas weiter…. Auch wenn das Meer weiter draussen ruhig aussieht, brechen sie am Strand heftig… also auch ein Paradies für Surfer… Andreas fand die Strömungen heftig und ist nur bis zur Hüfte eingetaucht…. Wir haben bisher abgesehen von dem einen Tag in Knysna nur warmes sonniges ges Wetter… in Durban hängen die Wolken fest und es regnet jeden Tag… also gut, dass wir die Planung geändert haben… Das Zimmer heute Nacht war sehr großzügig, das Blue Sky Gästehaus ist von 2018 und hat nur große Zimmer und einen großen Aufenthaltsraum mit Küche zur Selbstversorgung, Obst, Wasser , Joghurt, Kaffee und Tee stehen zum Selbservice bereit. Die oberen Zimmer (wir hatten so eines!) haben Meerblick, das war sehr schon! Überhaupt ist das Haus modern und gut eingerichtet…. Aber hier bekommt doch alles recht schnell Spuren der Zeit ….leichter Schimmel in den Fugen, abblätternde Farbe, lockere Scharniere, trübe Fensterscheiben usw.. Abends hatten wir eine Empfehlung für eine Strandrestaurant: Pizzarella: das war sehr schön, draußen Tische im Sand und viele Büsche drum herum. Da wir beide keine Lust auf Pizza hatten, haben wir Burger bestellt, die waren gut, die Chps dazu (wie meistens) etwas wabbelig.

Sa 15.02.2015

Das Frühstück ist wieder mit einem Vaucher für einen sehr netten Coffeeshop: Naked (Sandwhiches) und Mm Coffee: wir hatten Amerikano mit Milch und ein Spiegelei Toast und ein Abocado Toast, geteilt hatte dann jeder was beim beidem…

Der Strand mit bizarren Steinformationen war noch einen kleinen Morgenspazierganh wert. Es war sonnig, leicht windig und nicht zu heiß, wir hatten Glück, da es schon geebbt hat, konnten wir bis an die bizarren Felsen herangehen und haben auch Fotos gemacht! Dann ging es nach Grahamstown, seit 2018 heißt es offiziell Makhanda. Die Innenstadt ist mit einigen erhaltenen Viktorianischen Häusern im Reiseführer als sehenswert beschrieben, die sind aber ziemlich runtergekommen und teilweise vermüllt, in einige sind Läden mit Billigwaren und viel Außenreklame…. Die Straßen sind breite, ergibt viele (leere) Parkbuchten mit Einweisern, die einem Tip haben möchten…. Auf den Straßen waren fast nur Farbige unterwegs, die Weißen fahren mit dem Auto bis direkt vor das Geschäft und machen kaum Wege zu Fuß… das Observatorium Museum war leider geschlossen (lt Reiseführer sollte es eigentlich am Wochenende geöffnet sein… ). Die zweitälteste Uni ist in Makhanda und der Campus steht mit sehr gepflegten Backstein-und Putzbauten in krassen Gegensatz zur Innenstadt. Mehr dem Botanischen Garten am Campus gab es ein super schön gelegenes Café in einem alten Gebäude, im Garten stand ein riesiger (!) Eukalyptus Baum… wir haben uns Kaffee und Schokobrownie gegönnt. Nebenan war ein stilvoller Flohmarkt mit Kleidung, Antiquitäten, Trödel und Schmuck … ein Studententreff, hier gab es dann mehr Weiße als Farbige Menschen und auch Familien mit Kindern….dann ging es weiter über Paterson zum Addo Park in die Nähe des Main Entrance. Unser Quartier ist das Homestead B&B bei Addo, wir wollen 2 Nächte bleiben und morgen ein bisschen im Addo Elefantenpark herumfahren. Auf dem Weg dorthin haben wir von der Straße aus Antilopen, Giraffen und einen Elefanten gesehen….

Das Gästehaus ist mit ca 70€ pro Nacht incl Frühstück relativ günstig, der Garten ist wunderschön gepflegt, im Zentrum stehen eine rieselte mehrstammige Palme und ein gigantisch ausladender Laubbaum (?) es gibt auch einen kleinen Pool.Zu Abend hatten wir ein sehr elegantes Diner im Addo Wildlife Reserve gehabt, eine Empfehlung des Hausherren. Es ist so 2 km entfernt, man muss hier abends eh alles mit dem Auto machen, für die Lokalen ist das sozusagen nebenan. Es gab gegrillten Tunfisch als Vorspeise ( sehr lecker) , Andreas hatte dann als Hauprgang auf drei Arten zubereitete Antilope, die Serviscefrau hatte es empfohlen und war total begeistert, dass Andreas es bestellt hat. Ich hatte Hake (Seehecht) mit (weichen Pommes)… daran hab ich mich irgendwie gewöhnt, sie sind meistens super lecker gewürzt! Und wir haben eine Flasche südafrikanischem Wein geleert. Der Abend war super mild und es was alles wie Fine Dining! Unser B&B liegt etwas abgelegen an einer Schotterstraße und es gibt drum herum einen weitläufigen, nicht sehr aufwändigen Pferdehof und nebenan Landwirtschaft. Hier gibt es viele Zitronen- und Limettenbäume.

So 16.02.2025

Das Frühstück war wieder mit mehreren Gängen und sehr gut. Am Anfang frisches geschnittenes Obst mit Joghurt und Müsli, hausgemachtes Brot mit Marmwladen und einen warmen Teller mit Würstchen, Ei, Speck und Gemüse. Der Frühstücksraum war sehr Old School und liebevoll mit alten Möbeln( so wie man sich Kolonialstil vorstellt) eingerichtet. Wir sind dann den ganzen Tag durch den ca 10 km entfernten Addo Elephant Nationalpark (NP) gefahren. Der Park ist riesig und man kann Safaris buchen oder mit dem eigenen Auto durch den Park fahren… das machen die meisten und geht prima! Zuerst fährt man durch eine Sicherheitskontrolle ( keine Drohnen, keine Waffen) dann erst geht es an die Rezeption zum Bezahlen. Der Eintritt mit Auto beträgt für Tagesgäste etwas über 20€ . Da wir in der Nebensaison unterwegs sind, war der Andrang an der Reception nicht so stark… es gibt nämlich auch Tickets mit erhöhtem Preis für eine bevorzugte Abfertigung…Der Tag war sehr kurzweilig, die Wege sind teilweise geteert, größtenteils aber Schotterpiste, man darf das Auto nur an bestimmten Aussichtspunkten und in einer Picknick Area verlassen. Löwen, Leoparden oder Nashörner sind nur wenige im Park und wahrscheinlich auch eher im südlichen Teil anzutreffen. Im südlichen Park ist nur nur 4×4 gestattet. Wir haben sehr viele Elefanten, Zebras, Antilopen, Warzenschweine, kleine Jäger (sehen ein bisschen aus wie unsere Wiesel oder Marder oder kleine Füchse), unbekannte Vögel und eine große Schildkröte und einen Strauß.

Zwischendurch sind wir auf das Picknickareal gefahren und haben was getrunken und dazu südafrikanische Haferplätzchen gegessen. Es gab überdachte Sitzgelegenheiten mit Schatten und während der Pause hat Andreas ein bisschen geschlafen und es haben uns viele Vögel besucht!

Abends sind wir noch einmal ins Addo Wildlive Reserve zum Diner, weil das andere empfohlene Restaurant (Addo African Home) leider Ruhetag hatte. Die waren anfangs etwas zurückhaltend , weil sie eigentlich Reservierungen erwarten, die wir dann so kurzfristig nicht hatten. Aber es war wieder alles sehr fein und schmackhaft und wir hatten einen schönen Abend! Als wir wieder zu unserem Homestead B&B fuhren war es sehr dunkel und alles wenig beleuchtet, bis auf das Anwesen selbst, auch hier Security und Beleuchtung die ganze Nacht. Das was in den Zimmern auffällt: Fast immer ist Mückenspray vorhanden, wir haben zur Zeit aber sehr wenige, höchstens abends fliegen Fliegen wenige ins Licht. Also auch in dieser Hinsicht ist unsere Reisezeit nach der landeseigenen Hauptreisezeit (Weihnachtsferien sind hier die langen Sommerferien) super getroffen: Wetter, freie Zimmer, frei Restaurantplätze und auch noch wenig Mücken…. Alles passt!

Mo 17.02.2025

Heute fahren wir durch riesige Monokulturen mit Zitrusfrucht-Bäumen: Limetten, Zitronen, Orangen…. Ich möchte nicht Oasen, wieviel da gegen Kraut und Insekten gespritzt wird…. teilweise sind auch ganze Großfelder mit Schutznetzen überspannt….

Tanken gibt es hier nur mit Service und meistens werden auch die Scheiben gereinigt (bei den staubigen Straßen…) . Die im Landesinnern gibt es in Nähe der großen Obstfarmen kleine Städte, die deutlich wohlhabender, sauberer und durchmischter wirken als andere, die wir auf Landstrecken gesehen haben…! Ein gutes Beispiel ist Kirkwood! Wir haben dort getankt und zu viele unsere staubigen Scheiben gründlich gereinigt…. Andreas hat 10% Tip ( 2€ ) gegeben und die haben sich riesig gefreut! Das m Reiseführer stand 10% im Restaurant, 10-20R für Parkplatzwächter und beim Tanken….(10 Rand sind 50 Cent). die Löhne für ungelernte Servicekräfte und Handwerker liegen lt Internet (2023) bei 3000 bis 4000 Rand (150 bis 200 €), ein Pilot oder Bankdirektor bekommt danach ca 60000 Rand (3000€, das sind dann Jobs, die meistens Weiße haben). Die weiße Bevölkerung spricht hier in der West- und Ost- Kapregion untereinander Afrikaans. Es wirkt ein bisschen so, als grenze sie sich damit gegen die Farbigen ab, die meistens eine der vielen lokalen Sprachen untereinander und (unterschiedlich gut) englisch als (in der Schule) gelernte Sprache sprechen! Es wirkt fast so, dass Afrikaans von den weißen Südafrikanern bewusst als Eigenmerkmal gepflegt wird!

Wir haben bisher wenig Photovoltaik-Anlage auf Dächern gesehen (zu viel Staub), aber immerhin gibt es schon ein paar Windparks westlich von Kapstadt in Küstennähe.

Einige Gasthäuser hatten auch ausdrücklich darauf hingewiesen, dass sie die Abwässer „ aufbereiten“ und das Wasser dann für Dusche, Toilette, Waschmaschine usw nutzen, man soll also nichts in die Toiletten( außer das sehr dünne fusselige Toilettenpapier) werfen und zum Trinken und Zähne putzen abgefülltes Wasser verwenden. Es gibt auf den Zimmern fast immer 1-2 Flaschen versiegeltes Quellwasser (Springwater still oder sparkling). Nach knapp 150 km gab es im Must Love Coffe in Jeffteys Bay eine Pause mit Apfel- umd Puddingtörtchen und Amerikano. Das war sehr lecker und wir haben einen Platz im Schatten mit leichtem Wind gehabt… total angenehm! Die Jeffreys Bay ist ein wahres Surfer (Wellenreiten)- Paradies! Dann ging es weiter nach Knysna, noch fast 200 km …wir haben die schnelle N2 genommen und waren dann um 17:30 Uhr am Übernachtungs- Ziel. Das Pearl View Guest House liegt auf einer Anhöhe an der östlichen Öffnung der Meeresbucht von Knysna und hat traumhaften Meerblick zu zwei Seiten. Wir haben sogar noch ein Dinner bekommen (es gab zwar nur Hake mit Chips, der Seehecht war aber ausgesprochen lecker gewürzt) dazu haben wir uns wieder eine Flasche Südafrikanischen Weiß- Wein gegönnt…. Es war etwas bewölkt und windig, aber noch warm! Wir haben lange draußen gesessen und ein bisschen für die nächsten Tage geplant! Eines der Traumziele, nämlich den südlichsten Punkt Afrikas (Cap Agulhas) zu besuchen, steht noch aus. Dort haben wir übermorgen für 2 Nächte eine Unterkunft gebucht, vorher bleiben wir noch eine Nacht in Albertinia.

Ein kleines Malheur: beim Entladen des Autos haben wir gemerkt, dass die Abdeckklappe beim Tankeinfüllstutzen ziemlich doll verbogen ist. Vermutlich wurde sie beim Tanken in Kirkwood zu stark aufgerissen oder einer der drei Tankwarte, die darum gewetteifert haben, unsere Scheiben zu putzen, ist gegen die geöffnete Klappe gelaufen…. Im Internwt haben wir keine Möglichkeit gefunden, eine neue Klappe zu organisieren oder den Preis zu erfahren. Es ist eine sehr einfache Mechanik, die Metall-Klappe in weißer Wagenfarbe ist mit 2 Stiften und einer Feder eingehängt. Zum Glück lässt sie sich noch öffnen und schließen, so dass wir weiterhin tanken können, aber sie steht auf der Scharnierseite vor.

Di 18.02.2015

Heute Morgen war es bewölkt und es hat auch etwas geregnet, trotzdem konnten wir auf der überdachten Terrasse mit herrlichem Meerblick frühstücken. Es gab wieder den Klassiker mit Obstsalat auf Quark und Crunch-Müsli, Toast und Marmeladen und einem warmen Teller mit durchgegartem Spiegelei (ist uns lieber als Rührei), gegrillter Tomate, gegrillten Pilzen und Speck. Dann ging es eine weitere Etappe Richtung Kapstadt. Knysna ist stark touristisch geprägt, hat aber auch einen sehr schöne Küstenabschnitte und liegt schützt an einer Flussmündung mit Lagune, die nur eine schmale Öffnung zum Meer hat. In der Mitte der Lagune befindet sich eine flache Insel: Thesen Island ist lt Reiseführer eine Insel mit Austernzucht, entpuppt sich aber beim Durchfahren als Insel voller gehobener Ferienhäuser, mit Engel und Völkers Büro, Galerien und Edelshops für Lebensmittel, Souvenirs, Kleidung und anderen Lifestyle. Nach einer kurzen Fahrtstrecke kommt eine Zufahrt mit Schranke und Watchman, so dass die Inselbewohner unter sich bleiben. Wir sind da umgekehrt… von der Austernzucht war nichts zu sehen …

Unseren ersten Stop haben wir dann an der Buffels Bay (Buffelsbaai) gemacht, einem wunderschönen langgezogenen Strand (reicht bis Brenton on Sea kurz vor Knysna, dort waren wir auf dem Hinweg). Der Strand reicht mehrere Kilometer bis zu Felsenformationen, die in das Meer hineinragen. Am Nachmittag schien die Sonne wieder…

Eine Kaffeepause haben wir dann im Naughty Donkey Café bei Wilderness gemacht. Das Café gehört zu einem kleinen schattigen Park mit Holzhütten, in denen Afrikanisches Kunsthandwerk (Kleidung, Seifen, Bilder, Holzwaren, Korbwaren, Schmuck, Wollwaren….) verkauft wird. Der Kaffee war gut und wir hatten einen Kuchen mit Karamellfüllung und dicker Schokoglasur…richtig schön fettig, klebrig-süß, schokoladig und sättigend, das hat irgendwie gut getan 😋😋!

Anschließend sind wie auf der Hauptstraße N2 direkt zu unseren nächsten Quartier nach Albertinia in das Voelroepersfontein Guesthouse gefahren. Es wird von einer sehr zierlichen älteren Schriftstellerin betrieben. Die Einrichtung ist aus Holz, sehr solide, teils mit Stilelementen und ziemlich alt…mindestens 50 Jahre, teilweise sicher älter. Unser Badezimmer wurde zwar etwas modernisiert, aber auch da seh ich mich an unsere Bäder von 1950/1960 erinnert. Die Hausherrin ist unglaublich liebenswürdig und aufmerksam und so stolz auf den riesigen Garten. Der ist traumhaft angelegt und war sicher mal eine sehr aufwändige Parklandschaft… auch da zeigen sich die Spuren der Zeit… aber bemerkenswert sind zwei unglaublich riesige Bäume mit einem Stammdurchmwsser von mehreren Metern, außerdem gibt es mehrere sehr hohe Eukalyptusbäume und Palmen…. Unser Zimmer hat ein riesiges (etwas trübes) Fenster mit Blick in der Park-Garten. Wir hatten ein nicht so grandioses Diner im Albertinia Hotel (ein Stück zähes Fleisch mit Chips). Das Hotel ist etwas heruntergekommen. Es gab einen bewachsenen Innnenhof mit gewissem Charme. Dort haben wir bei leichtem Regen unter einer Überdachung gesessen, das war ok. Die Speisekarte war nicht so vielversprechend und es gab nur Fastfood-Klassiker: Fleisch mit Chips, Pizza und Burger. Wir haben uns für zähes Fleisch und weiche Pommes entschieden, Andreas hatte dazu noch eine undefinierbare Pfeffersauce bestellt. Innen gab es zwei große dunkle fensterlose Gasträume. Das Hotel ist anscheinend die einzige Möglichkeit hier im Ort essen zu gehen. Wir haben an dem Abend noch lange in unserem Zimmer im Guesthouse am Fenster gesessen, in den Garten geschaut und den Abend genossen (immerhin free Wifi).

Mi 19.02.2025

Heute ist es stürmisch und am Morgen so um 20 Grad. Unser Frühstück wurde sehr feudal auf dem überdachten Balkon serviert: Kaffee mit warmer Milch, ein Gals pinkfarbener undefinierbarer Saft im Sektglas, Quarkspeise mit Müsli und leckerem frischem Obst, tatsächlich schmackhaftes Toastbrot (aus der hiesigen Bäckerei) mit 4 verschiedenen Marmeladen und Butter und einem warmen Tellergericht mit gegrillter Rindswurst, 2 Spiegeleiern, Tomate, Gurke und Speck… Aus dem Hintergrund spielte italienische klassische Musik 🎶. Abgesehen von dem Saft war es ein sehr schönes Frühstück!!

Beim Abschied hat uns Marienjke (oder so ähnlich ist der Name der Gastgeberin) noch erzählt, dass Sie erst seit ein paar Jahren in Albertinia auf diesem Anwesen ist und ursprünglich aus Pretoria stammt. Inzwischen ist Ihr die Arbeit mit dem Management des Guesthouses doch zu viel und sie überlegt, sich zu verändern. Die beiden riesigen Bäume im Garten sind Ficus-Arten und einer der beiden Bäume ist in der Liste der Südafrikanischen Champion-Trees geführt. Das fand ich interessant und habe gleich ein bisschen bei Google recherchiert, der Baum ist als Nr 86 in der landesweiten Liste geführt. Es ist ein Ficus tonningii, der Name des Baumes ist: the Whispertree (Flüsterbaum), der Baum 🌳 ist über 200 Jahre alt und 18 m hoch.

Unterwegs hatten wir viele Baustellen. Baustellen binden hier sehr viele Arbeitskräfte. Manchmal ist in 200-300 m Abständen jeweils ein Fahnenwinker oder eine Fahnenwinkerin mit roter Handfahne postiert, dann kommt eine mobile Schranke und ein gelbes Go Schild, dass ebenfalls von Hand gedreht bzw. zur Seite gerückt wird (das sind dann für beide Fahrtrichtungen allein 8 Personen zur Verkehrslenkung und Absicherung der Baustelle), an der Baustelle selbst mühen sich dann etliche Männer mit sehr viel Handarbeit (Spitzhacke und Schaufel) ab…..kleine Arbeiten werden von Hand erledigt, zusätzlich kommen aber auch große Maschinen zum Einsatz.

Heute waren wir im weiträumigen baumarmen und trockenen Küstenvorland unterwegs, viele geschorene Schafe, Straußenfarmen und riesige abgeerntete Getreidefelder. In Steppenbereichen mit niedrigem Buschwerk standen Bienenkästen und wir haben ein vermeintliches Salzgewinnungs-Feld oder vielleicht auch nur ausgetrockneten See gesehen. Kurz vor Witsand konnten wir in einem flachen ufernahen See Flamingos beobachten. Witsand ist ein kleiner Ort mit Ferienhäusern und bei Kitesurfern sehr beliebt: An der Küste war heftiger Wind, im Bereich der breiten flachen Mündung des Breede River waren viel weniger Wasserturbulenzen, so dass sich keine hohen Wellen aufbauen und brechen können. Wir haben den Kite- Surfern eine ganze Weile zugeschaut, viele haben echt hohes Tempo gehabt und tolle Sprünge gezeigt. Wir standen auf einer kleinen Anhöhe im Ort. Interessant waren Sanddünen, die der Wind direkt vor einer Häuserreihe aufgebaut hat, die Straße vor den Höusern war schon zugeweht. Man konnte sehen, in welch rasantem Tempo der Wind die Dünen verändert. Es sah aus, als ob der Wind die Dünen in kurzer Zeit über die Häuser stülpen würde, die Straße vor den Gebäuden war mit dem Auto schon nicht mehr passierbar und die Dünen waren höher als die Häuser….

Eine Pause mit gutem Kaffee und Limonen-Käsekuchen mit Baiserhaube hatten wir in Swellendam…. Dem drittältesten Ort in Südafrika. Hier kommen sehr viel Touristen auf geführten Rundfahrten her und der Ort gehört zum Weinanbaugebiet. Die Haupt-Straße mit dem Cafe (Art de Olivia) war mit üppigen grünem Bäumen gesäumt, in den strahlend weiß gestrichenen Gebäuden gab es Boutiquen mit Kunst- und Weinverkauf, Restaurants, Cafés…. Einige historische Gebäude und Kirchen waren ebenfalls in top renoviertem Zustand. Irgendwie total anders als die „normalen Orte“. Bei der Ortsausfahrt gab es dann wie erwartet auch die üblichen Straßenzüge mit flachen Kastengebäuden, teilweise mit Blechdach und großen Schriftzügen des jeweiligen Geschäftes. Beleuchtete Reklamen sind eher selten, meistens sind die Geschäftsschilder aufgedruckt oder aufgemalt. Die meisten Geschäfte haben keine Schaufenster, sondern nur einen Ladeneingang…drin ist es relativ düster, dank Klimaanlage aber kühl. Wenn es dunkel ist, sind hier eh keine Menschen mehr zum Einkaufen auf der Straße und die Öffnungszeiten werden entsprechend der Tagesdauer im Sommer und Winter angepasst…es sei denn es sind große Einkaufsmärkte (oft Spar, Pick’n Pay, Ok oder Checker) mit eigenen eingezäunten und abgesicherten Parkplätzen…

Unser heutiges Quartier (wir bleiben 2 Nächte): 6 on Kloof in Bredasdorp liegt etwas im Landesinnern und wir wollen morgen das Kap Agulhas, den südlichsten Punkt Afrikas als Tagesausflug erkunden. Das Kap liegt wieder in einem Nationalpark: Agulhas National Park. Die Empfehlungen für ein Diner-Restaurant von unserer Gastgeberin waren etwas zögerlich. Im Bredasdorp selbst könne man zwar zum Lunch ganz gut einkehren , abends zum Diner ginge eigentlich nur das Arniston Hotel, aber wirklich empfehlen würde sie es nicht. Wenn die Einheimischen abends essen gehen, dann fahren sie nach Napier (ca 15 km entfernt), dort gebe es das Pascals of Napier und die Untouched Inn. Wir heben uns heute für das Pascals entschieden. Es ist ein einfaches Lokal. Wir konnten im Garten sitzen und hatten leckeres Essen: Andreas den homemade House-Burger und ich hatte ein leicht scharfes afrikanisches Gemüse-Hähnchencurry mit Reis. Als Vorspeisen haben wir uns gefüllte und panierte Jalapenos und homemade Gemüse-Frühlingsrollen geteilt. Unser sehr geräumiges Gästehaus ist wieder eines, das sich in einem älteren modernisierten Haus im Kolonialstiel

befindet. Typische Heizungen wie bei uns mit Heizkörpern haben wir in den Gästehäusern und Hotels bisher nicht vorgefunden, wohl aber Klimaanlagen, die ggf. ja auch heizen können.

Do 20.02.2025

Das Frühstück wurde wieder in mehreren Gängen serviert und war frisch und vorzüglich. Wir durften am Vortag wählen, welche Komponenten wir mögen. Anschließend sind wir auf den geplanten Tagesausflug zum Kap Agulhas aufgebrochen (ca 1/2 Stunde Autofahrt). Die Fahrt ging ein Stück weit durch einen total verkohlten Landstrich, das Buschfeuer kann noch nicht lange zurück liegen. Nach einem Stop und kleinem Spaziergang zum Kap Agulhas (es gibt Hinweisschilder, aber keine weitere Markierung) haben wir eine kleine Wanderung im Nationalpark Kap Agulhas (kein Eintritt) zum südlichsten Punkt Afrikas unternommen, da wo Indischer Ozean und Atlantik zusammenfließen. Hier gibt es eine Tafel und eine große Nachbildung des Afrikanischen Kontinents aus Metall… das hat uns gut gefallen. Anschließend sind wir noch 15 Minuten weiter an der Küste entlang zu einem Wrack gewandert. Es war sehr warm, durch einen leichtem Luftzug aber gut erträglich. Ein 5,5 km langer Rundweg, der am Wrack startet, war wegen Instandsetzung und zur Erholung der Natur gesperrt. Wir hatten aber auch keine wirkliche Lust mehr.

Die Ferienorte hier an der Küste sind sehr lang gestreckt, aber derzeit kaum belebt…Es gibt sehr viele große, teilweise luxuriöse neue und gut instand gehaltene Ferienhäuser, die meisten waren heute in bewohnt….auch die Parkplätze, der große Campingplatz und der Badestrand bei Struisbaai waren wenig besucht. Aber: Am Strand haben immerhin 3 Menschen in den Wellen gebadet. Ich bin mit den Füßen ins Wasser (es war nicht so kalt wie erwartet) und Andreas war mutiger und ist (bis zur Brust) in der Brandung herumgehüpft. Auf dem Rückweg zum Guesthouse haben wir unseren Getränkevorrat ein bisschen ergänzt und sind zum Essen wieder nach Napier, diesmal in die Suntouched Inn gefahren. Dort gab es nur Pizza, Pasta und Fleischgerichte….Andreas hatte Pizza mit Avocado und ich mit Meeresfrüchten…[wir haben auf der Terrasse zur Straßenseite gesessen, das war etwas ungemütlich und laut. Unsere farbige Bedienung war super freundlich, aber am Nebentisch saß wohl die etwas strenge weiße Chefin und hat sich mit einem weiblichen Gast unterhalten…. Aufsicht? Als dann noch 2 Gruppen weißer Gäste kamen und im Haus verschwanden, habe ich auf der Website nachgeschaut: es gab noch einen beschatteten Innenhof… schade, dass wir darauf nicht aufmerksam gemacht wurden… die Chefin hatte uns das Essen serviert, sie war nicht besonders freundlich…. Irgendwie haben Andreas und ich uns nicht so richtig wohl und eher ausgeschlossen gefühlt…. Vielleicht haben wir irgendeine Regel missachtet…. Keine Ahnung, am Vortag bei Pascals of Napier war es viel offener und fröhlicher….

Fr 21.02.2025

Die Nacht war wider meiner Befürchtung für uns beide gut! Nach dem liebevollen mehrgängigen Frühstück (ich mag besonders, wenn es auch frische knackige Früchte gibt!) haben wir unsere Tagesroute nach Kapstadt festgelegt. Geplant sind Zwischenstops in Hermanus und an Bettys Bay, wo es auch eine Pinguin-Kolonie geben soll.

Bisher haben wir fast in jedem Übernachtungsquartier auch Deutsche angetroffen. Der deutsche Winter veranlasst viele in die Wärme zu fliegen und ZA (Südafrika) ist anscheinend gerade sehr in!

Wir haben wenig Fahrradfahrer gesehen, wenn dann Männer mittleren Alters, die mit Sportrad eine Fitnessrunde drehen oder auch einzelne auf Fahrradtour mit Gepäck… mich würde die pralle Sonneneinstrahlung fertig machen. Es gibt auch keine Fahrradwege. Am Straßenrand ist aber meistens, auch auf Überlandstrecken ein ca 1 m breiter Streifen mit einer gelben Linie markiert, dort sind (auch auf den Nationalrouten) farbige Fußgänger unterwegs oder eben vereinzelt Fahrradfahrer. Weiße fahren mit dem Auto, die haben wir außerhalb der Städte zu Fuß meistens nur auf Wandertrails angetroffen.

Die geteerten Straßen sind wirklich gut gepflegt, selten Schlaglöcher und die Böschung wird regelmäßig gemäht….aber der Straßenbelag ist extrem laut, es hört sich beim Fahren an, als wenn man im Flugzeug ohne Noise Cancelling Kopfhörer sitzt….. Nichts für Leute mit Tinnitus, oder vielleicht doch, dann hört man den nicht mehr…. Bei mir wirkt das eher verstärkend….

Bei Hermanus haben wir einen Zwischenstopp eingelegt. Es sind zwar zur Zeit keine Wale da, aber es gibt einen wunderschönen Klippenpfad mit tollen Aussichtspunkten auf das Meer und vielen Bänken. Den sind wir ein kleines Stück gegangen. Dann ging es weiter zur Bettys Bay.

Hermanus ist ein langer Straßenort mit einem sehr gepflegten Zentrum (viele weiße Häuser mit Restaurants, Kaffee, allen möglichen kleineren Einkaufsläden, Immobilien-Angeboten etc.), am Ortsausgang dann noch ein sehr großes Einkaufszentrum mit riesigem Parkplatz, das Ganze ist max 2-3 Jahre alt.. in Bettys Bay haben wir die (für uns zweite) Pinguin Kolonie besucht. Der Parkplatz und der Küstenabschnitt sind schon etwas ramponiert und es liegen viele angeschwemmte Algen herum. Die Besucherstege waren etwas weniger aufwändig als an der Boulders Bay, der Eintritt war mit 40 Rand aber auch mehr als 5x günstiger ….der Zugang ist am Stony Point direkt am Ufer von Bettys Bay.

Von da ab ging es durch den immer dichter werdenden Verkehr weiter nach Kapstadt. Ohne Navi wäre die Orientierung ganz schön schwierig… allerdings sind die Hauptrouten (N für Nationalstraße, diese sind in der Kapstadtregion fast wie unsere Autobahnen ausgebaut, man darf meistens 100 bis 120 km/h fahren.). Das Fahren erfordert volle Aufmerksamkeit, da auf dem Seitenstreifen Fußgänger und Fahrradfahrer unterwegs sind und die Kleinbus-Taxis oft auch auf dem Seitenstreifen zu- und aussteigen lassen. Diese Taxi-Kleinbusse sind hier sehr verbreitet und nehmen Berufspendler, Schüler, Menschen mit Einkaufstüten etc , sozusagen alle mit, die sich kein Auto leisten können. Die Autos sind teilweise ziemlich ramponiert und die Fahrer forsch. Durch ständigen Spurenwechsel und Ausschau nach potentiellen Fahrgästen sind sie manchmal auch unberechenbar im Verhalten. Nur im Stadtbereich scheint es markierte Haltezonen zu geben. Ich finde auch das Fahren an Kreuzungen sehr gewöhnungsbedürftig: Eine Hauptstraße ist meist nicht mit Straßenschildern gekennzeichnet. Ampeln haben Rot und Grün, Gelb ist quasi, wenn es rot blinkt. Wenn man keine Vorfahrt hat, sind auf der Straße vor der Einmündung ein STOP und ein Querbalken in weiß aufgemalt. Es gibt aber viele Kreuzungen an denen alle 4 Straßen ein Stop mit Querbalken haben, als erstes fahren darf dann der, der zuerest an die Kreuzung herangefahren ist. Das funktioniert nur deshalb, weil die Südafrikaner Meister im Kommunizieren sind und auch bei zügiger Fahrweise deutlich entspannter unterwegs sind als die Deutschen! Lautes Rumpöbeln und Beschimpfen anderer Autofahrer haben wir hier nicht erlebt. Es wird auch selten gehupt, wenn dann ein kurzes antippen, um Aufmerksamkeit zu signalisieren, nicht aus Wut. Fährt man ein bisschen links heran, um einem überholenden Fahrzeug Platz zu geben, wird sich mit kurzem Warnblinken bedankt! Große Überlandstraßen (Nationalstraßen sind als N mit einer Ziffer und kleinere Routen als R mit zwei oder 3 Ziffern gekennzeichnet) sind meist 3-spurig im Wechsel, in Stadtbereichen 4-spurig. Bei R-Straßen mit 3 Ziffern gibt es auch etliche, die nicht geteert sind, sondern nur Schotterbelag haben, da muss man aufpassen und unser TomTom Navi hat das nicht gekennzeichnet, auf guten Karten ist das aber markiert. Auch langfristig bekannte Sperrungen von Pass-Straßen waren im Navi (trotz Aktualisierung vor der Reise) meistens nicht angezeigt und erst an der Straßengabelung auf einem Schild markiert, teilweise war es auch schwierig, für die Planung aktuelle Informationen zu Straßensperrungen im Internet zu finden.

Wir sind aber gut wieder an unserem Ziel Hotel 82 on Regent (Kategorie: freundliches, unaufgeregtes, sehr einfaches Hotel) angekommen. Wir haben das günstigste Zimmer gebucht, es ist im 3 (obersten) Stock und hat das Bad (in Ordnung, aber keine Ablage) gegenüber, man muss also erst auf den Flur…. und es heizt am Tag bei Sonne sehr stark auf…. Unser vorheriges Zimmer hatte auch einen Kühlschrank (der ist hier nicht vorhanden) und war nach vorn raus… zum Diner haben wir wieder in dem Mojo Market gegessen und uns ein lokales Bier gegönnt. Das ist im Ausschank viel günstiger als bei uns (2 halbe Liter für 5 €). Mit etwas Mühe haben wir uns für 3 Tage noch ein Hop on Hop off Bus- Ticket gebucht. Das war etwas tricky, weil es auf der Web- Side (etwas günstiger als am Schalter) nur das 1 Tages und 2 Tages Ticket gab… der 2. und 3. Tag kostet aber jeweils nur 100 Rand (5€) Aufschlag, der erste Tag kostet ca 15€), deshalb war es für uns günstig, den 3.Tag mitzubuchen…

Sa22.02.2025

Die Nacht war nicht so dolle. Ich war ja erst froh über die Zimmerlage nach hinter heraus, aber das hat sich als Trugschluss erwiesen. Es war (Freitag Abend!) extrem laut und die hämmernden Bässe der Karaoke- Bar (die unter uns links liegt und nur ein dünnes Blechdach hat) waren grenzwertig. Da haben selbst meine guten Silikon Ohrenstöpsel nicht ausgereicht. Dieses Mal haben wir das Hotelzimmer ohne Frühstück gebucht und sind morgens losgezogen, um uns ein Lokal zu suchen. Wir hatten keine Lust lange zu suchen und haben uns dann doch für die gewohnte Auswahl beim Kauai entschieden. Der Frühstücks- Vaucher (beim letzten Aufenthalt war der Verzehr- Wert 200 Rand= 5€) hätte 150 Rand pro Nacht Aufschlag gekostet…. Wahrscheinlich bekommt der Hotelbetrieb Rabatt? Ich hatte die volle Summe eh nie ausgeschöpft und auch für Andreas war der Betrag ausreichend… letztendlich hatten wir geplant, auch mal was anderes zu probieren…. Am Wochenende ist vormittags schon viel in den Restaurants los … auswärts frühstücken ist in! Der Bustransfer Richtung Stadt hat gut geklappt und auch die Infos zum Mithören sind gut…. Es gibt sie zwar in verschiedenen Sprachen, ich stell aber immer englisch ein und verstehe jedes Mal etwas mehr….wir sind an der Waterfront ausgestiegen… am Tafelberg war immer eine Wolle um den Gipfel, so dass das

Herauffahren mit der Gondel sich wahrscheinlich nicht gelohnt hätte. Ich hatte im Internet schon gesehen, dass die Fahrten nach Robben Island schon bis Montag ausgebucht sind und gehofft, dass wir vielleicht am Schalter zurückgegebene Plätze für heute bekommen könnten….

Gab es nicht, deshalb haben wir die nächste Möglichkeit für Montag 24.2 gebucht (600 Rand (30€) mit Bootsfahrt und Führung, Dauer 3 1/2 Stunden… Das Wetter war ansonsten aber sehr schön (abgesehen von der kleinen Wolke, die sich beständig um den Gipfel des Tafelberges gehalten hat). Wir haben dann die im Bus-Ticket includierte Bootstour Im Hafen gemacht. Die dauerte eine halbe Stunde und zusammen mit den Informationen, die man über Kopfhörer abrufen konnte (die Kopfhörer gibt es gratis beim Busfahrer oder auf dem Schiff) war es eine Abwechslung und erfrischend, aber nicht spektakulär. In die größeren Hafenbereiche sind wir nicht geschippert und der Hafen ist seit der Eröffnung des Suezkanals auch international nicht mehr sehr bedeutend. Den Nachmittag haben wir in dem wunderschön gelegenen und gut strukturierten Kirstenbosch Botanischen Garten (Eintritt 225 Rand = ca 13€) verbracht. Hier gibt es viele Wiesen, die zum Picknicken genutzt werden dürfen, was sehr gern gemacht wird! Der Garten liegt an einem wunderschönen Hang und bietet von einigen Stellen eine tolle Aussicht über die Stadt… in einem Café/Restaurant im Garten haben wir bei Kaffee und einem Stück Kuchen die Zeit verstreichen lassen. Schließlich waren wir so gegen 17:30 Uhr wieder am Hotel. Zum Diner haben wir uns sehr leckeren frisch gegrillten Hake (Seehecht) geholt, diese Mal mit Reis statt wabbeliger Chips. Der Reis war mit etwas Gemüse durchmischt, aber leider kaum gewürzt…Es war noch hell und so haben wir uns noch mal zu Fuß an die Küste getraut. Das war wunderschön, weil die Sonne über dem Meer unterging. Hauptsächlich waren hier (natürlich) Weiße. Es gab Musik und auf einer Fläche wurden klassische Paartänze getanzt… die meisten Tänzerinnen und Tänzer hatten richtige Tanzschuhe an…nach einer Weile hatte ich auch kapiert, dass Frauen, die an einer bestimmten Stelle stehen, von Männern zum Tanzen aufgefordert werden… spätestens als einer auf mich zusteuerte, haben wir dann doch den Standort gewechselt!

So 23.02.2024

Die Nacht war im Gegensatz zu vergangenen Nacht noch eine Steigerung, die Karaoke Performence mit hämmernden Bässen ging bis 2:00 nachts und bis Mitternacht sind die Küchendüfte (Burger, Pommes, Pizza…) direkt zu und hochgezogen. Zusätzlich gab es eine Stromabschaltung, so dass es bei uns im Zimmer sehr warm und stickig war. Aber ab 2:00 hab ich mit meinen Ohrenstöpseln noch einige Stunden tief und fest geschlafen.

Das Wetter ist sonnig, ein idealer Tafelberg-Tag.

Ich hab ein bisschen überlegt, wie die anderen individuell Reisenden, die wir unterwegs und in unseren Quartieren so getroffen haben, einzuschätzen sind… in den Unterkünften sehr viele Deutsche, oft Paare, viele aber deutlich jünger als wir ( oft 20-45 Jahre, manche mit Kindern, die besonders im Bereich der Safaris (Addo, Knysna Elefant Park). In den Cafés, Restaurants oder hier im Sightseeing Bus waren auch viele Reisende sehr viel älter und deutlich eingeschränkter in Mobilität und Fitness als wir, die älteren Paare waren häufig auch zu viert unterwegs. Auffallend war bei den älteren Reisenden auch, dass die Frauen öfter gut gestylt, wendiger und jünger waren als ihre betagten und meistens deutlich weniger adrett gekleidet und frisierten Männer. Da haben vielleicht die Frauen den Anstoß zu der Reise gegeben. Wer weiß…?

Wir haben bei unserer Tafelberg Tour Wetterglück gehabt und es hat uns beide total geflasht… wir sind mit unserem Roll on Roll off Bus-Ticket zur Talstation gefahren (allerschönsten nage mussten wir wie schon einmal wegen eines defekten Busses in den Folgebus umsteigen) und waren gegen viertel vor Elf an der Talstation der Gondel. Nach nur ca 15 Minuten Wartezeit ( es wurde gruppenweise abgefertigt und war wirklich gut organisiert). Es gibt zwei runde Gondeln (jeweils ca 65 Leute pro Fahrt), alle 10 Minuten fahren sie wechselseitig rauf und runter. Während der rasanten Fahrt dreht sich der Boden der Gondel einmal um 360 Grad, so hat jeder mal eine Rundumsicht durchlaufen… das macht Spaß und funktioniert sehr gut. Oben auf dem Tafelberg ist es wirklich spektakulär, es gibt viele Aussichtspunkte und man kann einen 15, 30 oder 45 minütligen Rundweg gehen. Obwohl das Wetter wolkenlos, nicht zu heiß und es Sonntag war es oben nicht zuuuu voll! Allerdings war die Sicht nicht super perfekt, es war leicht diesig, das hat uns aber nicht gestört. Man kann so herumspazieren, dass man zu allen Seiten Aussicht hat, Richtung Meer, Robben Island, Kapstadt mit Hafen und Hinterland , Kap der Guten Hoffnung. Grandios!!!!!

Nach der auch wieder sehr schönen Gondelfahrt Richtung Tal stand auch schon der Hop on hopp off Busbereit insoweit hatten eine schöne Fahrt entlang der Küste (Camps Bay, Clifton Beach) nach Sea Point. Am Sonntag ist es auf den Straßen etwas ( nur etwas!) ruhiger als in der Wiche. Andreas ist mit dem Auto zur nahegelegenen BP Tankstelle gefahren und hat einmal voll getränkt und es ein waschen lassen. Das erwies sich wohl als schwierig, da er jeden Handgriff beaufsichtigen musste, sonst wäre es maximal eine Teilwäsche geworden…. Die Tankwärter wollten lieber ein Trinkgeld als eine Bezahlung für Autowäsche…. Zum Diner waren wir wieder im Mojo Market und haben uns gegrillten Fisch und Reis bzw. Salat bestellt. Der Abend war dann sehr viel entspannter, es war nicht so laut und weniger warm und wir haben uns auf die Dachterrasse gesetzt…. Auch die Nacht war nicht mehr so laut (die Ohrenstöpsel haben ausgerecht) und der Essengeruch erträglicher…. Sonntagabend war doch etwas weniger los als gestern (Samstagabend).

Mo 25.02.2025

Zum Frühstück haben wir uns heute doch wieder ins Kauai gesetzt, es ist vom Angebot und der Auswahl doch umfassender als die umliegenden Alternativen und nicht so voll…. Irgendwie gefällt es uns beiden und die Speisen und Getränke sind frisch zubereitet. Wir durften das Auto heute noch am Hotel stehen lassen und sind dann mit dem Hop on Hop Off Bus zur Waterfront gefahren. Da wir die Robben Island Tour erst um 13:00 Uhr hatten, sind wir vorher noch einmal entspannt die Canal Tour mit einem kleinen roten Bötchen geschippert.

Zur Robben Island fahren etwas größere Katamarane (ca 140 Passagiere) . Die Schiffe fahren mit vollem Karacho und stoßen eine ziemlich stinkende und schwarze Motorwolke aus….da ist von umweltschonender Technologie noch nicht viel zu spüren…Toll war: es wurde ein Wal gesichtet und der Kapitän hat eine Extrarunde gedreht, damit alle den Wal sehen konnten- obwohl wir erst mit einer 3/4 Stunde Verspätung vom Festland gestartet waren (wir mussten recht lange in einer Menschenschlange stehen, zum Glück indoor und klimatisiert). Die Überfahrt dauert ca 1/2 Stunde. Auf der Insel wurden wir schnurstracks zu Bussen mit jeweils einem Tourguide geleitet und hatten ein Rundfahrt mit Infos über die Insel (Seefahrerstützpunkt, Lager für Lepra- und psychisch Kranke und dann bis 1991 Hochsicherheitsgefängnis für schwarze männliche politische Gefangene und Kriminelle). Die Insel liegt ca 11 km vor Kapstadt, das Meerwasser ist um 10 Grad kalt und es herrschen starke wechselnde Strömungen, da haben nur sehr wenige die Flucht geschafft). Unsere Guide hat etwas zu Mandela und Biografien einiger anderer politischer Inhaftierter erzählt. Dann wurden wir im Gefangenentrakt von einem ehemaligen politische Häftling herumgeführt und er hat von den Bedingungen der Stadt hantierten erzählt (alle Gebäude und Räume waren trostlos kahl, es waren wenige Ausstattungsstücke zu sehen, wie Blech-Essgeschirr und dünne Kokosmatten, auf denen die Inhaftierten geschlafen haben… Frieren und Hungern gehörten zum Konzept. Alle Wärter waren Weiße! Die Bauten haben mich sehr an unsere Konzentrationslager aus dem 2.Weltkrieg erinnert. Viele Maueren, Wachtürme , Stacheldraht, wenig kleine Fenster mit sehr dicken Gitterstäben. Tagsüber mussten die Gefangenen in einem Kalksteinbruch arbeiten.

Zwischendurch brauchte ich etwas Geduld: wir saßen fast eine Stunde auf Holzbänken in einem Gemeinschaftsraum während der Zourguide aus dem Leben der Gefangenen bzw. Seiner Zeit als Gefangener erzählt hat. Ich fand sein Englisch schwer zu verstehen….unser Boot ist dann wieder mit Verspätung Richtung Festland gefahren und es war heftiger Wellengang bei starken ablandigem Wind… da sind etliche Fahrgäste ganz schön nass geworden…. Auf der Rückfahrt haben wir dann noch einmal 2Wale ( echt riesig und beeindruckend) gesehen. Es ist mir allerdings nicht klar, weshalb die Wale zur Zeit hier sind, eigentlich werden sie erst ab Juni erwartet…Wir waren erst kurz nach 17:00 an unserer Bushaltestelle und haben dann den vorletzten Bus Richtung Sea Point erreicht… viel später hätten wir nicht kommen dürfen…zum Dinner gab es ein letztes Mal gegrillten Fisch und diesmal leckeren heißen Chips… so heiß, dass ich mir die Zunge verbrannt hab…dann haben wir das Auto ausgelöst und sind zu unserem letzte Nachtquartier, der Road Lodge am Airport gefahren… die haben einen abgetrennten Parkplatz, es ist direkt am Flughafen und wir bekommen ein akzeptables Frühstück, unser Zimmer war sauber und alles hat super geklappt.

25.02.2025

Wir haben in Ruhe die Taschen für die Flugreise sortiert und neu gepackt… in Deutschland ist Winter…dann entspannt gefrühstückt und sind zum Mietauto-Return von Europcar gefahren… wir hatten beide ein bisschen Bedenken wegen des verbogenen Tankdeckels, aber die Abnahme war sehr locker und ging schnell. Wir hatten ja eine EMail wegen des Defektes geschrieben, aber es wurde gar nicht darauf eingegangen… vielleicht weil wir eh eine komplette Vollkaskodeckung abgeschlossen hatten. Wir haben bei Budget und anderen Autovermietern sehr intensive Rückgabe-Kontrollen beobachtet und waren froh, dass es für uns so großzügig gehandhabt wurde. Die Dame bei der Rückgabe hat auch lächelnd zur Kenntnis genommen, dass wir „versucht“ hatten, das Auto zu waschen. Die Schutzmatten, die wir für die beiden vorderen Fußräume besorgt hatten, haben wir im Auto gelassen… zum Glück hatte Andreas auch daran gedacht, das Navi wieder einzupacken. Eingecheckt hatte Andreas und gestern schon online und die Gepäckaufgabe und Sicherheitskontrolle gingen viel geregelter und flotter als erwartet.

26.02.2015

Wir sind gut gelaunt und ziemlich groggy nach unseren Zwischenstops in Johannesburg und Frankfurt angekommen. Wir waren wegen der defekten Tankdeckels bei der Autorückgabe etwas nervös und haben Bürokratie befürchtet…aber es verlief bei Europcar alles super gut organisiert und zügig. Wir hatten schon mehrmals von Deutschland aus über den Vermittler Sunny Cars gebucht, der hat das Auto über Europcar zur Verfügung gestellt, das lief jetzt auch wieder prima.

26.02.2025

Heute ist die EMail mit der Endabrechnung von Sunny Cars gekommen, der Vertag ist mit 0€ Restsumme abgeschlossen. Wir hatten 457€ für einen Renault Kwid für 19 Tage mit umfangreichem Vollkasko- Schutz, 2 Fahrern, unbegrenzten Kilometern und auch akzeptabler Haftpflichtdeckung bezahlt. Also Übergabe und Endabwicklung waren sehr zügig und problemlos. Die Empfehlung, das Auto schon in Deutschland bestellt zu haben, fühlt sich auch im Nachhinein noch richtig an. Bei möglichen Problemen kann man nach Deutschen Recht agieren… das könnte auch ein gewisser Schutz vor überzogenen Schadensvorwürfen o.a. unvorhergesehenen Ansprüchen sein….es ist schwer einzuschätzen, wie die südafrikanische Justiz und Bürokratie im Fall von Problemen arbeitet….