Hurtigroute, südwärts März 2026


under construction 🙁

Norwegen Postschiffroute 05.03 bis 14.03.2026

Donnerstag 05.03.1026

Ein neues Abenteuer beginnt. Am Abend war Treffen bei Christoph in Berlin. Stephan kommt aus Bochum angereist. Andreas und ich fahren im Slow Motion Modus mit dem Deutschlandticket über Lübeck und Bad Kleinen nach Berlin…die Schwerin-Strecke ist wegen Baumaßnahmen gesperrt. Christoph hatte eine Reservierung für uns in einem sehr urigen italienischen Restaurant gemacht: Alimentari Altavilla. So hatte die Reise für uns Vier mit sehr leckerer Pasta in verschiedenen Variationen begonnen. Die Fahrt vom Fehrbelliner Platz zu unserem B&B Hotel am Flughafen war ziemlich kompliziert und hat 1 1/2 Stunden gedauert… Abends fahren die Busse nur noch stündlich und auch die S-U-Bahn Frequenz wird geringer. Wir haben dann kurz vor Mitternacht problemlos am einchecken können…. Alles automatisch, man bekommt eine Zimmernummer und einen Code für die Zimmertür.

Freitag 06.03.2027

Auf nach Kirkenes.

Da wir in Flughafennähe übernachtet haben, waren es morgens nur 2 Bus-Stationen zum Terminal. Wir sind kurz nach 7:00 Uhr losgezogen und haben nach dem Aufgeben das Gepäcks bei einem Bäcker gefrühstückt (endlich Kaffee) und hatten dann ausreichend Zeit für Sicherheitsscheck, langsames Flanieren zum Gate u.a. Wir hatten Norwegian Flüge mit Zwischenstops in Oslo und Tromsoe. Die ersten beiden Maschinen waren jeweils eine Boing 737, die letzte Etappe nach Kirkenes war eine 41 sitzige Dash 8 von Widerøe (die Gesellschaft gehört inzwischen zu Norwegian). Alle drei Flugzeuge waren fast vollbesetzt, das hatte ich um diese Jahreszeit nicht erwartet. Der Wind war heftig und wir hatten einige Turbulenzen. Schließlich sind wir gegen 18:30 Uhr (nur 15 Minuten Verspätung) in Kirkenes gelandet…K ist die Bezirkshauptstadt von Finnmark. Ein langer Reisetag…. die Rückreise wird etwas kürzer sein, da wir mit der Bahn von Bergen nach Oslo fahren und dann nach einer Übernachtung direkt von Oslo nach Berlin heimfliegen.

Ursprünglich wollten wir mit einem Bus vom Flughafen, der ca 12 Km außerhalb des Ortes liegt, zum Thon Hotel fahren. Andreas hat aber zum Glück gesehen, dass es sich nicht lohnt (fast eine Stunde) zu warten, da der geplante Bus ausfällt und ob der dann folgende nach 2 Stunden kommt, war ungewiss…. Wir waren inzwischen die letzten Reisenden am Flughafen, abgesehen von einem Ehepaar, deren Koffer nicht angekommen waren (dafür standen auf dem Laufband noch 2 Koffer mit Reiseziel Tromsoe). Andreas hat dann den letzten gerade startenden Taxifahrer angesprochen und 10 Min später war für uns ein Taxi da. Für 600 NOK sind wir gut zum Hotel gekommen. Es war nur wenige Grad unter Null, wenig Wind und leicht bewölkt. Ab ca 17:30 wird es nach einer längeren Dämmerungsphase dunkel. Das Thon Hotel ist ein ziemlich hässliches mehrstöckiges kastenartiges Gebäude, das innen durchaus etwas Charme hat. Vor dem Abendessen sind wir ziemlich allein durch den Ort geschlendert. Es gibt eine kleine Werft, einige Geschäfte für Lebemsmittel, Sportaisrüstung, Wohn- und Haushaltsbedarf sowie Restaurants. Zum Diner sind wir in die Aurora Ristobar eingekehrt! Dort war noch geöffnet. Das Essen hat gut abgeschmeckt und war frisch zubereitet: Fish and Ships und Burger mit Potatowedges. Unser Zimmer war sauber und gut.

Samstag 07.03.2026

Wir hatten ein grandioses Frühstück mit allen möglichen frischen und hochwertigen Frühstückszutaten in einem Speisesaal direkt am Fjord. Um 8:30 Uhr sind wir eine knappe halbe Stunde ( 500m Luftlinie) zum Schiffsanleger durch den Schnee

gewandert und haben die Ankunft der Havila Capella gesehen. Das war sehr beeindruckend. Ich hatte sofort gute Stimmung.

Wir sind direkt vor dem Schiff auf den bevorstehenden Ausflug (Hundeschlittentour) angesprochen und einer Gruppe mit supernetter Guide-Frau zugeordnet worden. Es standen Busse bereit, in die wir auch unser Gepäck verstaut haben. Aus Zeitgründen sollten wir erst nach der Exkursion auf dem Schiff einchecken … alles total unkompliziert und gut organisiert.

Unsere gebuchte Huskytour war toll, es war eine kurzweiligeKombination aus Besuch einer Huskyfarm, einer Schlittentour, Teepause in einer geheizten Holzhütte mit Feuerstelle und Nesichtigung eines 7Jajre alten Schneehotels. Auf der Huskyfarm werden 160 Schlittenhunden mit einigen Welpen gehalten. Für die Hundeschlittenfahrt saßen jeweils 2 Leute auf dem Schlitten und ein Schlittenführer stand hinter den Fahrgästen und hat gelenkt und Kommandos gegeben. Die Fahrt war eine ca 20 minütige Runde. Wir haben Decken bekommen und auf Fellen gesessen. Zum Glück war es nicht so kalt, es hätte auch noch die Möglichkeit gegeben einen Oberall, gefütterte Stiefel und Wasserabweidende Fausthandschuhe auszuleihen….wir hatten Glück, dass es mit +2 Grad nicht sehr kalt war. Unser Schlittenführer hat erzählt, dass sie im Januar bis -35 Grad hatten…. Die Besichtigung des Schneehotels war interessant: mehrere Zimmer mit beleuchteten Eisskulpturen und Betten aus Eisblöcken, auf denen normale Matratzen und Rentierfelle lagen. Es sind immer -4 Grad. Es werden zur Nacht dicke Schlafsäcke ausgegeben. Das alles hat bei mir keine Lust auf eine Übernachtung dort geweckt….

Gegen 12:00 Uhr waren wir wieder am Schiff und konnten zügig einchecken. Am Eingang zum Restaurant haben wir nach einem Tisch für die Mahlzeiten gefragt und mögliche Tischzeiten genannt bekommen. Das Frühstück ist aktuell frei wählbar von 7-9:30 Uhr. Lunch haben wir für 13:30 und Dinner für 20:00 gewählt, in früheren Gruppen konnte sie uns keine „schönen“ Tisch mehr anbieten…. Die Service-Dame hat es so von sich aus gesagt und vorgeschlagen…. Wir können die Zeiten aber ändern, wenn wir möchten.

Unser erster Lunch war sehr gut. Man wählt aus einer Tageskarte (in Norwegisch, Englisch und deutsch) zwei Tapasgerichte aus einer Auswahl an Suppen, Salat, Fleisch- und Fischgerichten und wenn man mag , kann man ein Dessert oder ein weiteres Gericht ordern.

Um 12:30 hat die Havila Capella pünktlich abgelegt. Es ging durch den sehr breiten und langen Varanger Fjord nach Norden. Es war windig, bedeckt und zeitweilig gab es Schneefall. Wegen des schlechten Wetters wurde die ersten geplante Häfen Vardø und Båtsfjord nicht angelaufen.

Den Nachmittag haben wir mit Schifferkunden, auspacken und Ruhepausen in diversen Lounge- Bereichen verbracht.

Der Seegang auf der BarentsSee war recht bewegt und wir hatten zunehmend stürmisches Wetter. An Deck war es sehr stürmisch und so haben wir draußen nur eine kurze Auszeit genommen… Ab ca 18:00 Uhr ist es dann recht dunkel, man sieht der Küste entlang sehr vereinzelt Lichter von kleinen Siedlungen. Wegen der schlechten Wetterlage (Sturm und Schneefall) wurde unser Schneemobil-Ausflug in die Polarnacht abgesagt! So können wir nachts zwar schlafen, aber die doch sehr interessante Attraktion können wir leider nicht erleben…

Sonntag 08.03.2026

Der Seegang ist wieder etwas ruhige und im Laufe des Vormittags ist mehrfach die Sonne durchgekommen. Das Frühstück gibt es als Buffet, man kann zusätzlich ein warmes Gericht auswählen.

Mittags war Landgang im Hammerfest. Der Ort wurde 1944 am Ende des 2.Weltkrieges von den Deutschen komplett niedergebrannt. Die Norweger haben ihre Stadt dann neu aufgebaut, deshalb gibt es bis auf die Grabkapelle keine alten Gebäude. Wir hatten 1 1/2 Stunden Aufenthalt und konnten einen Rundgang machen! Hammerfest ist die nördlichste Stadt mit 10000 Einwohner und hat ein neues Krankenhaus für den Westteil des Nordens, in Kirkenes gibt es ein neues Krankenhaus für den östlichen Teil Nordnorwegens. Wir sind durch den Ort zur neuen Kirche (1961) und der kleinen alten Kapelle am Friedhof gegangen. Erst bei herrlichem Sonnenschein, dann hat es urplötzlich einen Regenschauer gegeben und nach 20 Minuten gab es wieder Sonnenschein. Dann wollten wir noch zu einem Aussichtspunkt auf dem „Zick-Zack-Weg“ hoch wandern, mussten aber wegen viel Schnee auf dem steilen Hang umkehren. Immerhin hatten wir auch auf halber Höhe einen tollen Ausblick über Hammerfest, auf unser Schiff und die neue Kirche. Dann ging es gemütlich zurück und wieder aufs Schiff. Die weiteren Hafenanfahrten waren nur kurze Aufenthalte (Øxfjord, Skjervøy) ohne Landgang. Es kommen einzelne Fahrgäste an Bord oder verlassen das Schiff, manchmal gibt es auch Stückgut, das an Bord oder von Bord gebracht wird.

Kurz vor Mitternacht haben wir Tromsoe erreicht. Der Hafen hat einen Terminal, durch man für den Landgang geht. Wir haben zwar nicht das Konzert in der hölzernen Kathedrale (der Dom liegt nur 5 Min vom Hafen entfernt) gebucht, aber wollten trotz der späten Zeit einen kleinen Stadtrundgang machen. Christoph ist erkältet und deshalb schon früher schlafen gegangen. Die Innenstadt und der Dom von Tromsoe sind sehr bekannt. Der Dom ist eine Holzkirche von 1861. Der Stadtkern auf der Insel ist eine Mischung aus modernen Bauten und vielen erhaltenen Holzhäusern. Es erscheint alles sehr gepflegt und war zumindest nachts ein sehr angenehmer und gut gestalteter Stadtbereich, direkt an einem kleinen Fischerhafen mit Fischer-Kneipen- und Saunabooten. Tromsoe hat 14000 Einwohner und ist Universitätsstadt. Es gibt ein neueres Universitätsklinikum für ganz Nordnorwegen und Spitzbergen. Die berühmte Tromsoebrücke ist 1 km lang und verbindet die Tromsoe-Insel (Stadtkern) mit dem Festland, von der Brücke aus schaut man Richtung Festland direkt auf die bekannte und illuminierte Eismeer-Kathedrale mit ihren weißen Dreiecksformen. Die Stadt wächst hauptsächlich auf der Festlandseite um den Charakter der Insel (Natur und Stadtareale) zu erhalten. Das Schiff hat 1:30 Uhr abgelegt, wir hatten einen langen sehr gelungenen Tag

Montag 10.03.2026

Wir haben heute etwas länger geruht und sind erst gegen halb neun frühstücken gegangen. Es gab wieder ein Gericht zum Auswählen, aber die Auswahl hat zu gestern variiert und wieder ein sehr gutes Buffet. Heute waren wir im Bereich der Lofoten und hatten für den Tag keine Exkursion gebucht. Der Vormittag war wolkenverhangen mit einem Gemisch aus Regen und Schnee… also für die nördliche Region recht warm, trotzdem hat das Schippern entlang der Küste Spaß gemacht. Am Vormittag gab es drei kurze Stops (15-30Min), für die kein Landgang vorgesehen war.

Srokmarknes mit Küstenrouten-Museum, die Finnmark von 1956 ist ausgestellt. Bevor es wieder losgeht kommt ein historisches Küstenrutenschiff auf Jubiläums Fahrt vorbei (75 Jahre alt).

Lofoten

Svolvær

In Sandnessjöen wurde die Gangway repariert. Dadurch längerer Aufenthalt und hoffentlich am Abend genug Zeit für unseren Ausflug haben.