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Norwegen Postschiffroute 05.03 bis 14.03.2026

Donnerstag 05.03.1026
Ein neues Abenteuer beginnt. Am Abend war Treffen bei Christoph in Berlin. Stephan kommt aus Bochum angereist. Andreas und ich fahren im Slow Motion Modus mit dem Deutschlandticket über Lübeck und Bad Kleinen nach Berlin…die Schwerin-Strecke ist wegen Baumaßnahmen gesperrt. Christoph hatte eine Reservierung für uns in einem sehr urigen italienischen Restaurant gemacht: Alimentari Altavilla. So hatte die Reise für uns Vier mit sehr leckerer Pasta in verschiedenen Variationen begonnen. Die Fahrt vom Fehrbelliner Platz zu unserem B&B Hotel am Flughafen war ziemlich kompliziert und hat 1 1/2 Stunden gedauert… Abends fahren die Busse nur noch stündlich und auch die S-U-Bahn Frequenz wird geringer. Wir haben dann kurz vor Mitternacht problemlos am einchecken können…. Alles automatisch, man bekommt eine Zimmernummer und einen Code für die Zimmertür.
Freitag 06.03.2027
Auf nach Kirkenes.
Da wir in Flughafennähe übernachtet haben, waren es morgens nur 2 Bus-Stationen zum Terminal. Wir sind kurz nach 7:00 Uhr losgezogen und haben nach dem Aufgeben das Gepäcks bei einem Bäcker gefrühstückt (endlich Kaffee) und hatten dann ausreichend Zeit für Sicherheitsscheck, langsames Flanieren zum Gate u.a. Wir hatten Norwegian Flüge mit Zwischenstops in Oslo und Tromsoe. Die ersten beiden Maschinen waren jeweils eine Boing 737, die letzte Etappe nach Kirkenes war eine 41 sitzige Dash 8 von Widerøe (die Gesellschaft gehört inzwischen zu Norwegian). Alle drei Flugzeuge waren fast vollbesetzt, das hatte ich um diese Jahreszeit nicht erwartet. Der Wind war heftig und wir hatten einige Turbulenzen. Schließlich sind wir gegen 18:30 Uhr (nur 15 Minuten Verspätung) in Kirkenes gelandet…K ist die Bezirkshauptstadt von Finnmark. Ein langer Reisetag…. die Rückreise wird etwas kürzer sein, da wir mit der Bahn von Bergen nach Oslo fahren und dann nach einer Übernachtung direkt von Oslo nach Berlin heimfliegen.


Ursprünglich wollten wir mit einem Bus vom Flughafen, der ca 12 Km außerhalb des Ortes liegt, zum Thon Hotel fahren. Andreas hat aber zum Glück gesehen, dass es sich nicht lohnt (fast eine Stunde) zu warten, da der geplante Bus ausfällt und ob der dann folgende nach 2 Stunden kommt, war ungewiss…. Wir waren inzwischen die letzten Reisenden am Flughafen, abgesehen von einem Ehepaar, deren Koffer nicht angekommen waren (dafür standen auf dem Laufband noch 2 Koffer mit Reiseziel Tromsoe). Andreas hat dann den letzten gerade startenden Taxifahrer angesprochen und 10 Min später war für uns ein Taxi da. Für 600 NOK sind wir gut zum Hotel gekommen. Es war nur wenige Grad unter Null, wenig Wind und leicht bewölkt. Ab ca 17:30 wird es nach einer längeren Dämmerungsphase dunkel. Das Thon Hotel ist ein ziemlich hässliches mehrstöckiges kastenartiges Gebäude, das innen durchaus etwas Charme hat. Vor dem Abendessen sind wir ziemlich allein durch den Ort geschlendert. Es gibt eine kleine Werft, einige Geschäfte für Lebemsmittel, Sportaisrüstung, Wohn- und Haushaltsbedarf sowie Restaurants. Zum Diner sind wir in die Aurora Ristobar eingekehrt! Dort war noch geöffnet. Das Essen hat gut abgeschmeckt und war frisch zubereitet: Fish and Ships und Burger mit Potatowedges. Unser Zimmer war sauber und gut.
Samstag 07.03.2026
Wir hatten ein grandioses Frühstück mit allen möglichen frischen und hochwertigen Frühstückszutaten in einem Speisesaal direkt am Fjord. Um 8:30 Uhr sind wir eine knappe halbe Stunde ( 500m Luftlinie) zum Schiffsanleger durch den Schnee
gewandert und haben die Ankunft der Havila Capella gesehen. Das war sehr beeindruckend. Ich hatte sofort gute Stimmung.

Wir sind direkt vor dem Schiff auf den bevorstehenden Ausflug (Hundeschlittentour) angesprochen und einer Gruppe mit supernetter Guide-Frau zugeordnet worden. Es standen Busse bereit, in die wir auch unser Gepäck verstaut haben. Aus Zeitgründen sollten wir erst nach der Exkursion auf dem Schiff einchecken … alles total unkompliziert und gut organisiert.
Unsere gebuchte Huskytour war toll, es war eine kurzweiligeKombination aus Besuch einer Huskyfarm, einer Schlittentour, Teepause in einer geheizten Holzhütte mit Feuerstelle und Nesichtigung eines 7Jajre alten Schneehotels. Auf der Huskyfarm werden 160 Schlittenhunden mit einigen Welpen gehalten. Für die Hundeschlittenfahrt saßen jeweils 2 Leute auf dem Schlitten und ein Schlittenführer stand hinter den Fahrgästen und hat gelenkt und Kommandos gegeben. Die Fahrt war eine ca 20 minütige Runde. Wir haben Decken bekommen und auf Fellen gesessen. Zum Glück war es nicht so kalt, es hätte auch noch die Möglichkeit gegeben einen Oberall, gefütterte Stiefel und Wasserabweidende Fausthandschuhe auszuleihen….wir hatten Glück, dass es mit +2 Grad nicht sehr kalt war. Unser Schlittenführer hat erzählt, dass sie im Januar bis -35 Grad hatten…. Die Besichtigung des Schneehotels war interessant: mehrere Zimmer mit beleuchteten Eisskulpturen und Betten aus Eisblöcken, auf denen normale Matratzen und Rentierfelle lagen. Es sind immer -4 Grad. Es werden zur Nacht dicke Schlafsäcke ausgegeben. Das alles hat bei mir keine Lust auf eine Übernachtung dort geweckt….
Gegen 12:00 Uhr waren wir wieder am Schiff und konnten zügig einchecken. Am Eingang zum Restaurant haben wir nach einem Tisch für die Mahlzeiten gefragt und mögliche Tischzeiten genannt bekommen. Das Frühstück ist aktuell frei wählbar von 7-9:30 Uhr. Lunch haben wir für 13:30 und Dinner für 20:00 gewählt, in früheren Gruppen konnte sie uns keine „schönen“ Tisch mehr anbieten…. Die Service-Dame hat es so von sich aus gesagt und vorgeschlagen…. Wir können die Zeiten aber ändern, wenn wir möchten.
Unser erster Lunch war sehr gut. Man wählt aus einer Tageskarte (in Norwegisch, Englisch und deutsch) zwei Tapasgerichte aus einer Auswahl an Suppen, Salat, Fleisch- und Fischgerichten und wenn man mag , kann man ein Dessert oder ein weiteres Gericht ordern.
Um 12:30 hat die Havila Capella pünktlich abgelegt. Es ging durch den sehr breiten und langen Varanger Fjord nach Norden. Es war windig, bedeckt und zeitweilig gab es Schneefall. Wegen des schlechten Wetters wurde die ersten geplante Häfen Vardø und Båtsfjord nicht angelaufen.
Den Nachmittag haben wir mit Schifferkunden, auspacken und Ruhepausen in diversen Lounge- Bereichen verbracht.
Der Seegang auf der BarentsSee war recht bewegt und wir hatten zunehmend stürmisches Wetter. An Deck war es sehr stürmisch und so haben wir draußen nur eine kurze Auszeit genommen… Ab ca 18:00 Uhr ist es dann recht dunkel, man sieht der Küste entlang sehr vereinzelt Lichter von kleinen Siedlungen. Wegen der schlechten Wetterlage (Sturm und Schneefall) wurde unser Schneemobil-Ausflug in die Polarnacht abgesagt! So können wir nachts zwar schlafen, aber die doch sehr interessante Attraktion können wir leider nicht erleben…
Sonntag 08.03.2026
Der Seegang ist wieder etwas ruhige und im Laufe des Vormittags ist mehrfach die Sonne durchgekommen. Das Frühstück gibt es als Buffet, man kann zusätzlich ein warmes Gericht auswählen.
Mittags war Landgang im Hammerfest. Der Ort wurde 1944 am Ende des 2.Weltkrieges von den Deutschen komplett niedergebrannt. Die Norweger haben ihre Stadt dann neu aufgebaut, deshalb gibt es bis auf die Grabkapelle keine alten Gebäude. Wir hatten 1 1/2 Stunden Aufenthalt und konnten einen Rundgang machen! Hammerfest ist die nördlichste Stadt mit 10000 Einwohner und hat ein neues Krankenhaus für den Westteil des Nordens, in Kirkenes gibt es ein neues Krankenhaus für den östlichen Teil Nordnorwegens. Wir sind durch den Ort zur neuen Kirche (1961) und der kleinen alten Kapelle am Friedhof gegangen. Erst bei herrlichem Sonnenschein, dann hat es urplötzlich einen Regenschauer gegeben und nach 20 Minuten gab es wieder Sonnenschein. Dann wollten wir noch zu einem Aussichtspunkt auf dem „Zick-Zack-Weg“ hoch wandern, mussten aber wegen viel Schnee auf dem steilen Hang umkehren. Immerhin hatten wir auch auf halber Höhe einen tollen Ausblick über Hammerfest, auf unser Schiff und die neue Kirche. Dann ging es gemütlich zurück und wieder aufs Schiff. Die weiteren Hafenanfahrten waren nur kurze Aufenthalte (Øxfjord, Skjervøy) ohne Landgang. Es kommen einzelne Fahrgäste an Bord oder verlassen das Schiff, manchmal gibt es auch Stückgut, das an Bord oder von Bord gebracht wird.



Kurz vor Mitternacht haben wir Tromsoe erreicht. Der Hafen hat einen Terminal, durch man für den Landgang geht. Wir haben zwar nicht das Konzert in der hölzernen Kathedrale (der Dom liegt nur 5 Min vom Hafen entfernt) gebucht, aber wollten trotz der späten Zeit einen kleinen Stadtrundgang machen. Christoph ist erkältet und deshalb schon früher schlafen gegangen. Die Innenstadt und der Dom von Tromsoe sind sehr bekannt. Der Dom ist eine Holzkirche von 1861. Der Stadtkern auf der Insel ist eine Mischung aus modernen Bauten und vielen erhaltenen Holzhäusern. Es erscheint alles sehr gepflegt und war zumindest nachts ein sehr angenehmer und gut gestalteter Stadtbereich, direkt an einem kleinen Fischerhafen mit Fischer-Kneipen- und Saunabooten. Tromsoe hat 14000 Einwohner und ist Universitätsstadt. Es gibt ein neueres Universitätsklinikum für ganz Nordnorwegen und Spitzbergen. Die berühmte Tromsoebrücke ist 1 km lang und verbindet die Tromsoe-Insel (Stadtkern) mit dem Festland, von der Brücke aus schaut man Richtung Festland direkt auf die bekannte und illuminierte Eismeer-Kathedrale mit ihren weißen Dreiecksformen. Die Stadt wächst hauptsächlich auf der Festlandseite um den Charakter der Insel (Natur und Stadtareale) zu erhalten. Das Schiff hat 1:30 Uhr abgelegt, wir hatten einen langen sehr gelungenen Tag
Montag 10.03.2026
Nach der kurzen Nacht sind wir um 8:30 zum Frühstück gegangen (Frühstückszeit von 7:00-9:30 Uhr). Es gab wieder ein Gericht zum Auswählen (eine etwas andere Auswahl als gestern)
und ein sehr gutes Buffet. Die Fahrt ging heute durch die Lofoten. Es gab keinen längeren Stop und wir hatten für den Tag keine Exkursion gebucht. Der Vormittag war wolkenverhangen mit einem Gemisch aus Regen und Schnee… also für die nördliche Region recht warm (2-4 Grad, wenig Wind), trotzdem hat das Schippern entlang der Küste Spaß gemacht. Am Vormittag gab es drei kurze Stops (15-30 Min) ohne Landgang-Möglichkeit, in Sortland (am späten Vormittag) haben wir wegen des schlechten Wetters die dreiviertel Stunde Liegezeit auf dem Schiff verbracht. Sortland hat 5000 Einwohner, ist mit einer ca. 1 km langen Brücke mit dem Festland verbunden (wir sind drunter durchgefahren) und es ist Hauptsitz der Nordnorwegischen Küstenwache.
Am Mittag hatten wir einen einstündigen Halt in Stokmarknes. Dort gibt es direkt neben dem Anlegeplatz ein Hurtigrouten-Museum, in dem die „Finnmarken“, ein Postroutenschiff der Hurtigrouten- Reederei von 1956 (gebaut von Blohm und Voss) ausgestellt ist. Das Schiff wurde an Land gebracht, restauriert und mit einem modernen Metall-Glas Gebäude umbaut. Wir sind eine halbe Stunde bei strömenden Regen durch den Ort gewandert. Es gibt einige alte Holzhäuser, ein paar Geschäfte und am Hafen einige unspektakuläre Neubauten. Ein kurzer feuchter Landgang. Am Abend war es trockener und wir hatten in Svolvær, der Hauptstadt der Lofoten Gelegenheit für einen abendlichen Rundgang. Die Stadt ist sehr weitläufig und typisch für Versorgungszentrum mit Supermärkten, Autowerkstätten, Handwerksbetrieben, Hotels, kleinem Flugplatz und Fährhafen. Die Steinkirche war abends beleuchtet und sie steht auf einem kleinen Hügel. Die Hafenanlage ist neu modern gestaltet mit Appartement-Häusern, Hotels und restaurierten Fischerhütten, die als Gästeunterkünfte hergerichtet sind. Abends gab es wieder ein vorzügliches Diner: man wählt aus wechselnden Gerichten eine Vor- und Hauptspeise und ein Dessert aus. Wasser gibt es zu jeder Mahlzeit gratis, andere Getränke kann man aus einer Karte wählen. Es wird dann die Zimmerkarte eingelesen und man zahlt bei Abreise alles zusammen mit der Kreditkarte. Wir bleiben mittags beim Wasser und bestellen uns abends ein Getränk, gern ein alkoholfreies (65 NOK) oder einen Softdrink (58 NOK)
Dienstag 10.03.2026
Christoph war 2 Tage heftig erkältet, ab heute wird es wieder besser. Wir haben trotz heftigen Seegang alle vier zumindest mittelgut gut geschlafen. Ich bin in morgens am Hafen von Ørnes wach geworden, kurz nach sechs bei einsetzender Dämmerung. Am Vormittag haben wir den Polarkreis passiert und hatten dann mittags in Sandnessjøen wegen einer Reparatur an der Gangway einen längeren Aufenthalt als geplant. Ein Landausflug war leider nicht möglich. Wir sind dann mit 1 3/4 Stunden Verspätung wieder gestartet. Die wunderschöne Bergkette der 7 Schwestern bei Sandnessjøen war wolkenverhangen und es hat tagsüber anhaltend geregnet. Wir konnten die Verspätung bis zum nächsten Hafen Brønnøysund leider nicht aufholen, so dass unsere Wanderung zum Torghatten (Berg mit Loch) abgesagt wurde. Von 15:50 bis 17:40 Uhr in Brønnøysund hatten wir immerhin Zeit für einen Spaziergang im Regen und es war noch einigermaßen hell. Das Dinner war wieder phantastisch! Fusch, Fleisch, Vegan… für jeden stand etwas Leckeres zur Wahl, bei Fisch, Fleisch und Gempse ist meistens die Herkunftsregion angegeben. Das Essen ist stets total liebevoll mit frischen Kräutern angerichtet.
Mittwoch 11.03.2026
Der Tag hat schon um 6:30 Uhr bei strahlendem Sonnenschein im Hafen von Trondheim begonnen. Um 7:00 Uhr sind wir von Bord und fast 2 Stunden durch die wunderschöne Stadt bei aufgehender Sonne spaziert. Der Sonnenschein war herrlich und hat alles in warmes Licht getaucht. Frühstück gab es nach dem Landgang an Bord. Den Vormittag über waren wir viel an Deck. Die Temperatur war mit ca. +4 Grad milde, der Wind nicht so stark und die Sonne schien…. Nach dem Lunch sind Stephan und Christoph in den warmen Whirlpool auf Deck 7 gestiegen und hatten sichtlich Spaß. Sie waren auch in der Sauna. Es gibt hier an Bord eine Frauen- und eine Männer-Sauna. Dann gab es eine Durchsage für ein obligatorisches Meeting, bei dem verkündet wurde, dass die Reise auf dem Schiff wegen einer Sturmwarnung für die kommende Nacht und Morgen nicht in Bergen, sondern bereits in Ålesund beendet sein wird. Wir laufen dort kurz vor Mitternacht ein, werden bis morgen früh an Bord bleiben. Nach einem Frühstück (von 5:30-6:30 Uhr) geht es dann ca. 7:15 Uhr per Bus ca. 7 Stunden nach Bergen, inclusive 3 Fährfahrten und einer Lunch- Pause in einem Hotel (Google Maps gibt als reine Fahrzeit 7 1/4 Stunden an. Ankunft in Bergen soll gegen 16:00 sein, dann wären wir 8 1/2 Stunden unterwegs. Die Gäste werden entweder zum Flughafen, zur Bahnstation oder ihrem Hotel gebracht. Irgendwie schade, weil wir deshalb heute schon packen müssen und gefühlt einen Tag weniger Reise hatten. Andreas, Christoph und ich sind die Landstrecke ja auch schon gefahren. Natürlich ist es eine ziemlich aufwendige Organisation für die Crew und es bleiben alle ruhig und freundlich und betonen, das es schon öfter so gekommen sei und uns eine schöne Strecke erwartet…. Alles wurde positiv dargestellt, das kann ich von Seiten der Veranstalter nachvollziehen….aber ehrlich gesagt, wir hatten eine Schiffsreise gebucht und keine Busfahrt… Entschädigungsansprüche bestehen bei Schlechtwetter-Umplanungen nicht…..
Donnerstag 12.03.1026
Frühstück gab es ab 5:30 Uhr, Andreas und ich haben es immerhin zu um 6:15 geschafft, Stephan und Christoph kamen kurz danach. Ab 7:00 Uhr war bereits eine große Menschenansammlung vor der Gangway. Wir hatten Glück, dass unsere Kabinen in Etage 4 auf der Gangway-Ebene waren, so konnten wir abwarten, bis es sich im Gangway-Bereich entspannt hatte. Schwieriger war es für die Passagiere auf den anderen Decks, die den Fahrstuhl benötigten, alternativ mussten sie die (teils sehr großen) Koffer die steile Treppe hinuntertragen….wir wurden auf die 5 Busse mit den unterschiedlichen Zielen in Bergen verteilt (diverse City Hotels, Flughafen, Flughafen Hotels und ein Bus für eine italienische Reisegruppe). Unser Bus zu den CityHotels war fast voll und der Gepäckraum hat nicht gereicht, so dass wir einige Koffer im Fahrgastraum hatten. Insgesamt war die Busreise (420 km, über 7 Stunden Fahrzeit) lang und eng. Es hat die ganze Zeit heftig geregnet und es war windig. Das schöne Panorama konnte man immerhin erahnen. Während einer Lunchpause in einem Hotel in Førde war ein Lunch in Buffetform organisiert. Es gab lange Warteschlangen und viel Unruhe, da die Passagiere aller 5 Busse gleichzeitig zum Buffet geführt wurden und auch eine hauseigene Göstegruppe Lunchzeit hatte. Die Ankunft in Bergen war nach fast 9 Stunden so spät (17:00 mit dem Bus statt 14:30 mit dem Schiff ), dass es nicht mehr möglich war, die Stadt bei Tageslicht und in Ruhe anzuschauen. Schade.
Das wir auch die berühmte Bahnfahrt von Bergen nach Oslo auf dem Programm haben und das entsprechende Ergänzungspaket wir die gesamte Reise über Dertour gebucht haben, haben wir in Bergen übernachtet. Wie schon das Thon Hotel in Kirkenes , war auch das Thon Hotel Bristol im Bergen gut ausgestattet und zentral gelegen. Wir haben rasch eingecheckt, die Koffer auf die Zimmer gebracht und dann doch noch (bei strömendem Regen) einen kleinen Stadtrundgang in der späten Dämmerung geschafft. Es war wirklich sehr nass. Nachdem erst Christoph eine Erkältung hatte, hat es nun auch Stephan erwischt. Wir sind schließlich zum Essen direkt neben dem Hotel in das Restaurant Egon eingekehrt. Es gab eine Auswahl an Burger, Pasta, Pizza, Bowls…. Vor auf Stephan haben wir uns ein Bier gegönnt (ca 15€ für 0,4l)…. Um 21:00 Uhr waren wir auf den Zimmern, ich hab um 21:30 geschlafen.
Freitag 13.03.2026
Wir mussten wieder früh ausstehen, da unser Zug nach Oslo (Bergenbahn) bereits um 8:08 Uhr anfahren sollte. Zum Bahnhof hatten wir zwar nur 10 Min zu gehen, aber wir wollten natürlich nicht zu knapp sein. Ein sehr gutes Frühstücksbuffet gab es ab 6:30 Uhr. Für mich war es kein Problem, ich war bereits um kurz nach 5:00 Uhr aufgewacht und fühlte mich auch einigermaßen ausgeschlafen, Andreas hatte es heute schwerer.
Wir sind (weiterhin bei Regen) zum Bahnhof gegangen (das war unkompliziert!), dort haben Stephan und Christoph Proviant besorgt und im Zug konnten wir später auch einen Kaffee holen. Wir hatten eine schöne Bahnfahrt mit deutlich mehr Platz als im Bus und Ausblick auf eine tolle abwechslungsreiche Landschaft mit vielen Seen, Flüssen, kleinen Dörfern, Gebirgslandschaften und in Höhenlagen fuhr der Zug durch verschneite Landschaft und einige Skiorte (zB Geilo). 3 1/2 Stunden vor Oslo klarte der Himmel zunehmend auf und es wurde unerwartet sehr schön sonnig! Oslo haben wir gegen 15:00 Uhr erreicht. Da wir wieder ein Hotel in Bahnhofsnähe (Thon Hotel Opera in Oslo) hatten, blieb bis zum Abend ein gutes Zeitfenster, um ein wenig Oslo zu erkunden. Das Thon Hotel Opera hatte mit der Lage direkt neben dem Bahnhof und nahe bei der weltberühmten Oper eine perfekte Lokalisation. Wir haben die Sachen abgelegt und Stephan, der jetzt die Erkältung von Christoph eingefangen hat?‘, hat sich schnell einen Tee gemacht, wollte sich die Oslo-Runde nicht entgehen lassen. Wir sind natürlich zuerst zum Opernbau und auch auf das schräge Dach hochgeladen…. Einfach ein toll gelungenes Gebäude, dann ging es durch die neue angrenzende „Hafencity“ mit modernen hochwertigen Wohnhäusern und in einem Bogen durch das Zentrum bis zum Königspalast und dann wieder Richtung Wasser…. Besonders in Oslo ist uns aufgefallen, wie angenehm leise und wie wenig geruchsbelästigend der Verkehr ist: alle Taxis und Busse und sehr viele PKW fahren elektrisch! Selbst im kalten hohen Norden ist n Kirkenes war unser Taxi elektrisch unterwegs.
Zum Dinner sind wir in eine Restaurant eingekehrt, dass Stephan und Christoph nach kurzer Pausenzernet-Recherche ausgesucht hatten: Elias mat & sånt. Trotz Freitag haben wir noch vor dem größeren Ansturm Platz für uns 4 bekommen. Norwegen ist wirklich teuer zum Essen gehen…. Aber es war vorzüglich und diesmal waren auch 3 Bier (je 166 NOK, ca 15€) dabei. Als Speisen hatten wir: 3 kleine Vorspeisen (Lauch-Kartoffel-Suppe, zwei Heringsalate mit Schwarzbrot und gerolltes Gemüse) und 4 Hauptgerichte (Fischsuppe, gegrillter Camembert mit Geillgempüse, Lammhaxe mit Beilagen). Wir haben 250 € für uns 4 bezahlt. Es war ein schöner Anschluss. Um 21:00 waren wir wieder im Hotel und sind auch bald Schlafen gegangen…
Samstag 14.03.2026
Heute hieß es wieder früh ausstehen. Der Flug nach Berlin ist um 7:50 gestartet. Wir waren zwar eingecheckt, aber das Gepäck musste aufgegeben werden (es gibt am Flughafen Gepäckautomaten, die auch für die Tickets der Norwegian Airlines funktionieren). Die Empfehlung für Oslo lautete, 2 Stunden vor Abflug da zusein. Also sind wir 5:40 Uhr mit dem Zug zum Flughafen gefahren. Die Tickets hatte Andreas im Internet gelöst, die Fahrt dauert 20 Minuten. Vom Hotel waren wir in wenigen Schritten am Bahnhof, das war richtig gut. Der Sicherheitscheck hat etwas gedauert, aber wir waren pünktlich und hatten bis zum Bording eine gute halbe Stunde Zeit. Nach der Landung um 9:25 Uhr sind Andreas und ich mit unserem D-Tcket nach Hamburg, Stephan ist mit dem ICE nach Berlin und Christoph konnte mit S- und U-Bahn heimfahren.