Dienstag 21.07.2026
Bis vor wenigen Tagen stand Skandinavien auf unserer Reiseliste für diesen Sommer. Nach den heißen Tagen im Juni war es aber in Hamburg recht kühl, windig und regnerisch. Wir hatten Lust auf Wärme, Meer und Baden im Mittelmeer. Seit kurzem besitzen wir ein aufblasbares Dachzelt. Es wird wie ein SUP Bord aufgepumpt und im Auto in einer Tasche transportiert…. Wir sind gespannt!
Mit zwei kurzen Ladepausen am Rasthof Dammer Berge und bei Remscheid


und einer Kaffee-Pause mit Sahneschnitte in Wermelskirchenging es bis Gerolstein in der Eifel.

Wir haben kurzfristig 6 Nächte in der Jugendherberge gebucht (6 Nächte im Doppelzimmer mit Bad und Frühstück für 405€, das ist ok).

In Die Wetterprognose ist gut, die Eifel ist ein nicht überlaufenes Wandergebiet und ich kann ein bisschen nostalgisch sein. Mein Vater Fred hatte eine Stelle am Gerolsteiner Krankenhaus und ich bin 1 1/2 Jahre (ich glaube es war 1970/71) auf das Mathias Gymnasium gegangen. Seit dieser Zeit bin ich mit Jutta befreundet. Zwischenzeitlich hatten wir viele Jahre kaum Kontakt, seit ich in Rente bin wieder mehr. Abends saßen wir auf der sonnigen Terrasse eines Kroatischen Restaurants in der Hauptstraße. Natürlich gab es große Fleischportionen (19,50€ für Putensteak mit Pommes und Krautsalat). Den späten Abend konnten wir an der Jugendherberge im Licht der untergehenden Sonne genießen.
Mittwoch 22.07.2026
Vormittags sind wir durch Gerolsteins Zentrum und die verkehrsberuhigte Hauptstraße geschlendert. Es gibt einige lebensgroße Statuen aus Bronze,
mehrere Brunnen,
die Helenenquelle mit ähnlich guten Mineralwerten wie der Gerolsteiner Sprudel (beide enthalten natürliche Kohlensäure!)
ein Rathaus aus den 70er Jahren
und in der irgendwie „abgehängten“ Hauptstraße viel Blumenschmuck, der leider zum großen Teil aus Plastik ist. In der Hauptstraße ist das Leerstand-Problem in teilweise stark sanierungsbedürftigen Gebäuden groß.
Inzwischen sind am Stadtrand etliche große Hallen-Einkaufsstätten (Aldi, Lidl, Eswka, Rewe, Baumarkt, Pflanzenmarkt, Kik und ähnliche Kleidungsmärkte, Banken usw) mit eigenen Parkplatzflächen entstanden, das entzieht der Innenstadt die Attaktivität. Dann ging es über die Bahntrasse und die Kyll den Hang hinauf.
Wir sind an meiner ehemaligen Schule, dem St. Mathias Gymnasium (saniert und modernisiert),
an unserer ehemaligen Wohnung (Im Leutersfeld 1) vorbei gegangen,
links vom Haus die Treppe hinauf und zu Fred‘s ehemaliger Klinik, dem Marienkrankenhaus (jetzt nur noch Psychiatrie und Dialyse-Abteilung).
Ab da wurde es dann eine Wanderung auf dem Gerolsteiner Felsenpfad.
Zuerst ging es hoch zur Munterley mit Aussicht über Gerolstein,
dann weiter zur Bärenlochhöhle,
, vorbei am Gerolsteiner Sprudelwerk,
der Kasselburg (für 13€ Eintritt (Kinder 9€) gibt es Wolf-Fütterungen, Greifvogel-Vorführungen, Wildgehege, Spielplätze, Gastronomie und Picknick-Wiesen)
Und schließlich sind wir zurück nach Gerolstein gewandert und beim Gerolsteiner Kebab-Pizza-Haus eingekehrt. Abends haben wir dann noch einen kurzen Besuch bei Juttas Schwester Bärbel in Pelm gemacht und ich habe 3 Treveris-Sektgläser geschenkt bekommen ( toll, jetzt hab ich 6, das passt gut)
Donnerstag 23.06.2026
Wir haben heute mit unserem Deutschlandticket einen Ausflug nach Bonn unternommen.
In Bonn gibt es einen Globetrotter Outlet, dort haben Andreas und ich leichte Sommerschuhe gefunden und uns jeder auch noch hochwertige Socken gegönnt. Der eigentliche Grund für den Bonnabstecher war ein Besuch bei Jutta. Sie hat sich total gefreut. Wir haben bei Ihr ein bisschen geredet und dann im Zentrum am Marktplatz im Außenbereich eines Café’s weiter geklönt. Mit ihr ist es für mich viel einfacher Erinnerungen aus meiner Gerolsteiner Zeit wieder lebendig werden zu lassen.
Am Samstag kommt sie nach Gerolstein und wir gehen zu viert mit ihr und Bärbel abends essen.
Freitag 24.07.2026
Aus einem Buch mit Beschreibungen zu 22 Wanderrundwegen in der Eifel haben wir uns den ca 14 km langen „Bach-Pfad“ ausgesucht.
Die Wanderung ist ein Rundweg an Bächen entlang, durch Felder, Laub- und Nadelwälder. Ausgangs- und Endpunkt ist der kleine Ort Bleialf. Benannt nach dem Bleibergbau, den es hier mal gab und dem Bach Alf, der durch den Ort fließt.
Abschließend ist ein ca 2 km langer sehr schöner Naturlehrpfad integriert.
Wir sind nur zwei weiteren Wandernden begegnet. Den Nachmittag haben wir im Petit Café in Bleialf bei Apfeltorte (ging so) und Kaffe unterhalb der Kirche genossen.
Auf der Rückfahrt sind wir kurz in Prüm ausgestiegen, haben das Auto geladen und in der Zwischenzeit die Basilika St. Salvador angeschaut. Der ist riesig und sehr aufwändig saniert, hat aber leider einen vollkommen mit Pflastersteinen versiegelten Vorplatz…. Das wirkt fremd und wenig einladend.
Die Basilika (ehemals Benediktiner Abtei) enthält das Grab des Kaisers Lothar den I, einem Enkel von Karl dem Großen und einen Reliquienschrein mit Sandalenpartikeln Jesu Christi (angeblich…), eingenäht in die Schuhe des Papstes Zacharias.
Den Abend haben wir auf einer Bank zwischen Friedhof und Büschkapelle gesessen (einer kleinen Wallfahrtsstätte: Maria zum klaren Bronnen). Die ursprüngliche Kapelle war aus rotem Kylltal-Sandstein im neugotischen Stil gebaut, sie war total zerfallen und wurde durch eine neue Wallfahrtskapelle 1852/53 ersetzt).
Samstag, 25.06.2026
Das Wetter ist zunehmend sonnig und wärmer. Wir haben für heute wieder eine Wanderung ausgesucht:
Wie gestern ist der Startpunkt ca. 1/2 Autostunde entfernt, das ist ok (Blockhaus zum Schwarzen Mann) . Die Wanderung war sehr abwechslungsreich und bei den Temperaturen knapp unter 30 Grad ideal: viele Waldpfade, viele verschiedene Pflanzen, wenig offenes Gelände, dann aber grandiose Fernsicht und kreisende Greifvögel am Himmel (Milane).
Auf der Rückfahrt gab es Kaffee und Kuchen bei einer Filiale der Prümtaler Bäckerei, sehr lecker!
Abend waren wir zum Essen mit Jutta (ist aus Bonn angereist) und ihrer Schwester Bärbel beim Kroaten in der Hauptstraße verabredet.
Sonntag 26.07.2026
Nach dem Frühstück haben wir Jutta in Pelm (sie hat bei ihrer Schwester übernachtet) abgeholt
und sind zusammen mit unserem Auto nach Euskirchen gefahren. So hat Jutta den Schienenersatzverkehr gespart (von Euskirchen fährt eine S-Bahn nach Bonn) und wir hatten noch Zeit zum Klönen, ein bisschen durch die Fußgängerzone zu schlendern und in ein sehr uriges, etwas altmodisches Kaffee (Café Kramer) einzukehren.
Auf der Rückfahrt nach Gerolstein haben wir uns Bad Münstereifel (alte Stadtmauer, Stiftskirche St Chrysanthus und Daria, Fußgängerbereich an der Ahr mit Fachwerk-Gebäude), der Kernbereich ist nach der Flutkatastrophe 2021 schon fast komplett saniert, es gibt Restaurants, Cafés und Eisdelen…
Abend zogen dicke Wolken auf, aber wir sind noch ohne Regen beim Kebap-House essen gewesen.
Montag 27.07.2026
Nach dem Frühstück und Auschecken Stan eine längere Etappe vor n ca. 400 km bis Müllheim in der Nähe von Freiburg an. Da wir den ganzen Tag zur Verfügung hatten, haben wir kurzentschlossen einen Abstecher nach Bitburg (Bärbel hatte einen schönen Innenstadtbereich erwähnt) und nach Trier (Moni’s Heimat) eingefügt. Bitburg ist natürlich durch die Brauerei geprägt, die Innenstadt-Fußgängerzone ist nicht spektakulär, aber es gibt einen kleinen Glockenturm, einen Bronzebrunnen als Erinnerung an der 30 Jährigen Krieg (Jungen mit Ziegenfellen haben reichlich Vorräte vorgetäuscht und so die Belagerer zum Abzug angeregt) und eine Bronzestatue am Pferdemarkt…
Anschließend sind wir nach Trier gefahren und dort in der Innenstadt umhergelaufen: : Am Kaiserpalast und an der evangelischen Konstantin Basilika vorbei und über den Marktplatz bis zur Porta Nigra. Die Basilika ist innen wunderbar saniert (Altes und Modernes sind einfach toll aufeinander abgestimmt). Die Porta Nigra wird saniert. Sie ist teilweise von Foto-Planen eingehüllt, die das Verhüllte abbilden… sehr geschickt gemacht.
Trier:
Nach Kaffee und einem Hefe-Nuss-Teilchen ging es weiter Richtung Müllheim zum Gasthof Warteck. Dort haben wir schon mehrfach übernachtet. Man kann toll zu Abend essen und es gibt ein sehr leckeres Frühstück. Der Abend ist gemütlich bei Hauswein im Gasthofgarten ausgeklungen.
Dienstag 28.07.2026
Die Gastwirtin im Warteck ist herrlich unkompliziert und aufgeschlossen, es ist alles super sauber! Nach dem Frühstück durften wir unser Auto an der Jugendherberge Lörrach abstellen (Hier wurde 115€ für eine Nacht mit Frühstück in einem Zimmer mit Zweierbelegung verlangt, das ist deutlich mehr als in Gerolstein). Die Gegend ist halt sehr gefragt….. Den Tag hatten wir für den Besuch des Vitra Design Museums reserviert. Das Gelönde ist gut mit öffentlichen Verkehrsmittel oder auch zu Fuß (6 km) erreichbar.
Neben nicht zugänglichen Werkstätten und Studentenateliers gibt es (in architektonisch interessanten Gebäuden) Ausstellungen von gestalteten Räumen mit klassischen Design- Möbeln und Objekten, eine wechselnde Künstler-Ausstellung, einen Vitra Show-Room und vieles mehr.
Im Außenbereich sind verschiedene Häuschen und Gartenanlagen von internationalen Künstlern aus verschiedenen Kontinenten auf einem weitläufigen Gelände verteilt.
Zum Abendessen waren wir fußläufig von der Jugendherberge bei einem Italiener essen, es war lecker und günstig. Wir haben aber eine Stunde auf unsere Pizza gewartet, da eine größere Gruppe zum Geiern und mit Stammgästen vor uns angekommen war….Das war aber kein Problem, da der Abend milde war und wir einen schönen Platz auf der Terrasse hatten.
Mittwoch 29.07.2026
Wir haben eine Schönwetterperiode und konnten zum Frühstück draußen sitzen. Der Beginn des Reisetages war etwas zögerlich. Wir wollten zuerst das Auto laden und da im Navi für unsere Route Richtig mag Gap in n Frankreich noch „Maut vermeiden“ eingestellt war, sind wir nur zögerlich zum Laden in Weil am Rhein gekommen und hatten eigentlich die falsche Richtung eingeschlagen….als der Fehler erkannt und behoben war, ging es dann zügig und ohne erneutes Laden durch die Schweiz und bis Annency.
Südlich von Grenoble haben wir einen kleinen Campingplatz (Camping Les Cordeliers) an einem See gefunden. Wir bleiben 2 Nächte hier und fahren am Freitag an die Côte d‘Azur weiter. Der erste Aufbau unseres neuen aufblasbaren Dachzeltes (Weekender Comfort von Groenberg) ist ohne Stress gelaufen.
Für das Diner sind wir im kleinen Bistro auf dem Zeltplatz geblieben….
Donnerstag 30.07.2026
Die erste Nacht im Dachzelt war ich häufiger wach, aber als Fazit schon mal: ich fand es angenehm am F dem Auto und nicht in Bodennähe oder im Auto zu schlafen und es war viel komfortabler, als das Schlafen im Auto: man hat Sitzhöhe und genug zum Schlafen (130 cm breit) und ausreichend Ablagen für die Handtasche und Kleinigkeiten (Handy, Ohrstöpsel, Brille, Autoschlüssel, Nachtlicht ….) und wir haben viele variable Belüftungs-Möglichlkeiten und überall Fliegennetze…😀. Die Idee mit zwei Leitern 🪜 war prima (es gibt zu beiden Seiten einen Ausstieg, aber nur eine Leiter im Lieferumfang…). Heute war „Gemütlichtag“. Andreas hat eine Bäckerei (Boulangerie, Parisseries des Lacs) in der Nähe entdeckt und wir sind nach einem selbst gefilterten Kaffee (unser Gaskocher funktioniert prima) am späten Vormittag in den Ort Pierre-Chatêl zum Böcker gegangen (ca 35 Min). Trotz über 30 Grad ging es gut, der Weg hatte viel Schatten und war ein Wanderweg ohne Autoverkehr.
Abends waren wir am See und Andreas hat mit den Füßen geplatscht…
ich hebe mir das Baden für das Mittelmeer aus.
Freitag 31.07.2026
Diese Nacht habe ich gut geschlafen. Als ich um 7:00 Uhr wach wurde, hat Andreas sehr rasch reagiert, weil eine dicke Regenwolke im m Anmarsch war und wir haben innerhalb einer halben Stunde alles (immerhin einigermaßen ordentlich) zusammengepackt und waren gegen 8:00 Uhr startklar…. Allerdings ohne Kaffee und Frühstück. Immerhin: der Beginn der Reise war eine Ortsdurchfahrt durch La Mure mit einer wunderhübschen Altstadt….
Gegen Mittag haben wir an der Autobahn während des Ladens ein kleines Frühstück nachgeholt. Wir sind nur Teilstücke Autobahn gefahren und haben uns an der streckenmäßig kurzen Strecke über Sisteron und durch die Provence und das Maurenmassiv orientiert. Es ging aber wirklich gut und wir sind am frühen Nachmittag im Camp du Domaine , einem sehr schönen Campingplatz in La Faviere bei Le Lava you (östlich von Toulon) angekommen.
Die Anlage ist sehr schön, wir kommen seit 30 Jahren immer mal wieder her. Wir hatten einen Naturplatz (ohne Strom und Wasser) und für 4,50€ pro Tag einen Kühlschrank gebucht. Leider war der zugewiesene Platz 318 ziemlich blöd. Wir haben versucht, es uns ein bisschen zu gestalten.
Samstag 01.08.2026
Nach der ersten Nacht war ich genervt. Neben dem Platz 318 gab es eine Kreuzung mit 6 fast sternförmig angeordneten Straßen. Der Verkehr durch Servicefahrzeuge und Urlauber war rege. Außerdem lag der Platz direkt an einer Haltestelle der kleinen Campingplatz-Bahn. Bis zu 16 Personen haben direkt an und teilweise auf dem Platz 318 auf den Zug gewartet. Einige Urlauber benutzten den Platz als Abkürzung.
Andreas hat sich zur Rezeption getraut (immerhin wussten wir, dass jetzt in der Hauptsaison über online-Buchung kein Platz mehr zu bekommen war). Wir hatten Glück und konnten umziehen. Wir haben nun bis zum 08.08 den Platz 565. Es gib Strom, Wasser und ein Schattendach und wir liegen nicht direkt an einer verkehrsreichen Straße. Die 112 € für das Upgrade haben sich gelohnt. Jetzt können wir Handies, Akkulampen, Notebook u.a. laden, haben viel Platz und ausreichend Schattenmöglichkeit. Durch zwei kleine bunt-fröhliche Sonnenschirme ist es richtig gemütlich geworden.
Montag 02.08 – Donnerstag 07.08.2026
Die Tage auf dem Campingplatz haben wir mit kleinen Spazieegängen, Faulsein und Lesen verbracht.
Ich hab auch ein bisschen gestrickt. Wenn es sehr warm war, sind wir mehrmals täglich Duschen gegangen, mittags haben wir uns ein Eis gegönnt und sind wir zwischen 17:00 und 18:00 Uhr an den Strand gegangen, haben im Schatten gesessen und ein ausgiebiges Bad im Meer genommen ….herrlich!
Abends hat Andreas für uns gekocht.