USA Reise nach Colorado 2026


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Fr 24.04.2026 Hamburg

Mein Traum wird wahr. Andreas und ich fliegen in die USA und besuchen Moni und Bob. Moni, meine Tante und Patentante, lebt seit Ihrer Hochzeit (in den 1970er Jahren) mit Bob in den USA und seit vielen Jahren in Colorado springs. Nun haben Andreas und ich über CRD – Reisen (spezialisiert auf USA und Canada) eine Mietwagen- Rundreise durch die Rocky Mountains gebucht und wir werden zu Beginn und am Ende jeweils 3 Nächte in Colorado Springs sein. Die kurzfristige (4 Wochen vor Reisebeginn) individuelle Planung und Abstimmung der Route waren entspannt und die Vorfreude ist mit jedem Planungsdetail gestiegen. Um einen entspannten Start in die Tage zuhaben, sind die Quartiere meistens mit Frühstück gebucht. Mal sehen, wie wir uns damit fühlen werden. Zum Glück ist Andreas trotz der politischen Situation in den USA mitgekommen. Ich freu mich riesig auf unser neues Abenteuer!

Die Flüge starten ab Hamburg (mit Umstieg in Frankfurt nach Denver und genauso retour.). Die Ankunft jeweils gegen Mittag ist perfekt! Auf geht es!

Es war noch ausreichend Zeit für ein Frühstück am Hamburger Flughafen….

Denver

Pünktliche Landung um 15:30! Der Flug war sehr ruhig und es war die ganze Zeit hell…..wir sind quasi mit der Sonne geflogen…..….. Da wir in Reihe 19 gesessen haben, also weit vorn (die 2×40 € für die Plätze waren eine gute Extraausgabe), konnten wir zügig zum Gepäckband und zur Zollabfertigung. Es war eine unerwartet unkomplizierte Einreise: kurzes Sichten des ESTA- Formulares und Passes plus Foto und Fingerabdrücke und 3 Fragen zu unserem Reiseziel (ein sehr freundlicher Zollbeamter, der sogar lächeln konnte und Fragen von uns beantwortet hat) und keine Gepäckkontrollen. Entweder haben wir sehr vertrauenswürdig oder wie totale Deppen ausgesehen….. Das Abholen des gebuchten Autos war herausfordernd, da es sehr viele Anbieter gibt und jeder einen eigenen Shuttlebus zu seinem Parkareal hat und der Bus an mehreren Punkten dieses Anbieters (Alamo) gehalten hat….. wir haben es aber beim ersten Versuch dank der mitgelieferten Beschreibung und unseres „Instinktes“ zügig geschafft…. Die Fahrt nach Denver (ca 20 km, hier ist alles in Meilen angezeigt, 1 Meile sind ca 1,6 Km) mussten wir leider in voller Rushhour schaffen und das mitgebrachte Navi hat die Straßennamen zuerst nicht akzeptiert (Andreas hat aber eine andere passende Einstellung gefunden)…. Ohne das Navi wären wir wahrscheinlich nicht angekommen… obwohl: einmal hat es uns in eine Sackgasse abbiegen lassen und ein anderes Mal auf eine mautpflichtige „Epress-Fahrspur“ geschickt (keine Ahnung, ob das Konsequenzen hat, eine Mautstation gab es nicht, aber bei der Auto-Vermietung wurde die Kreditkarte eingelesen….und die Dame hat was von Maut und automtically heruntergerattert, das haben wir beide aber nur halb verstanden….) man lernt jeden Tag dazu! 😂

Das Hotel (Hyatt Hotel Denver Downtown) ist ein ziemlich hässlicher mehrstöckiger Bau umgeben von mehreren (moderneren) Hotelhochhäusern und sehr zentral neben dem Kongress-Zentrum gelegen. Unser Zimmer im 11. Stockwerk hat Bluck Richtung Rocky Mountains. Die Klimaanlage ist recht geräuschvoll, aber da man das Fenster nicht öffnen kann, muss sie sich zeitweilig laufen. Das Parken kostet 25 Dollar pro Tag, aber gegenüber ist ein Firmenparkplatz, der am Wochenende für 10 Dollar pro Tag genutzt werden kann…

Sa 25.04.2026 Denver

Der gestrige Abend war anstrengend, wir waren müde und wollten wach bleiben, um die 8 Stunden Zeitverschiebung ein bisschen auszutricksen….in einem Supermatekt haben wir uns Sushi, Knabberkram, Bier und Mineralwasser besorgt und uns bis 22:00 durch den Abend gekämpft…..

Die Nacht war ok. Ich bin zwar einmal um 2:45 kurz wach geworden, aber wir haben dann doch bis morgens um 6:00 Uhr geruht. Die Klimaanlage (die nur mit heftigem Windzug arbeitet), hatten wir abends vorsorglich ausgestellt und das war gut, aber morgens war die Luft doch etwas verbraucht. Nach dem Duschen und einer Ibuprofen hat sich auch mein Dröhnschädel beruhigt und wir hatten ein entspanntes ausgedehntes Frühstücksbuffet …. einfach und ausreichend: Brot, Butter, verschiedene Müslisorten, Frischkäse, Marmelade, Joghurt, aber auch frisches Obst und ein warmes Buffet (Eier, Speck, Röstkartoffeln). Es gab erstaunlicherweise nur wenige abgepackte Einzelportionen, für die Getränke allerdings nur Pappbecher.

Der Plan für heute ist ein Besuch im Denver Art Museum, den Bahnhof Union Station und das Kapitol anschauen und ein wenig durch die Straßen und den City Park und eventuell den Botanischen Garten zu spazieren…. Es müsste alles fußläufig erreichbar sein…

Sa 25.04.2026 Abend

Wir haben unseren Tag tatsächlich durch die Stadt schlendernd verbracht. Die Temperaturen sind hier zu Zeit relativ kühl: morgens 2 Grad C ( hier gilt Fahrenheit, die Umrechnung ist etwas aufwändiger, deshalb bleib ich bei Grad C). Als wir gegen 11:00 Uhr losgegangen sind, waren es immerhin schon 5 Grad, am Nachmittag aber dann sonnige 17 Grad. Für eine Großstadt am Samstag gab es eher wenig Menschen auf dem Straßen. Einige waren in T-Shirt, Shorts und Sandalen unterwegs gewesen…. Keine Ahnung, wie man dabei nicht friert…. Das Auto ist eindeutig bevorzugtes Fortbewegungsmittel…

Denver scheint was für seinen Ruf tun zu wollen. Die Straßen sind relativ sauber und es gibt in einer mit Bäumen und etlichen Pflanz-Kübeln hergerichteten und verkehrsberuhigten Innenstadt-Straße, der 16th Avenue, einen kostenlosen Shuttlebus zwischen dem Hauptbahnhof (Union Station) und dem Kapitol von Denver. In der Nähe befindet sich auch das Areal mit Theater, Oper, dem Denver Art Museum und anderen Museen.

Wir waren im Kunstmuseum (Eintritt 27 $ für Senioren, 6 Tage im Jahr ist der Eintritt frei, heute leider nicht…). Es ist in einem modernen und sehr interessanten Gebäude untergebracht ist und zeigt „einigermaßen“ lohnende Sammlungen zu verschiedenen Epochen und Kontinenten. Danach haben wir in einem Café, das sich in einer restaurierten alten Schule befand, eine sehr schöne Pause mit Kaffee und Kuchen genossen und konnten sogar draußen sitzen. Der Streifzug ging weiter zum City Park durch die schachbrettartig angeordneten Straßen. Der City Park ist von einigen trockenen Laubbäumen eingerahmt und besteht aus sehr ausgedehnten trockenen Rasenflächen, die das Grün aber erahnen lassen. Auf eine Anhöhe des Parks steht ein tempelartiger Bau, um den sich gerade sehr viele Jugendliche in Galadress versammelt hatten … wie in einem alten College-Film. Andreas hat einen Jungen gefragt: Es sollen Fotos zum Schulabschluss gemacht werden… Es war wirklich schön zuzuschauen, wie die Mädchen aufgeregt in wallenden langen, meistens pastellfarbenen Kleidern, glitzernden Sandalen, mit Täschchen und mit Blumenstrauß posierten, oft zusammen mit einem Jungen in Hemd und Anzug…. Sehr klassisch….Wir sind dann weiter durch verschiedene Straßenzüge Richtung Botanischem Garten gegangen. Die Häuser sind in sehr unterschiedlichem Zustand und es gibt keine erkennbaren Konzepte für Baustiel, Mileuschutz und einheitliche Gestaltung: Hochhäuser neben halb zerfallenen Einfamilienhäusern, Bretterwände um Vorgärten und Unmengen von Kieselsteinen auf Flächen, die begrünt schöner aussehen würden. Den wenigen Sträuchern und Bäumen sieht man die Trockenheit an…. (sattes Grün ist nur da, wo gewässert wird). Es gibt einige Straßen mit Bäumen und Büschen, besonders in Nähe des Botanischen Gartens. Den Eintritt für den Botanischen Garten (18, 25 $) haben wir uns gespart, da es schon recht spät war. Wir sind langsam zurück gegangen und haben uns für abends wieder Sushi und eine Bowl im Supermarkt geholt. Um 22:00 Uhr waren wir beide so müde, dass wir auf dem Sofa weggedöst sind….

So 26.04.2026

Vormittag

Ich bin zwar etwas fitter als gestern und ohne Kopfschmerzen in den Tag gestartet, war aber leider um kurz vor drei das erste Mal wach und bin schließlich um kurz vor 6:00 Uhr aufgestanden. Grüße vom Jetlag… Heute geht es weiter nach Colorado Springs. Moni erwartet uns am Nachmittag. Da es nur ca. 110 Km sind, können wir einen kleinen Abstecher über die Nebenstrecke Route 67 zum Cheesman Lake einschieben.

Abend

Die Fahrt nach Colorado Springs ging auf eher Nebenstrecken durch die östlichen Südausläufer der Rocky Mountains. Auffällig waren ausgedehnte ehemalige Waldbrand- Gebiete mit trockener Grasnarbe, vielen verkohlten und umherliegenden Baumstämmen und etwas ausgedünntem aber schon grünem neuem Buschwerk. Wir sind zum Stausee Cheesman Lake abgebogen, der idyllisch in einem gewundenem Tal liegt. Man sieht die Trockenheit: der Wasserstand war niedrig. Es gibt hier wohl Fischadler… der Zugang zum See und dem umlaufenden Wanderweg war mit Bauzäunen abgesperrt. Der Parkplatz war leer… morgens war es es kühl und sonnig, dann zunehmend bewölkt und regnerisch. Wir haben etwas später an einem Parkplatz für Angler einen kleine Trinkpause eingelegt. Leider gab es wieder einen Regenschauer….

Colorado springs besteht aus sehr weitläufig aneinander angrenzender Wohngebiete mit Einfamilienhäusern oder Mehrfamilienhäusern und Einkaufszentren mit riesigen Parkplatzflächen… der Stadtkern ist sehr unauffällig und mehr so eine Art Verwaltungszentrum ohne städtisches Leben….

Colorado Springs

Am frühen Nachmittag haben wir in unserem Hotel (Best Western Executive Inn & Suites ) eingecheckt und sind zu Moni und Bob zu Moni und Bob gefahren (ca 20 Min). Andreas kommt mit dem Autofahren hier im Amerika gut zurecht, obwohl ich den Verkehr eigentlich etwas geruhsamer und gelassener erwartet hatte…. Moni und Bob haben sich riesig gefreut und Bob ist zwar dünn und seine Bewegungen sind langsam, aber er ist mit uns durch das ganze Haus und in den Garten gegangen und ist immer an Monis Seite geblieben. Moni hat sich riesig über die Schokolade (Niederegger Marzipan und MonCheri (letzteres hat sie sich ausdrücklich gewünscht!) und die mitgebrachten Bilder, die Fred gemalt hatte, gefreut. Volltreffer! Leider hat Andreas ein Problem mit den auf einer externen Festplatte gespeicherten Fotos von Fred…kein Foto vorhanden…. … da müssen wir uns dann noch mal was von Hamburg aus überlegen….

Abends waren wir vier zusammen in einem Mexikanischen Restaurant und haben viel erzählt und gelacht!

Mo 27.04.2026

Das Hotel (Best Western Executive Inn and Suites, Harrison Road) ist wirklich sehr einfach und die Farbgebung schon ein bisschen antiquiert (beige-braun), aber im Zimmer gibt es ein Fenster zum Öffnen und obwohl der Verkehrslärm vor dem Hotel erheblich ist, ist das Zimmer ruhig nach hinten gelegen. Der Parkplatz ist kostenlos. Es gibt ein einfaches Frühstücksbuffet (ungewohnt: nur Pappbecher, Pappteller und Plastikbesteck). Die Auswahl ist zwar zwar nicht vielfältig, ich fand es aber ok! Da ich in Denver meinen Steckdosenadapter vergessen habe (🙁), sind wir zu einem „Target Market“ gefahren und ich hab immerhin einen amerikanischen Ladestecker mit USB C Eingang und einen Adapter für USB- A zu C gefunden und gekauft. Damit kann ich jetzt wieder Handy und Kopfhörer laden.

Moni und Bob waren total lieb und fröhlich. Wir haben mit Moni einen kleinen Ausflug zum Palmer Park (Parkplatz mit schönem Aussichtspunkt), in den Garden of the Gods (bizarre rote Felsformationen) und nach Manitu springs (Künstlerviertel) unternommen. Wir konnten über Colorado springs, auf die roten Felsformationen und den Pikes Peak (den höchsten Berg in der Umgebung: 4400m) schauen, sind durch eine Enge zwischen zwei schmalen hohen roten Steinsäulen (Balanced Rocks) durchgefahren und haben eine Pause im interessanten Souvenirladen (Garden of the Gods Traiding Post) gemacht. Dort gab es auch hochwertige indianische Kunst und ein Café, in dem wir bei einem kleinen Lunch lange gesessen und geredet haben. Dann wurde es plötzlich sehr kalt und es hat heftig geregnet und gehagelt. Moni hat gesagt, es wäre der erste Regen dieses Jahr in Colorado springs, sie war happy und hat sich gefreut, dass sie die nächsten 2 Wochen nicht wässern muss. Colorado leidet unter Wasserknappheit. Moni lebt seit 50 Jahren hier und sagt, dass die Regentage seltener geworden sind. Für den Abend hatte Moni ein Diner (Gemüse, Reis, Hähnchenbrust) vorbereitet und wir haben noch bis 21:00 Uhr zusammen gesessen und alte Fotos angeschaut!

Di 28.04.2026

Die Frühstückszeit haben wir ganz in Ruhe verbracht. Andreas hat versucht , ein Kreditkartenproblem zu lösen: Sie ist für Onlinekäufe gesperrt worden. Damit werden das Abo für die Mercedes- RIF Card (Autoladen unseres Autos) und unsere Zeitungsabos zum Monatsende nicht bezahlt. Das Deutschlandticket wird zum Glück direkt vom Konto abgebucht. Andreas hat versucht, telefonisch bei der Haspa Näheres zu erfahren…. Die Sperrung ist Tatsache, eine neue Kreditkarte wird per Post an die Hamburger Adresse geschickt….das nützt uns hier in Amerika leider nichts. Direktbezahlungen mit der Karte funktionieren zum Glück weiter und meine Karte ist nicht betroffen. Wir nehmen an, dass die missglückte Bestellung einer amerikanischen E-SIM-Karte von Denver aus der Grund war. Es ist die zweite Reise, auf der wir Karten-Bezahlprobleme haben und zum Glück eine zweite Kreditkarte nutzen können…

Am späten Vormittag sind wir wieder zu Moni und Bob gefahren. Da der Pikes Peak wolkenverhangen war und bei nur 12 Grad Tageshöchsttemperatur, haben wir den Ausflug auf den Pikes Peak (14115 Fuß, 4302 m) auf den zweiten Colorado Springs Aufenthalt verschoben.

Moni hat uns zum Lunch und Kaffee in den riesigen luxuriösen und sehr klassischen Hotelkomplex „Broadmoor“ eingeladen. Diese sehr weitläufige und toll gepflegte Anlage wurde von den Gründern der Stadt Colorado Springs gebaut und wird als sehr edles Hotel mit Golfplatz, großem Wellnessbereich und mehreren Restaurants und Bars betrieben und ist nicht nur für Hotelgäste zugänglich. Wir hatten sehr schöne Stunden bei einem ausgedehnten Rundgang, Lunch in einem hellen Wintergarten und Kaffee im Bar-Café-Bereich, etzterer mit sehr gediegenen Clubsesseln und holzvertäfelten Wänden. Zum Hotel gehören auch einige Geschäfte, beeindruckend waren die ausgestellten Fundstücke aus Silberminen und viele Halbeselsteine in allen möglichen Farben, riesige Drusen mit Kristellen und sehr schöne polierte Scheiben aus versteinerten Baumstämmen (Tischplatten oder Hocker), es gab auch versteinerte riesengroße Mammutknochen zu kaufen…. Bob ist lieber zu Hause geblieben. Moni hat ein Dinner mit Schinkensalat, verschieden Brot- und Käsesorten, Lachs und Gemüsesticks gezaubert und es war 21:30 Uhr als Andreas und ich Richtung Hotel aufgebrochen sind…

Mi 29.04.2026

Heute geht es weiter nach Taos (ca 350 Km) in New Mexico. Wir sind zuerst in einer dünn besiedelten Landschaft mit Hügeln, Grassteppe, Büschen und Nadelbäumen gefahren. Besondere Birken (mit dünnen Stämmen, die nach 20-25 Jahren absterben und laut Moni nur hier in den Rocky Mountains wachsen) sind hier in der Höhe von ca 2000-2400m noch kahl. Wir hatten eine urige Lunch-Pause in einem kleinen Restaurant (Mountain View Diner) am Straßenrand bei Fort Garland (2400 m hoch): Süße Belgische Waffeln (frisch zubereitet), ich hatte sie mit Blaubeermarmelade, Andreas mit Schinken und Spiegelei… eine ungewohnte Kombi! Der Besitzer hat sofort geraten, dass wir aus Germany sind und erzählt, dass er mit einer Norwegerin verheiratet ist und nächstes Jahr mit Ihr Norwegen besucht.

Anschließend ging es durch weites Flachland, alles trocken, teils aber schon mit riesigen bewässerten Kreisen, Grasland, Steppe mit Buschwerk und Weiden für Rinder, alle dunkelbraun.

Der nächste Stop war die Rio Grande Gorge Bridge, eine historische Brückenkonstruktion aus Stahlträgern, die im alten Stiel restauriert wurde. Sie überspannt einen sehr beeindruckenden 100 m tiefen Canyon, der aus der Ferne in der weiten Ebene gar nicht zu erkennen ist. Wir sind über die Brücke Richtung Zres Pietras gefahren und haben auf einem Parkplatz direkt hinter der Brücke gehalten. Entlang des Canyons führt ein Wanderweg, der West Rim Trail. Von dort hat man eine tolle Aussicht auf die Brücke und in die Schlucht. Der Fußweg über die Brücke ist seit einigen Wochen gesperrt, weil von dort einige Menschen Suizid begangen haben…..

Taos in New Mexico

Unser heutiges Hotel, die El Pueblo Lodge befindet sich am Ortseingang von Taos. Es ist sonnig und um 18:00 Uhr immerhin noch 17 Grad….nachts und morgens ist es kühl 🥶. Die Lodge ist in ortstypiscjwr Lehmbauweise errichtet und sehr schön mit einem Hof, um den mehrere Häuschen mit Zimmern angeordnet sind, angelegt. Unser Zimmer ist geräumig und liebevoll in mexikanischem Stil eingerichtet. Die Anlage ist sehr gut gepflegt und parkähnlich mit Wegen, Büschen, einigen Bäumen und wunderbar grünen Rasenflächen angelegt. Gegenüber ist ein kleines Burger- Restaurant, da gab es für uns beide ein wirklich gut zubereitetes Burger- Diner…..mit 35$ für uns zwei inclusive 20% Tip war es sehr in Ordnung! Moni hat uns noch einmal darauf hingewiesen, wie wichtig der Tip hier für die Servicekräfte ist, die Löhne in diesem Bereich sind immer noch extrem niedrig. Zum Verdauen war ein kleiner Abend-Spaziergang durch den Ort genau richtig. Die Häuser sind fast alle in Lehmbauweise errichtet. Hier gibt es viele Geschäfte mit Trödel, Malerei, Holzarbeiten, Töpferwaren, gewebten Teppichen und indianischem Silberschmuck.

Do 30.04.2026

Ein unerwartet vielseitiges und üppiges Frühstück!!! Mexikanisch mit Tortillas, verschiedenen warmen Bohnengerichten in verschiedenen Saußen, aber auch klassisches Frühstück wie Früchte, Joghurt, Cerealien, mehrere Brotsorten zum Toasten und natürlich Rührei, Speck, Röstkartoffeln, Würstchen….

Heute haben wir bei herrlichem Sonnenschein und ca. 17 Grad eine fast vierstündige Wanderung unternommen. Zum Ausgangspunkt, einem Parkplatz am Rio Pueblo de Taos (etwas südlich von Taos) waren es nur ca 20 Min. Anfahrt. Wir sind dann den „The Slide Trail“ vom Upperhead am Canyonrand zum Lower Trailhead im Canyon unten gegangen. Der Weg führt vom Oerrand des Canyon schräg abwärts bis in die Talsohle und zur Einmündung des Flusses in den Rio Grande. Hier haben wir eine Straße erreicht, die mit der Junction Bridge beide Flussufer verbindet. An der Brücke hatte es sich ein Bighorn-Sheep gemütlich gemacht. Diese Rasse mit sehr dicken gebogenen Hörnern ist hauptsächlich in Nordamerika beheimatet. Es war ganz allein und m hat sich beim Fressen nicht stören lassen. Wir sind dann noch ein Stück weiter auf dem La Vista Verde Trail (gegenüber am Rio Grande) gewandert. Ein entgegenkommender Wanderer hatte uns von indianischen Steinzeichnungen erzählt, die man dort finden könne…. Wir haben sie aber nicht entdeckt…. Immerhin war die Aussicht trotzdem sehr schön. Zurück mussten wir den gleichen Weg nehmen. Hier in Taos sind wir in das World Cup Café eingekehrt und hatten einen Americano (ungewohnt gut!) und ein Stück Mandel-Orangen-Kuchen. Die bisherigen Kaffee-Zubereitungen waren meistens sehr schwach und teilweise sogar nur aus gefriergetrocknetem Kaffee oder mit Malzkaffee (Caro-Kaffee) zubereitet.

Unseren Proviant und Getränke für die nächsten Tage haben wir dann im Wallmart zusammengesucht…. Das war eher abschreckend… es gab eigentlich alles, was man brauchen könnte, teilweise aber in schlechter Qualitär und absolute Massenware, sowohl im Food- als ach im Non-Food-Bereich…. Die Sortierung war auch nur schwer nachzuvollziehen und das Ambiente wie in einer riesigen Lagerhalle… bei uns gibt es so etwas noch in Woolworth-Läden, aber selbst Comet oder andere große Supermärkte bieten mehr Einkaufs-Atmosphäre….. immerhin haben wir alles gefunden…..

Den Besuch der ältesten noch bewohnten Indigene Amerikaner-Siedlung Taos Pueblo (Eintritt 25$, für Senioren 23$), ein UNESCO-Welt-Kulturerbe ist, haben wir nicht mehr geschafft, da nur bis 16:00 Uhr geöffnet ist. Die online gestellten Fotos und Videos sehen ziemlich trist und staubig aus, da die Siedlung aus hellbraunen Lehmbauten besteht…. ich weiß auch nicht, ob ich zahlender Zuschauer sein mag….andererseits leben diese Menschen u.a. davon, sich selbst vorzuführen…..

Wie gestern waren wir zum Abendessen wieder gegenüber vom Hotel im Jackolope Burgers. Die Preise sind absolut in Ordnung, die Portionen gut und alles ist frisch zubereitet! Wir waren nie zweite Nacht in dem sehr schönen Hotel.

Fr 01.05.2026

Heute ging es ca 350 km weiter nach Durango, dabei haben wir auf der Route 64 die Südausläufer der Rocky Mountains überquert….Erst ging es über eine sehr weite Hochebene mit Buschwerk und dann in Kurven hoch ins Gebirge. Gleich zu Beginn hat ein Luchs unsere Straße gekreuzt 👍 Leider habe ich kein Foto geschafft. Im Gebirge ist der Frühling noch nicht angekommen. Das Wetter war wechselhaft von sonnig bis düster und einmal hatten wir einen heftigen Hagelschauer. Die zweite Hälfte der Strecke war abwechselnd mit weiten Hochebenen und dann wieder über bergige Strecken mit Wald und Buschwerk.

Wir haben mehrmals kleine Pausen gemacht, um die Aussicht zu genießen.

Zuerst am Tierra Amarilla Mountain View, der Blick ins Tal und auf die entfernten Berge war grandios. Vereinzelt lag noch Schnee. Den nächsten schönen Ausblick gab es wenige Kilometer weiter am Brazos Summit. Dort fing es heftig an zu hageln. Etwas weiter gab es noch einen Rastplatz (Widesize Overlook) mit einem phantastischem Blick in ein weites Tal. In Chama, einem kleinen Ort im Western-Style, sind wir ins Rio Chama Espresso eingekehrt, ein sehr uriges Café, es gab recht guten gebrühten Kaffee und ein Blätterteig-Teilchen für uns. Dann ging es noch einmal gute 2 Stunden weiter bis Durengo. Einen kleinen Abstecher zum Chimmney Rock gemacht (zwei aufragende auffällige Felsformationen, bei denen es archäologische Indigene Funde gibt, die mehr als 1000 Jahre alt sind).

Unser Hotel in Durango war recht komfortabel, aber ein wieder ein kastenförmigerr Zweckbau und etwas abseits in einer Gewerbezone gelegen. Die Zimmer waren geräumig, aber leider nur grenzwertig sauber….Fußläufig (20 Min) gab es ein Restaurant mit kleiner Brauerei, das recht solide war…. Es gab die typischen Speisen wie Burger, Salate, Wraps, Fries und einiges, was ich nicht so schnell übersetzten konnte. Wir waren mit unseren Bürgern und Fries und gezapftem kleinen Bier zufrieden und hatten auch ein kleines Bier. Restaurantbesuche sind teuer, aber in dieser Kategorie kommen wir mit ca 20-25€ pro Person aus und es gibt immer kostenlos Wasser mit Eis zu den Mahlzeiten!

Sa 02.05.2026

Am Morgen strahlendem Sonnenschein, aber 4 Grad um 8:00. Da den ganzen Tag Sonnenschein und für Durango (ca 1900 m hoch) heute 18 Grad vorgesagt waren, sind wir nach Silverton ( ca 150 km entfernt) , einer alten Silber- und Goldminen-Stadt (2840m) gefahren. Die Stadt ist mit einer historischen Bahnstrecke verbunden, auf der in der Sommersaison historische Salonwagen mit Dampfloks fahren. Ursprünglich hatten wir die Zugfahrt buchen wollen, aber der Tagesausflug war für 9 Stunden ( 3 1/2 h hin, 2 Stunden Aufenthalt und 3 1/2 h Zurück) angesetzt und das erschien mir zu lang, zumal ja die Wetterlage bei Reisebuchung nicht abzusehen war. So hatten wir heute eine entspannte Autofahrt auf einer sehr gut ausgebauten Straße und konnten mehrmals anhalten und das grandiose Panorama (u.a. Am Molas-Pass) genießen. Silverton ist wie ein Freilichtmuseum hergerichtet: Geschäfte mit Souveniers und Restaurants in typischen Westerngebäuden, aufwändig restaurierte Wohngebäude, mehrere Kirchen verschiedener Konfessionen, ein Gerichtsgebäude und eines für den Sheriff, Pflöcke zum Anbinden von Pferden usw.. Da heute (für uns unerwartet) Saisonbeginn war und die Bahn aus Durengo ihre erste Fahrt hatte, war der Ort sehr lebendig. Das Treiben war wie in einem historischen Film: Männer und Frauen sind in traditioneller Kleidung durch den Ort flaniert, einige in Oldtimern umhergefahren und es hat eine Kapelle Musik gespielt. Es war zwar kalt, aber bei Sonne gut auszuhalten. Im einem der schönen Gebäude sind wir zu Kaffee und Schoko-Muffin eingekehrt. Auf der Rückfahrt hatten wir noch Lust auf eine Wanderung, so sind wir in der Gegend des Haviland-Lakes knapp 2 Stunden durch eine abwechslungsreiche Frühlingslandschaft spaziert. Abendessen gab es in einem Grassburger-Laden (Schnell-Restaurant). Die Einrichtung war etwas nüchtern, aber es war nicht weit vom Hotel und es gab neben Burgern auch eine frisch zubereitete Bowl mit gewürztem Reis, kleinem Patty und Gemüse… Ich fand die sehr lecker, allerdings wurde sie in einer Metallschüssel serviert….das war ein bisschen wie aus einem Futternapf essen…. Gewöhnungsbedürftig! Die zweite Nacht in dem Hotel war etwas stickig und lauter, das wir Nachbarn bekommen haben und die Wände sehr hellhörig waren.

So 03.05.2026

Auf der Fahrt nach Bluff (270 km entfernt im Staat Utah) liegt nach etwa 1/3 der Strecke der Mesa Verde Nationalpark auf von 2100- 2600 m Höhe und im Bereich eines seicht abfallenden Hochplateaus (Tafelberg). Der Park ist UNESCO-Welterbe, man kann dort einzigartige Felsbehausungen der Anasazi-Stämme sehen. Es gibt eine gut geteerte Fahrstrecke, die für 11 historische Sehenswürdigkeiten und zusätzlich einige Aussichtspunkte in die weiten Täler Hinweistafeln, Erklärungen und Haltebuchten hat. Zu den Plateaus in den steilen Felswänden kommt man nur mit Führungen, die aber erst ab dem 4. Mai starten, wir sind sozusagen in der Vorsaison..

Von 600 nach Chr sind einige Überreste von Grubenhäusern zu sehen, (Wohnstätten, deren Boden etwas tiefer liegt, als die Oberfläche). Ab ca 750 n Chr. waren die neu angelegten Häuser oberflächlich und hatten Wände und Decken mit Lehmblöcken, Holz und Flechtwerk. Von diesen Haustypen gab es noch ein paar Grundrisse. Die einzigartigen Behausungen in den Nischen der steilen Canyon-Wände wurden ab 1200 n Chr. errichtet und sind teilweise erhalten und restauriert. Als Besucher wird man sehr intensiv dazu aufgefordert, die Kulturstätten mit Respekt zu besuchen und sich entsprechend zu verhalten. Der Nationalpark ist ziemlich groß. Von der Einfahrt in den Nationalpark bis zu den Ausgrabungen und Überresten der Felsbehausungen waren es fast 40 Km. Die Hauptstraße und auch die Wege der kleineren abzweigenden Rundtouren sind geteert und sehr gut ausgebaut. Andreas und ich hatten aus der Nationalpark Website entsprechende Audioguides bzw den Text downgeloadet, den haben wir an den 11 Stationen kurz gelesen und sind dann ausgestiegen…. Wir waren fast 4 Stunden im Park unterwegs und hatten danach danach Lust auf Kaffeepause. Für mich war es so (ohne zusätzliche Führung) vollkommen ok und die Sicht auf die Felsbehausungen wirklich sehr gut! Wir haben im nächsten Ort Cortez an einem Drive Thrue Coffee (Ziggi’s Coffee), das auch eine Außensitzecke hatte, bei wohligen 20Grad und Sonnenschein gesessen. Heute am Sonntag waren viele Cafés geschlossen….

Die Weiterfahrt ging auf schnurgeraden Straßen durch sehr trockenes Grasland, alles ockergelb und höchstens am Straßenrand mal etwas grünes Gesträuch. Da der Boden bzw. die Felsen wenig Widerstand bieten, haben sich selbst kleine Bäche (die zurzeit aber alle trocken sind) tief eingegraben. Und der Rand der Tafellandebene endet als Steilkante….In die Landschaft eingestreut arbeiten immer wieder einzelne Ölpumpen. Unser recht neues Übernachtungshotel (Desert Rose Resort and Cabins) im Blockhausstil in Bluff liegt zwar an der Strecke, aber ein wenig außerhalb des Ortes. In Bluff selbst (ein weit gestreuter kleinerer Ort) sind am Sonntag Waren das Hotel-Restaurant und einige Gastronomien geschlossen, manche sehen nach dauerhaft geschlossen aus….An der Rezeption wurden uns zwei Dinner-Möglichkeiten im Ort empfohlen. Wir sind zu einem Roadhouse mit typischen Tacos-,Grill- und Barbecue-Gerichten gefahren….Kaltes Wasser mit oder ohne Eis gibt es fast überall gratis. Wir waren mit dem Essen zu Service sehr zufrieden.

Mo 04.05.2026

Wie gut, dass wir Frühstück am Hotel hatten….es hilft, entspannt in den Tag zu gleiten! Immerhin gab es (statt der gewohnten Pappteller und dem Plastikbesteck) Steingutteller und Metallbesteck, Getränke aber wie fast überall nur aus Pappbechern. Die Auswahl war nicht so üppig, aber verschiedene Toastbrotsorten, Frischkäse, Marmelade und warme Speisen wie Rührei, kleine Brat-Würstchen und in Öl gebratene Kaeroffelwürfel gab es bisher immer und natürlich Porridge, aber den mag ich nicht besonders. Heute ging es durch das Monument Vally (mit Abstecher in den Nationalpark) Richtung Grand Canyon zum nächsten Übernachtungsort Tusayan (290 km).

Die Fahrt in der Landschaft des Monument Valley auf der Route 163 war grandios! Immer wieder gab es Haltebuchten mit Aussicht auf markante Felsformationen.

Der Mexikan Hat ist ein Felsen mit einer großen Felsplatte auf einem schmalen Sockel. Am Forrest Gump Point läuft der schnurgerade Highway direkt auf bizarre rote Felsformationen zu und die Elefant-feet sind zwei Felsentürme, die wie Elefantenfüße aussehen.

Der Monument Valley Nationalpark ist nicht staatlich, d.h. der Nationalpark-Pass hat keine Gültigkeit. Der Eintritt ist mit 10$ pro Person ok ä. Wenn man auch mit dem Auto ein Runde durch das Nationalpark-Areal fahren möchte, kostet es zusätzlich 15$. Das machen die meisten Gäste. Es wird ein Geländewagen empfohlen, aber es sind auch normale PKW gefahren. Wir sind stattdessen einen wunderschönen Wanderweg im Bereich der hoch aufragenden steilen roten Felsformationen, den WILD CAT TRAIL, gegangen. Es ist ein 6.1 km langer Rundweg um eine der typischen Felsformationen und mit tollen Ausblicken in die Weiter Landschaft, aus der die roten Felsen emporzuwachsen scheinen. Der Weg ist sehr gut markiert und lohnt sich auf jeden Fall. Wunderschön war es zu sehen, dass überall aus der sandigen roten Erde nach den kurzen Regenschauern der vorausgegangenen Tagen kleine Planzen wuchsen und Büsche und Stauden grün wurden. Teilweise haben sich schon wunderschöne Frühlingsblüten geöffnet (weiß, fliederfarben, dunelpink…).

Es gibt auch die Möglichkeit in einem offenen Geländewagen mit 3-4 Sitzreihen den Autorundweg gefahren zu werden und Eeklärungen zu erhalten. Das wäre mir heute zu windig und mit 17 -18 Grad vielleicht bei zusätzlichem Fahrtwind auch kühl gewesen. Wir haben dann noch einen kurzen Gang durchs Visitor-Center gemacht und sind weiter gefahren. Eine Kaffee-Pause gab es im Blue Coffee Pot Restautant in Kayenta mit Cheese- und Chicken-Sandwich. Wir haben dann noch einmal bei zwei Gesteinssäulen am rechten Straßenrand gehalten. Die emporragenden Felsen sahen aus wie eine re zwei Elefantenfüße und hießen auch so: Elefant-Feet: der Name passt!

Die abendliche Fahrt zu unserem neuen Quartier (Der „The Red Feather Lodge“ in Tusayan (liegt direkt am Südeingang zum Grand Canyon und auf 2000 m Höhe! Ein reiner Versorgerort für Gäste des Grand Canyon) führte bereits durch Grand Canyon Gebiet und entlang der Südrandes. Die Durchfahrt war mit unserem Nationalpark-Pass unkompliziert und ging durch niedrigen lichten Nadelwald. Trotz einsetzender Dämmerung und starker Bewölkung war die Fahrt wunderschön und der Ausblick an mehreren Stellen gigantisch…Für Morgen erwarten wir mit 12-13 Grad Mittagstemperaturen eher kühles Wetter, aber auch Sonnenschein.

Da unsere Lodge keine Mahlzeiten anbietet, sind Andreas und ich noch kurz vor Ladenschluss (20:00 Uhr) in den einzigen Supermarkt (schließt um 20:00) der näheren Umgebung gegangen und haben uns ein Frühstück für Morgen (Kaffee und Tee gibt es in der Lobby und auf den Zimmern gratis) und etwas Proviant besorgt. Es gibt die Möglichkeit als Lodgegäste in zwei benachbarten Restaurants (direkt nebenan) 10% Rabatt für ein Frühstück und auch andere Mahlzeiten zu erhalten. Wir zum zum Diner in den „Foodie Club“ (schließt um 21:00) eingekehrt, es hat uns dort gut gefallen. Man hat am Tresen bestellt und bezahlt und dann das Essen an den Tisch bekommen, die Einrichtung war rustikal und zweckmäßig, durch Wände aus Naturstein und Holz war die Atmosphäre aber ansprechend. Wir haben dort 1 1/2 Stunden gesessen und unsere Besichtigung des Grand Canyon für morgen vorbereitet und abgestimmt…..

Di 05.05.2026

Es gab heute Morgen ein kurzes Frühstück auf dem Zimmer mit Gratis -Kaffee und Tee aus der Lobby, dazu dann Brot, Käse und Bananen (unseren gestrigen Einkauf). Wir sind schon um 09:30 am Grand Canyon gewesen, da ab Mittags Regen vorhersagt war, hatte ich etwas Ehrgeiz früher als sonst loszufahren. Zum Glück blieb es aber bis in den späten Machmittag trocken und nur wechselnd bewölkt.

Die Einfahrt in den Nationalpark war mit unseren NP-Pass wieder sehr unkompliziert, man zeigt ihn zusammen mit dem Reisepass kurz vor und darf passieren. Der Südrand des Grand Canyon liegt auf 2100 m Höhe (die Zufahrt zum Nordrand ist zur Zeit gesperrt, der liegt 300 m höher auf 2400m). Am Südtand dort sind die meisten Zugänge zu Aussichtspunkten und es gibt einen mehrere Kilometer langen South Rim Trail, der direkt entlang des Canyon-Randes verläuft, nur für Fußgänger und geteert ist. Vom Südrand des Kanyons kann auf einen Wanderweg in den Canyon hinunter gehen (South Kaibab Trail, ca 5h). Bekannt ist auch die Wanderroute Bright Angle Trail, ein 5,8 km langer Weg 2 1/2 h (1,5 Mile Resthouse) oder man geht bis in den Canyon hinunter. Dann sind es ca 10 km (3 Mile Resthouse) ). Diese Touren kommen auf meine Liste, falls ich jemals wieder zum Gand Canyon kommen kann!

Unsere Reise fügt einen Höhepunkt an den nächsten: Wir sind heute fast 5 Stunden am Südrand des Grand Canyons unterwegs gewesen und haben von so einigen Aussichtspunkten in das Tal geschaut….es ist wirklich sehr beeindruckend… so oft hatte ich Bilder und Fernsehdokus gesehen….. aber erst in echt, wird klar, wie einmalig und großartig die Natur hier gearbeitet hat……An exponierten Stellen halbrund recht frischer Wind geweht, aber beim wandern waren die 15Grad Tagestemperatur gut. Wir sind fast 3 Stunden auf dem South Rim Trail von einem Aussichtspunkt zum nächsten gewandert und haben zum Abschluss in das kleine geologische Museum geschaut. Aus großen Panoramascheiben hat man Aussicht auf den Grand Canyon und es gibt anschauliche Erklärungen zur Entstehung und ein großes Modell des Grand Canyon und Modelle der Erdschichtung in diesem Bereich. Unsere „Kaffeepause“ haben wir sehr gemütlich mit unseren Frühstücksbagels, Käse und Sprite auf einem Picknick-Platz im Wald (noch im Bereich des Nationalparks) gemacht. Am Nachmittag sind wir sind weiter wir nach Page (ca 270 km) gefahren. Wir waren beide ganz schön müde. Unser Hotel Wingate by Wyndham ist ein sehr neu aussehender Kastenbau, recht nüchtern, aber die Zimmer sind großzügig und sauber und direkt nebenan ist Denny‘s Restaurant, wo wir nach dem langen Tag (wir beide waren doch ganz schön k.o. und müde) noch ein Putensteak mit Gemüse und Kartoffeln und Tortillas für knapp 20$ gegessen haben. Es gab natürlich auch Bürger und anderes typisch amerikanisches Gast Food… Das Restaurant hat 24 h geöffnet und war ebenfalls noch sehr neu. Für die na war es eine gute Wahl.

Mi 06.05.2026

Das Frühstück im Hotel war „zweckmäßig“ mit den typischen Warmspeisen (Rührei, Buttermilchbrötchen, Würstchen), sowie Tostbrot, Marmelade, Butter, Waffel-Eisen an einer Slbstbedienungsstation und Joghurt (der war echt lecker) ausreichend. Für Andreas fehlte der sonst immer vorhanden Fruschkäse, scheibenkäse hatten wir bisher noch nie.

Auf der Aktivitäten-Liste standen eine Antilope-Canyon Tour und ein Blick auf die Fluss-Schleife: Horseshoe Bend.

Das Wetter war bisher zum Reisen ideal: kaum Regen, ab und zu bewölkt und zwischen 13 und 20 Grad Tagestemperatur, morgens war es bisher oft nur so zwischen 2 und 6 Grad. Jetzt sind wir in tieferen Regionen angekommen und es ist deutlich wärmer! In Page waren es heute Morgen um halb acht schon 16 Gad! Page liegt „nur“ noch auf eine Höhe von 1200 m.

Der Besuch des oberen Bereiches des Antilope Canyons (Upper Part) ist nur als gebuchte Tour möglich. Wir hatten die Tour bereits in Hamburg gebucht und sind damit wunderbar vorbereitet gewesen. Der Veranstalter „Antelope Canyon Tour“ hat ein Büro im Ortsmitte. Die Tour war gut organisiert (Parkmöglichkeit, Shuttle zum Canyon mit neuen klimatisierten Kleinbusse (13 Sitzplätze plus Fahrer, sehr sympathische Guides….)?

Es waren keinerlei Taschen erlaubt, nur Klarsichttaschen (die man vor Ort für 18$ in Souveniershops) kaufen konnte. Ansonsten muss man alles Wichtige (Papiere ,Handy) in den Taschen der Kleidung verstauen. Extra mitgenommen werden können eine Trinkflasche und der Fotoapparat. Für uns war das kein Problem. Man wird ca 20 Min zum Canyon gefahren und wandert in kleinen Gruppen ganz in Ruhe (ca 45-60 min, ausreichend Zeit für Fotos) durch die enge Schlucht mit geschwungenen und schraubenartig geschwungenen Wänden aus rötlichen Sandstein. Nach oben ist an manchen Stellen nur ein schmaler Spalt offen. Wir waren insgesamt fast 2 1/2 h unterwegs. Eine tolle Tour und wir hatten eine supernette Guide!

Ganz in der Nähe ist eine eine Glen Canyon-Schleife, der Colorado River hat sich tief in einer Pferdehuf förmigen Biegung in den roten Sandstein gegraben. Man zahlt 10$ Parkgebühr und läuft dann ein paar hundert Meter zum Aussichtspunkt. Und die Aussicht ist wirklich phantastisch!!! Es gibt keine weiteren Wanderwege, aber der Stop lohnt sich.

Anschließend sind wir zum nächsten Quartier in Springdale (auf 1100 m Höhe) gefahren. Dabei sind wir an den „Coralpinc Sanddunes“ vorbeigekommen: zwei 10000 Feet hohe Dünen aus rotem Sand mit niedrigem Büschen bewachsen (die Straße verläuft auf 6000 Feet).

Für die letzten Streckenabschnitt mussten wir ein Stück durch den Zion-Nationalpark fahren. Hier ging es durch einem langen, engen Tunnel und einen steilen Abhang hinunter. Die Straße ist sehr gut ausgebaut, aber für Wohnmobile gesperrt. Am Eingang zum Zion Nationalpark gibt es ein Wärterhäuschen und Nationalpark-Schild. Der Kontrollpunkt war aber bei unserer Durchfahrt nicht besetzt.

Unser Quartier in Springdale (Bumbleberry Inn) ist sehr schön, wir haben im 1. Stick ein Zimmer mit Balkon und schauen auf ein zerklüftetes Bergmassiv. Beim Einchecken haben sowohl Andreas‘ als auch meine Kreditkarte eine Fehlermeldung gegeben…. ( wir hatten schon einmal Probleme mit der Akzeptanz). Aber da das Zimmer bereits bezahlt ist, hat die Dame an der Rezeption es so akzeptiert. Wir waren spät dran (fast 20:00) und da alle Restaurants um 21:00 schließen, haben wir uns aus dem einzigen Supermarkt im Ort (bis 22:00 geöffnet) zwei fertige sehr leckere Wraps mit Pute/Schinken, Salat, Tomate und Feta geholt und dann noch unseren restlichen Käse (vom Frühstück in Tusayan) auf zwei Bagels verteilt und den Abend mit Bier auf dem Balkon ausklingen lassen.

Do 07.05.2026

Das Frühstück gab es in einem Restaurant im Nachbarhaus und war ausgesprochen gut. Es gab einen großen Pott Kaffee, der sogar gut schmeckte (Andreas hatte Tee) und dazu konnte man sich aus der Speisekarte ein üppiges herzhaftes oder süßes Gericht auswählen. Ich hatte 3 dicke Pankakes mit Puderzucker und frischen Erdbeerstückchen, Andreas hatte ein Putensteak mit gebratenen Kartoffelwürfeln, Rührei und Toast. Wir waren beide gut satt.

Durch den Ort fährt ein City- Bus-Shuttle bis zum Eingang zum Ntionalpark (9 Stops). Direkt vor unserem Hotel ist Bisstop 5. Wir sind ca. 20 Min zum Zion Outfitter, unserem Fahrradverleih direkt am Nationalpark-Eingang gegangen und haben auf die Busfahrt verzichtet. Ab da wird kontrolliert und man darf nicht mehr mit dem Auto weiterfahren und muss den Shuttlebus nehmen, zu Fuß gehen oder, so wie wir es gemacht haben, mit einem Fahrrad fahren. Wir hatten uns bereits in Hamburg entschieden, ein E-Bike zu mieten und einen Vaucher dafür erhalten. Unserer Verleih hieß Zion Outfitter und war direkt am Nationalpark-Eingang gelegen. Helm und Fahrrad waren gut. Wir hatten uns gewundert und nachgefragt, da es kein Schloss zum Sichern des Rades gab. Der Sevicemitarbeiter hat uns erklärt, dass die Räder mit einem Tracker versehen seien und somit ein Diebstahl nicht viel bringe….ok, haben wir so zur Kenntnis genommen.

Die 9 Meilen (fast 15 km) bis zum letzten und höchsten Shuttlenus-Stop (es sind insgesamt 9Stops) waren leicht zu bewältigen. Anfangs fährt man auf einem extra angelegten sehr schönen Fahrrad- und Fußweg, später auf der Shuttlebus-Strecke. Da dort aber nur die Busse fahren (man soll sie als Fahrradfahrer passieren lassen) ist es sehr ruhig und entspannt. Es war gut, unabhängig von den Buszeiten zu sein. Die Busse waren teilweise gut gefüllt, in der Hauptsaison wird es wahrscheinlich mehr Busse und mehr Andrang geben….

Es war heute richtig warm und wir haben jeden Luftzug genossen. Da man eigentlich nur die 9 Meilen lange Straße bis zum Wendepunkt (die auch die Busse mit 9 Stops) auf und ab fahren, ergibt sich keine keine Fahrradtour, wie wir es sonst kennen. Die Nationalpark-Straße führt mit wenigen Kurven und moderater bis geringer Straße relativ gerade entlang der Virgn Rivers in den Nationalpark hinein. Das reine Abfahren der Strecke wäre somit in weniger als 1 Stunde je Richtung erledigt. Wir haben einige Aussichtspunkte angeschaut:

1. Court of the Patriarchs (3 Felsformationen bzw. Gipfel mit den Namen Abraham, Jacob, Isaak).

2. Weeping Rock am Trailhead mit hanging Gardens: aus der Felswand tritt Wasser aus und man kann in einer Felsauskehlung trocken hinter dem herabkommenden Felsregen (wie hinter einem Wasserfall) stehen, an der steilen Felswand wachsen Gräser, Moose, kleine Büsche und Blumen, das darüberliegende Tal ist mit stattgeben Bäumen in der ansonsten sehr trockenen Gegend eine Rarität)

3. Big Bend, eine große Biegung des Flusses Virgin River.

Außerdem sind wir auf drei Wanderwegen unterwegs gewesen:

1. Zum upper and middle Emerald Pool auf dem Kayanta Trail vom Ausgangspunkt The Grotto Busstop 5 (das obere Becken sammel Wasser unterhalb vom breitflächigen Austritt von Wasser aus den steilen und sehr hohen Felswänden und fließt dann zum middle und lower Emerald Pool),

2. Riverside Walk und dann weiter als „The Narrows“ im enger werdenen Canyon der Virgin Rivers als Wasser- Wanderung (den zweiten Teil haben wir nicht machen können, da wir keine Ausrüstung für so eine Wasser-Wanderung hatten (Gehstock wegen glitschiger Steine, evtl. Wasserdichte Hose und (wichtig!) Wasserschuhe: Neopren Wasserwanderschuhe oder bei sommerlichen Temperaturen reichen fest anliegende Badeschuhe).

Der Weg verläuft im Wasserlauf auf Kieseln und Steinen in der enger werdenen Schlucht. Man ist beim Wandern knöchel- bis hüfttief im Wasser, also sehr nass ganz schön anstrengend….

Wir sind auf dem befestigten Weg bis zum Beginn der Wasserwanderung gegangen (ca 700 m) und umgekehrt.

Im Nachhin hat unsere Internet-Recherche ergeben, dass diese Wanderung mit An- und Abfahrt im Grunde einen ganzen Tag erfordern kann und im Flussbett in den engen Canyon des Virgin Rivers erfolgt und eigentlich das Highlight der Zion Nationalparks ist.

Wir hätten beim Zion Outfitter Ausrüstung für die Wasser-Wanderung mieten können. uns war aber am Morgen nicht klar, wofür die genau sein soll.

3. Sand Beach Trail (den haben wir etwas abgekürzt, weil es auf dem total sandigem Boden sehr anstrengend zu gehen und eigentlich eher ein Reitweg ist). Zudem waren es heute knapp 30 Grad!

Bisher gab es in jedem Hotel und Nationalpark die Möglichkeit seine Trinflaschen kostenlos mit Trinkwasser aufzufüllen. Es war inzwischen auch 18:00 Uhr. Wir mussten noch zum Ausgangspunkt zurück und bis 19:00 unsere Fahrräder abgeben. Das haben wir dann nach einer zügigen Bergabfahrt gut geschafft. Neben der Wanderung im Flussbett, gibt noch einen weiteren wohl sehr bekannten Wanderweg, den Weg zum Angels Landing. Für den benötigt man aber eine gesonderte Permitt, die wir im Internet nicht mehr bekommen hatten. Aber auch so war der Tag gut gefüllt (fast 33 000 Schritte) und wir sind nach einem kleinen Einkauf für das Abendessen (Getränke und wieder frisch zubereitete Wraps) ziemlich groggy ins Hotel zurückgekehrt und wollten beide schnell duschen! Der Tag war sehr antiv und auch ohne das Wasserwander -Highlight waren wir abends sehr zufrieden mit uns!

Fr 08.05.2026

Andreas hat Geburtstag! 🎈 Moni hatte mir für Andreas eine Karte und ein kleines Geschenk mitgegeben. Nach dem wieder sehr leckeren Frühstück (Andreas hatte wie gestern eine herzhafte Variante mit Geflügelsteak, Rührei , Kartoffelecken und Toast, ich hab mich für Erdbeerjoghurt mit Müsli und frischen Beeren entschieden.

Heute ging es nach Bryce Canyon City. Andreas hat eine alternative Route herausgesucht und da ich mit unserem Reisebericht beschäftigt war und nicht so viel Lust hatte, mit zu planen, kam die kleine Krise postwendend. Wir sind nämlich nicht die ursprünglich empfohlene wunderschöne Strecke gefahren, auf der wir in den Nationalpark hineingefahren waren, sondern Richtung Cedar City auf die Interstate 15 (Autobahn) und darüber war ich maßlos enttäuscht und richtig sauer…6 Spuren Teer, viele LKW und nichts als langweiliges Flachland…..es war natürlich superblöd von mir, da Andreas mich noch gefragt hatte, ob ich einverstanden bin……

Aber ich war schnell versöhnt, als wir ein kleines Landschafts-Schmuckstück an der Strecke entdeckt haben: Die Kolob Canyons, sie gehören zum Zion Nationalpark, haben aber eine eigene Zufahrt und man benötigt ebenfalls den Amarican Beauty Pass (Nationalpark-Pass) um in den Park hineinfahren zu können. Es gibt eine sehr schöne Strecke durch das Tal mit dunkelroten schroffen und zerklüfteten Felsenwänden, in die schmale Canyons eingeschnitten sind. Viele Hänge, die Halt für Planzen und Bäume bieten sind grün, da muss genug Wasser in den Felsen gespeichert sein….anders war es z. B. im Monument Vally. Die 5 Meilen (ca 8km) lange Straße führt durch das Tal und etwas bergauf. Es gibt mehrere Haltepunkte (Aussicht und Zugang zu verschiedenen Wanderwegen) und am Ende einen Parkplatz. Von hier aus kann man zu einem Aussichtspunkt (15-20 Minuten) wandern und hat einen tollen Blick auf die schroffen roten Felsen, die in eine weite flache Landschaft übergehen.

Dann wurde die Weiterfahrt auf einer kleineren Straße (Route 59 und 89) durch die hohe Gebirgslandschaft der Rockies doch noch sehr schön. Im Tal waren es knapp 30 Grad und oben in der Region des Navajo Lakes gab es noch Schneefelder. Der befindet sich in einer Milde in einem sehr schönes Hochtal. In der Umgebung gibt es viel Lavagestein (heftige Eruptionen und Vulkanausbrüche zuletzt vor wohl ca 1000Jahren). Das Wasser sickert durch den porösen Lavauntergrund und sammelt sich dann in einer Mulde (Navajo Lake). Auf der Route 89 gab es danach kilometerweit nichts als weite Hochebene und einzelne, flache erscheinende Bergkuppen….in dem ersten kleinen Ort (Hatch) auf der Strecke haben wir dann doch noch einen Kaffee und einen Brownie bekommen.

Wir hatten anschließend noch ca. eine Stunde zu fahren, haben aber noch einmal an den beeindruckenden Red Rocks an der Route 12 eine Fotopause eingeschoben. Unser Best Western Runy‘s Inn Hotel in Bryce Canyon City bietet sehr viele Zimmer und mehreren zweistöckigen Bauten…. Unser Zimmer ist geräumig und ok, gut ist, dass wir Frühstück mitgebucht haben. Nach einem typischen, aber leckerem Burger-Essen mit Salat und Fries und Nachtisch (Blueberry Pie mit Vanille-Eis und Sahne) im 4 Meilen entfernten Bryce Canyon Pine Restaurant sind wir in sehr schöner Abendstimmung einmal die 20 Meilen lange Nationalpark -Straße bis zum Rainbow Point rauf und wieder runtergefahren und haben an einigen Aussichtspunkten gehalten und die Stimmung genossen. Obwohl die Sonne schon verschwunden war, war es am Sunset-Point noch sehr voll. Auch in diesem Nationalpark verkehrt wie im Zion NP ein kostenloser Shuttle-Bus. Allerdings fährt er nicht bis zum höchsten Endpunkt, dem Rainbow Point und lässt auch andere Aussichtspunkte, z. B. den Fairytail Point aus.

Für den Rest des Abends gab es Gemütlichkeit und Ausruh-Zeit auf dem Zimmer.

Sa 09.05.2026

Das Hotel (Best Western Plus Ruby‘s Inn) ist im Blockhausstil gebaut und es gehören mehrere langgezogene einstöckige Gästehäuser und ein großes Restaurant, ein Souvenir-Geschäft mit Lebensmittel- Abteilung dazu. In der Hauszeitung wurde die Geschichte zum 100 jährigen Bestehen beschrieben…… Die Anlage liegt sehr nah am Eingang zum Nationalpark und die Shuttlebus-Haltestelle ist direkt vor der Tür. Zum Ruby‘s gehören noch ein weiteres Best Western Hotel, mindestens zwei Caravan-bzw. Camping-Parks, eine Rodeo-Anlage, ein Westerndorf-Nachbau, ein Fahrradverleih und sicher noch mehr. Gegenüber ist auch eine Tankstelle. Der ganze Ort Bryce Canyon City scheint auf Ruby‘s Betrieben zu bestehen…. Immerhin ist es alles sehr gepflegt und das Personal ist überall superfreundlich! Das Frühstück gab es mit üblichen Zutaten in Buffet-Form und der Kaffee war sehr gut! Es waren zwar viele Gäste, aber die Tischzuteilung ging unerwartet rasch und wir haben ganz in Ruhe frühstücken können. Um kurz vor elf sind wir in den Shuttle -Bus gestiegen ( alle 10 Min und wenig Gäste, wahrscheinlich, weil wir so spät waren….). Da wir 1000 m höher als im Zion Nationalpark sind, ist die erwartete Tagestemperatur mit 22 Grad und Sonne zum Wandern ideal, als wir gehen 8:00 zum Frühstück gingen waren es erst 10 Grad…. Also haben wir uns Zeit gelassen.

Wir sind zuerst zum Sunset Point gefahren und von dort steil in und durch die rote bizarre Felsenlandschaft hinab gestiegen. Das war toll!

Unsere Wanderung: Auf dem (sehr steilen, spektakulären aber auch viel begangenen) Navarro Loop Trail durch die „Wallstreet“ hinab zur Talebene, dann eine kleine Strecke im Canyon und auf dem Horse Trail und anschließend auf dem Queens Garden Trail wieder nach oben (mittlere Runde). Nach einer kleinen Stecke auf dem Rim Trail ging es auf den Tower Bridge Trail und von dort auf dem Fairyland Trail zum Fairyland Point (große Runde) ….. und von da noch eine knappe halbe Stunde zum Hotel….17 km Geshstrecke ….. da hatten wir gut was geschafft und einen sehr schönen Tag! Erst war es wirklich sehr voll, aber auf dem Fairytail, der tief in die Landschaft führt, waren wir fast allein… das war dann super schön!

Zum Diner sind wir wie gestern in das Bryce Canyon Pine Restaurant gefahren: das Essen war sehr lecker, die Preise sehr moderat (Elkburger mit kleinem Salat und Fries ca 20 $) und man bekommt umsonst eine ganze Kanne Eiswürfel-Wasser an den Tisch gebracht.

So 10.06.2016

(Muttertag, für die Amerikaner ein Grund konsumfreudig zu sein…). Wir hatten ein gemütliches Frühstück in dem Trstaurant, das zum Hotel gehört und mit sehr viel Holz im Blockhüttenstoel sehr urig gestaltet sind. Obwohl wirklich viele Gästebzum Feühstück kommen, ist alles sehr gut organisiert und gut. Nach dem Ausschecken haben wir und gegen 10:00 Uhr auf die recht lange Etappe nach Moab begeben. Um eine landschaftlich schöne Strecke zu fahren, sind wir über die Route 12 und 72 und dann ein kleines Stück auf der Interstates 70 gefahren.

Die Landschaft hat zwischen schroffen Abhängen, flachen Hochebenen und gerundeten Bergkuppen gewechseltI. Meistens war es extrem trocken. In Torrey hatten wir einen Kaffee und ein Kuchenteilchen in einer kleinen neu eröffneten Kaffeerösterei (Shooke Coffee Roasters). Der Kaffee war tatsächlich lecker. Dann ging es weiter über Hochlandebenen und durch zerklüftete Hanggebiete, mal mehr rotes, mal mehr weißes Gestein, manchmal mit vulkanischen Basaltauflagerungen. An der Autobahn haben wir noch einmal an einem Rastplatz gehalten: „Salt wasch View area“, ein Wüstenlandschaft und in der Ferne war die San Rafael Swell zu sehen. Es gab noch weitere Haltemöglichkeiten mit Ausblick z.B. den Ghost Rick View bei dem man von einem einzelnen emporragenden gelben Sandstein- Felsen aus einen weiten Blick in Busch- und Trockensteppen-Landschaft mit einzelnen Gesteinssäulen hatte.

Anschließend kam dann eine richtige kahle, sehr weite, leicht hügelige Wüstenlandschaft…. Nichts als gelbe kahle Erde und Felsen….San Rafael Desert. In Moab angekommen, fällt es sofort auf, dass es hier viel grüner ist! Der Colorado Eiver bringt Wasser und damit Leben.

Moab ist lebendiger als erwartet, breite Straßen viel Verkehr, vor allem auch hörbaren LKW Durchgangsverkehr. Es ist aufgrund der vielen möglichen Freizeit-Aktivitäten ein Touristenort mit vielen Hotels, Restaurants, Sportgeschäften und Einkaufsmöglichkeiten, allerdings keine Hochhäuser…..Unser Hotel „Moab Valley Inn“ liegt im Süden der Stadt, wir sind also einmal durch die Hauptstraße gefahren…unser Hotel ist ein wenig einladender lang gestreckter Zweck-Bau mit 2 Geschossen, schon einige Jahre alt und zum reinen Übernachten ok, aber es strahlt keine Gemütlichkeit aus und die Sauberkeit ist wie fast überall bisher nicht überragend. Der Mangel an Servicekräften ist bisher in unseren Hotels ist spürbar gewesen. Man wird beim Einchecken auf die Möglichkeit hingewiesen, auf die Zwischenreinigung (wenn wir 2 Übernachtungen hatten) zu verzichten….Mehrere unserer Hotels hatten einen Fitnessraum, Swimmingpool und Whirlpool. Der Schwimmbadbereoch was stets blau-weiß gekachelt und um die Becken herum ebenfalls nur Kacheln (innen) oder Betonplatten (außen), vielleicht noch ein paar Stühle drum herum und zum Parkplatz mit einem Industriezaun abgetrennt, alles eher klein und für mich nicht einladend…..und jedes Zimmer hatte ein großes Bügelbrett, Bügeleisen, einen leeren Kühlschrank, eine Kaffeemaschine mit Kaffee-Einmalportionen und oft auch eine Mikrowelle…in den meisten unserer Zimmer lag ein schrecklicher grenzwertig sauberer Teppichboden, braun-beige- grün gemustert…. und auf den Betten lag nur eine Zudecke für beide…. allerdings hatten mehre Zimmer zwei große Betten….die haben wir dann auch genutzt…

Zum Diner ging es gestern Abend in ein günstiges Restaurant, das zu Fuß erreichbar war: Moab Grill Restaurant. Da wir beide echt hungrig waren, haben wir uns für Burger und Fries entschieden, ich mit Huhn, Andreas mit Beef, der Service war sehr freundlich, die Portionen und das Essen gut…. Da es immer frisches Trinkwasser (auf Wunsch mit Eis) zu m Essen gibt, kommen wir beim normalen Abendessen mit weniger als 50$ incl 20% Trinkgeld aus und sind total satt! Das ist doch sehr in Ordnung und besser machbar als erwartet. Das Einkaufen im Supermarkt ist etwas teurer als bei uns und es ist ungewohnt, dass zu den angezeigten Preisen noch eine Steuer hinzukommt. Bier und Meine bevorzugte Zero-Fanta sind sehr teuer. Für alle Alkoholika (auch Bier) muss man in Utah seinen Pass vorzeigen und die Passnummer wird in die Kasse eingegeben…

Mo 11.05.2026

Das Frühstück war in einem Konferenzraum mit dem Flair einer Günstig -Kantine, aber es gab für jeden eine ausreichende Frühstücksauswahl. Ich hab heute das Waffeleisen genutzt und fand das Ergebnis sehr gut (die Zeitvorwahl war auf 3 Minuten eingestellt) . Andreas ist seinem Toast mit Frischkäse und Rührei treu geblieben und es gab für jeden noch einen fettarmen Fruchtjoghurt (es gab keine Alternative) ….ich mag es auf Reisen, wenn Frühstücks- TV läuft….

Morgens waren es noch so 25Grad, am Nachmittag über 30 Grad….

Wir haben dann unseren Tagesausflug in der Arches Nationalpark gemacht. Dieser Park ist sehr gern besucht! Im Park gib es keinen Shuttle und auch die Möglichkeit, die Strecken im Park mit einem E-Bike zu fahren sind bei dem regen Autoverkehr nicht verlockend.

Im Arches Nationalpark fährt man durch dunkel-rostrote Gesteinsmassive: die Verwitterung hat schmale senkrecht aufgestellte Fels- Schichten geschaffen, die mehr oder weniger abgerundet oder als Säulen geschliffen sind und ab und zu eben auch Bögen gebildet haben.

Am Ende der Nationalparkstraße startet der Trailhead Devils Graden. Man wandert mehrere Kilometer auf einem Rundweg und kommt an einigen Steinbögen vorbei. Der Weg ist schwierig, weil es teilweise auf schmalen Felsgraten entlanggeht und man auf dem abgerundeten Felden nicht immer gute Tritzsteloen hat und manchmal ziemliche Höhen auf einer schiefen Ebene überwinden muss, da darf man keine rutschigen Sohlen haben oder nicht schwindelfrei sein…..der Vorteil ist, dass man auf dieser Rinde von den Menschenmassen im Park nichts mitbekommt und sehr viel Ruhe beim Wandern findet. Leider ist Andreas einmal mit dem rechten Fuß umgeknickt und da sind wohl einige Bänder zumindest gedehnt worden. Er konnte zwar weitergehen, aber am Abend war der Knöchel angeschwollen und das Abrollen des Fußes tat ihm weh….. wir sind dann zum Hotel gefahren, haben geduscht und zum Essen wollten wir nich so weit gehen und haben wieder im Moab Grill Restaurant gegessen. Ich hatte eine sehr üppig belegte Hawai- Pizza, Andreas war nach Fish and ships. Es war waren noch 26 Grad, deshalb wollten wir gern draußen sitzen (drinnen ist es meistens ziemlich stark gekühlt), allerdings ist die Terrasse vollkommen undekoriert, zur Hauptstraße gelegen und die Holzwand hat den (wirklich stark) lärmenden LKW -Verkehr nicht abgeschirmt… es war also ziemlich laut!

Wir haben beschlossen, auf den Canyonlands Nationalpark zu verzichten. Am Nachmittag wäre maximal noch eine kleine Rundfahrt möglich gewesen und allein bis zum Ausgangspunkt sind es 31 Meilen (knapp 50 km und 40 Min Fahrt lt Googl Maps) und es ist der größte Natuonalpark Utah‘s

Di 12.05.2026

Nach dem Frühstück in der sehr nüchtern Konferenzraum-Atmosphäre (ich hab mir 2 Portionen Waffeln gegönnt…) sind wir nach Montrose aufgebrochen. Der erste Abschnitt auf der Route 128 war eine wunderschöne Strecke in der Schlucht entlang des Colorado Rivers. Dann ging es durch sehr trockene leicht hügelige Hochebenen auf der Interstate 70 nach Osten bis Fruita, einer kleinen Stadt im Flachland. Hier gab es für uns die obligatorische Kaffeepause. Das auf Google Maps ausgesuchte „Bestslope Coffee Company“ war ein sympathischer Holzbau und es gab wirklich gutem Kaffee und leckere Cookies. Wir haben draußen ein schattiges Plätzchen gefunden (in den Innenräumen ist es mir meistens zu stark gekühlt, wenn es draußen warm ist und wir hatten heute Nachmittag fast 30 Grad). Ab Fruita sind wir dann wieder von der Hauptroute abgebogen und auf dem Rimrock Drive durch den Nationalpark: Colorado National Monument gefahren. Es war eine kurvige Fahrt in einem von mehreren Canyons durchzogenen roten Bergmassiv der Rocky Mountains. Die Strecke führte bis GrandJunction und wir haben an mehreren tollen Aussichtspunkten halt gemacht. Auf Wanderungen haben wir heute wegen Andreas‘ verstauchtem rechten Fuß verzichtet. Ich hatte den Fuß heute Morgen bandagiert und Andreas hat die Sandalen getragen und den Fuß abgesehen von Auto fahren geschont. Heute Abend konnte Andreas wieder kleine Strecken gehen…. Glück gehabt.

Unser Hotel in Montrose ist wieder ein Best Western und wir haben nichts Gutes erwartet. Aber es ist diesmal ein hell renoviertes und neu möbliertes Haus, nicht so altbacken dunkelbraune Möbel und das Beige-Braun-Flair, wie erwartet.

Zum Abendessen haben wir uns einen günstigen Burgerladen mit Drive thru- und Walk up -Bestellung: „Crash Burger“. Für 9,50$ gab es Burger, Fries und Softgetränk in guter Qualität und wir konnten draußen im Schatten auf einer Bank sitzen und es ging uns gut….👍

Mi 13.05.2026

Das Hotel ist im Vergleich zu unserem Best Western Executive Inn in Colorado springs, dem Comfort Inn and Suites in Durango, dem Wingate by Windham in Page am Antelope Cayon und dem Moab Valley Inn beim Arches Nationalpark wirklich angenehmer! Auch wenn es extrem hellhörig ist und die Durchgangs- Straße sehr laut ist…Ich schlaf ja eh immer mit Ohrenstöpseln und Andreas macht es nach Bedarf, also ist das für uns kein großes Problem. Obwohl ich nachts zweimal wach war, hab ich mich heute Morgen gut ausgeschlafen gefühlt . Der Frühstückraum war modern und insgesamt angenehm, das Frühstück wie bisher: Waffelautomat, Toastbrot und Donuts mit Toaste, Joghurt, Milch, Cerealien, Saft, Kaffee Tee, Äpfel, Bananen

Es ist erstaunlich, wie wenig man merkt, auf welcher Höhe man sich befindet. Montrose liegt auf 1770 m üNN und man fühlt sich wie in einer Talebene….. wir haben gerade eine USA Hitzewelle, aber dadurch, dass wir ja meistens in Höhenlage und eher im Norden der USA unterwegs sind, sind die Temperaturen um zwar die 30 Grad aber bei der Trockenheit für uns beide gut erträglich! Wegen Hitze, Wind und Trockenheit in Kombination sind die Warnungen vor Waldbrandgefahr auf höchste Stufe gerutscht….

Unser Ziel heute: Der Black Canyon of the Gunnsison Nationalpark. Der Canyon verläuft entlang des Gunnison Rivers. Die Wände sind nicht von weichem roten Sandstein wie bisherige Canyons, sondern härteren Gesteinen (Gneis, Granit, Quarz u.a.). Die Hänge sind schroff zerklüftet, schwindelerregend steil und dunkel. Auf kleinen Ebenen und da wo Pflanzen Halt finden, gibt es viel Grün und Stauden mir Blüten. Nach einem verheerenden Waldbrand 2025 ist die Straße entlang des Südrandes des Canyons (Hauptroute) erst vor kurzem wieder frei gegeben worden. Alle Sträucher und (niedrigen) Bäume, die im Feuer standen sind schwarz verkohlt und kahl, das auf ganz schön ausgedehnten Flächen….zum Glück treiben einige dicht über dem Boden kleine Blätterbüschel wieder (Eichen?) aus. Viele Gräser und Stauden sind wieder gewachsen und es gibt gerade tolle Blüten..

Da Andreas Fuß noch ein bisschen Schonung brauchte sind wir von Aussichtspunkt zu Aussichtspunkt gefahren und haben nur am Ende der Straße eine kleine Wanderung mit Panaramablick in mehrere Richtungen gemacht: Warner Point Trail. Abends sind wir kurz in einem gigantischen Walmart gewesen ( ein bisschen Bier und Sprite holen) und unseren Dinner haben wir wieder (diesmal bei aufkommendem heftigen Wind) draußen auf einer Sitzgarnitur vor dem Crashburger in der Nähe des Hotes eingenommen.

Do 14.05.2026

Wir haben ganz in Ruhe gefrühstückt, ich hab mir wieder Waffeln gebacken und Andreas hatte Toastbrot mit Rührei und Philadelphia Frischkäse, und es gab gute Bananen, die passten gut zu meiner Waffel…..

Unsere heutige Etappe nach Gunnison war nur 110 km lang. Da haben wir an einem Stausee ein kleine Wanderung (Dillon Pinnacles Trail) entlang eines Hanges mit Erdpyramiden und Ausblich auf den blaugrünen Stausee (Blue Mesa Reservoir, das allerdings extrem wenig Wasser hatte) eingeschoben und sind dann in Gunnison erst einmal in ein schönes Café (Tributary Coffee Roasters) eingekehrt und hatten sehr guten Kaffee aus einer Siebträger-Maschine und je einen Cookie.

Unser Hotel liegt dieses Mal ca 2 Meilen (ca 3 km) außerhalb der Stadt. Die Hotelanlage (The Inn at Tomichi Village) hat eine Lobby im Blockhaus- oder Landhausstil und die Anlage ist gepflegt (grüne Rasenfläche und großzügige Terrasse im Bereich einiger Bäume. Die Zimmer selbst befinden sich in einem Nebengebäude mit Erdgeschoss und einem Stockwerk darüber und sind ein bisschen in die Jahre gekommen. Das Innendesign überzeugt mit seinem dicken beige-braun gemusterten Teppichboden und schweren dunkelbraunen Möbeln wahrscheinlich eher die Amerikaner als mein leichtes Gemüt. Wir haben ein bisschen gefaulenzt und sind dann zum Essen in ein Restaurant (Tip von Google Maps: The Dive Pub) in die Stadt gefahren, da es keinen gut gehbaren Fußweg gibt und Andreas seinen umgeknickten Fuß doch noch ein bisschen schonen musste. Die Schwellung ist nicht mehr so stark, aber der Bluterguss noch heftig. Unser Essen war so lala n der typischen Auswahl mit verschiedenen Burgern, Sandwhiches, Fries, ein bisschen Gemüse/Salatbeilge…. Es war nett angerichtet und von der Zubereitung mittelmäßig… aber wir haben sehr schön in der Abendsonne auf der Terrasse gesessen….

Fr 15.05.2027

Die Nacht war ziemlich mies, im Zimmer war es (trotz geöffnetem Fenster und guter Abkühlung draußen) sehr stickig und warm. Ich mag nicht so gern mit laufender Klimaanlage schlafen, weil die meisten Anlagen sehr laut sind, starken Luftzug haben und sich schlecht einstellen lassen (entweder zu kühl oder man merkt trotz der Geräusche nichts)….. und nach meiner Erfahrung bin ich nach einer Klimaanlagennacht mehrmals erkältet gewesen ….

Unser Bett war (entgegen unseren bisherigen Erfahrungen) sehr klein und es hat bei jeder Bewegung gewackelt. Wir hatten zusammen eine Bettdecke, die aus mehreren dünnen übereinander gelegten Decken bestand. Die waren dann am Morgen ziemlich verknäuelt. Wir haben also beide nicht besonders gut geschlafen.

Dafür war die Stimmung beim Frühstück in der Hotel-Lobby sehr angenehm (viel Holz und schöne Wände aus Naturstein und ein liebevoll aufgebautes kleines Buffet (wenn auch mit den üblichen Zutaten). Der Kaffee schmeckte sehr gut! Ich hab mir wieder Waffeln gebacken und Andreas hatte Frischkäse und Rührei zum Toast….

Zu Moni und Bob fahren wir Samstag Vormittag, ich hatte es mit Ihr am Telefon abgestimmt.

Die Fahtrt ging heute entlang des Gunnison Rivers… ein ziemlich kleines mäandrierendes Nächleon… drum herum sind aber viele Wiesen, die so reichlich bewässert sind, dass das Wasser teilweise auf den Wiesen steht, direkt angrenzend an die Weiden (Rinderhaltung) sind die seicht ansteigenden Hänge aber wieder ziemlich trocken…. Als wir auf die Rundreise gingen, waren die meisten Laubbäume noch kahl, jetzt kommt der Frühling und Büsche und Bäume beginnen grün zu werden und entfalten ihre Blätter….

Die Fahrt ging zunächst wieder in die Rockies (Route 50) und über den Monarch-Pass (11312 Feet sind 3348 m) ) nach ne dann nach Osten durch weite Kahle und trockene Hochlandebenen (Route 24).

Wir haben einen Abstecher nach Cripple Creek gemacht, einer alten Goldgräber- und Westernstadt….haben wir gedacht. Tatsächlich ist ein Ort, der ein bisschen auf Western aufgepeppt ist, in dem eine Spielhalle neben der nächsten ist (Automaten) und ein neues Hotel mit großem Casino (Front auf Alt gestaltet, nach hinten mit modernem mehrstöckigem Hotelanbau) …. Viele ältere Bauten der Hauptstraße mit den Westernfronten sind Leerstand…. Wir hatten Mühe ein geöffnetes Café zu finden….letztendlich sind wir in einer Kombi aus Café, Lunch und Billard-Laden gelandet: Rascally Rabbit. Auf Nachfrage gab es Schoko- oder Peanit-Coolies, des Kaffee war gut, aber mit 5$ netto der bisher teuerste….Der Ort liegt auch auf 9494 Fuß Höhe, das sind fast 2900 m ! Die eigentliche Saison beginnt ab Memorials Day (dieses Jahr 25.05)…. Deshalb wirkt es hier wohl auch ein bisschen wie ausgestorben…. Einige ältere Herren und Damen sitzen an den Spielautomaten…. Aber es ist alles sehr ruhig…

In den Restaurants kommen den Steuern (5-7%) oft 3-3,5 % für Kreditkarten-Zahlung und die üblichen 20% Service hinzu…

Auch in den Supermärkten sind die Preisauszeichnungen netto (ohne 7% Tax).

Die letzte Stunde bis Colorado springs und ins Best Western Plus Fillmore ging dann noch einmal mit viele Kurven durch Gebirgs-Landschaft. Das Hotel ist dieses Mal wirklich sehr schön: Moderne, helle und großzügige Zimmer, das Fenster lässt sich zumindest ein Stück weit öffnen und auch das Frühstück ist zwar wie immer, aber der Bereich mit den warmen Gerichten wird mit einer Servicekraft betrieben, dadurch ist alles etwas persönlicher…ganz anders als das Best Western in Colorado zu Beginn unserer Reise. So ein Abschluss der Reise fühlt sich deutlich besser an, als wenn es umgekehrt gewesen wäre. Mit Moni und Bob haben wir uns erst für Samstag verabredet. Zum Abendessen haben wir dann nebenan im Ihop ein Burger mit French Fries (die Pommes haben hier fast immer noch eine Seite mit Schale… Ich mag das!) gehabt. Die Zutaten waren frisch und es hat geschmeckt!

Sa 16.05.2026Der Vormittag war ein bisschen zum Ankommen und relaxen.wir waren lange beim Frühstück, haben dann ein bisschen gelesen und sind erst gegen 11:00 Uhr zum Tanken und weiter zu Moni und Bob gefahren. Die beiden haben sich echt gefreut, uns wieder zu sehen. Moni hatte alte Fotos von Bobs Familie von Besuchen in Hamburg mit Fred herausgesucht. Lunch hatten wir vier zusammen im Texas Roadhouse. Ich hatte eine Bowl

Mit Hähnchen, Gemüse und Reis, Bob und Andreas haben Fries und Burger gehabt und Moni Gegrillte Rippchen…. Und ging es gut und wir haben so richtig geschwelgt… Moni hat uns dann ein Geschäft gezeigt, in dem es Cowboy-Kleidung gibt… sie sagt, dass es ein Muss für alle Texaner ist (Bob ist Texaner) solche Kleidung zu haben… Bob sei allerdings nicht so der Typ für, aber sein Bruder schon. Es istbeines der wenigen Geschäfte, in denen die Männerabteilung mindestens doppelt so umfangreich ist wie die Frauenabteilung. Wir haben bei Moni und Bob zu Abend gegessen und noch bis fast 22:00 Uhr über alles Mögliche geredet und viel gelacht!

So 17.05.2026

In unseren letzten Reise- Tag sind wir entspannt mit einem langen Frühstück gestartet. Bei Moni und Bob hatten wir wieder viel Familienthemen, natürlich waren oft Fred und Eberhard das Thema und ich hab wieder für mich Neues von der Familie erfahren! Moni wollte uns gern zum Essen einladen und wir sind dann zum Lunch ins „Chillis Grill and Bar“. Das Essen war wieder sehr typisch mit mexikanisch (Chili) ergänzten Burger und Fleischgerichten (oder vegetarischen Patty, das geht auch), Salaten und hier gab es auch Bowl-Gerichte mit Reis und Gemüse. Es ist toll, dass es vollkommen in Ordnung ist, wenn man nur Wasser trinkt und das wird meist sogar direkt serviert! Anschließend sind wir durch ein großes Sportgeschäft gestöbert. Moni hat eine Yogamatte gekauft, ich hatte noch nach einem leichten Sonnenschutz-Hoody für Andreas von Columbia geschaut, aber die Marke gab es nicht. Dann kam noch ein kleines High Light, Kaffee und Waffeln in einem typisch gestalten Coffee Shop, die ja kein Café in europäischen Sinne sind, sondern Diners, also Speiselokale, wie man sie aus vielen alten US Filmen kennt… Man fährt man mit dem Auto auf den Parkplatz und drinnen gibt es eine Musikbox, viel Chrom-Deko (in diesem Fall aufpolierte Motorräder), rote Sitzbänke, schwarze Tische und schwarz-weiß gefliesten Fußboden…. Wir haben dort fast 2 Stunden gesessen und geredet…. Zum Abendessen hatte Moni schon Quiche vorbereitet und mit ein bisschen 🍷 Wein dazu sind uns die Themen nicht ausgegangen…..Andreas hat uns noch eingecheckt und dann ging es in die Nachtruhe

Mi 18.05.2026

Heimreise… wir konnten in Ruhe frühstücken und packen und sind gegen 9:00 Uhr losgefahren. Die Fahrt nach Denver war trotz Werktagsverkehr ohne Verzögerung. Auto-Return, Kofferabgabe, Passkontrolle und Sicherheitscheck waren viel schneller als erwartet erledigt. Unser Rückflug nach Frankfurt war diese Mal mit der American Airlines. Wir hatten vom Reisebüro gebuchte Sitze mit Upgrade in der Economy Prime Zone (Fensterplatz und viel Beinfreiheit…. ). Die Stewardessen und Stewarts waren leicht gestresst und besonders eine Stewardess grenzwertig geduldig. Die Verpflegung war im Vergleich zur Lufthansa leider schlechter… Aber wir sind sicher und pünktlich gelandet und der Anschlussflug von Lufthansa nach Hamburg war pünktlich. Bereits am frühen Nachmittag waren die Koffer ausgepackt!